Actimel – Granatapfel – Terrine


Mal ein Post der nicht mit vielen Worten belegt ist.

Actimel_Granatapfel_Terrine_mit_Flasche

Es geht heute mal nicht um eine Hintergrundstory, Warenkunde oder etwas Geschichtliches.

Das Rezept steht heute im Rampenlicht.

Granatapfel_Actimel

Der Grund ist ein Rezeptwettbewerb der durch die PR Agentur Farner Consulting für Danone Actimel gestartet wurde.

Die Aktion verschiedene Foodblogger anzuschreiben um das Produkt Actimel – Granatapfel in ein Rezept zu verpacken und mit etwas Können und Glück verlinkt zu werden fand ich verführerisch.

Nicht der Gedanke verlinkt zu werden auf der Website von „Guido Maria Kretschmer“ hat mich gekitzelt um dieser Trophy zuzustimmen.

Es war sehr einfach, ich habe die Anfrage gelesen und in einer Sekunde hatte ich ein Rezept im Kopf. Also, zwar mache ich für Actimel Werbung und das unentgeltlich, aber ich bin von mir wiedermal sehr überzeugt, dass mein Rezept funktioniert, einfach, authentisch und sehr schmackhaft ist. 🙂

Actimel – Granatapfel – Terrine auf Granatapfelsauce

Actimel_Granatapfel_Terrine_01

Für 4 Portionen

4 Blätter Gelatine (oder Agar Agar 12 g)

300 ml Actimel Granatapfel

1 Zitronen Abrieb

70 g Zucker

200 ml Sahne (min. 35% Fett)

Für die Sauce

1 Zitrone (Saft)
180 g Granatapfel
100 g Staubzucker
250 g Wasser

Zubereitung

Eingeweichte Gelatine Gelatine (oder Agar Agar 12 g) in kaltem Wasser einweichen.

Zucker und ZitronenabriebZucker mit der Zitronenschale in einer kleinen Kasserolle schmelzen und vom Herd ziehen.

Gelatine ausdrückenGelatine gut ausdrücken und im warmen Zuckersirup schmelzen lassen. Das Actimel Granatapfel einrühren. Unter gelegentlichem Rühren ca. 30 Min. kühl stellen.

Sahne unterhebenKurz vor dem Gelieren die geschlagene Sahne vorsichtig unter die Actimelcrème heben.

In Form abfuellenIn eine Form füllen und gut ausstreichen.

Granatapfel halbieren und in eine Hand legen mit der Schale nach oben, dann die Kerne mit einem Kochlöffel ausschlagen. Die aufgefangenen Kerne in einer Kasserolle mit Staubzucker und Wasser zu einer sämigen Sauce einkochen. Abkühlen lassen.

Danach die Actimel – Granatapfel – Terrine stürzen und nach eigener Kreativität anrichten.

Ein herrliches Dessert, dass die Frische des Granatapfel voll rüber bringt.

Euer

Roger

Actimel_Granatapfel_Terrine_02

Sponsored Post:

Dieser Post ist in Zusammenarbeit mit Danone Actimel für den Rezeptwettbewerb entstanden. Ich hatte die freie Wahl für das kreieren des Rezeptes, sowie des Textes.


2015


Dreihundertundfünfunsechzig Tage, ein Monat mit 30-31 Tage, eine Woche mit sieben Tage, ein Tag mit 24 Stunden, eine Stunde mit sechzig Minuten, eine Minute mit sechszig Sekunden, eine Sekunde mit… so gestaltet sich ein Jahr.

Wie definiere ich ein erfolgreiches Jahr?

Meine Erfolge messe ich einer Einheit gut erreichter Produkte. Das Wort „Produkte“ ist nicht gerade schmeichelhaft. Meine Definition ist jedoch sehr einfach. Ich nutze die Zeit um etwas zu produzieren, dass am Schluss kritisiert, bestaunt, benutzt, geschätzt, gelobt oder einfach verwendet werden kann.

Es gibt für mich „materielle Produkte“ und „nicht – materielle Produkte“.

Ein Materielles erreichtes Produkt wäre ein herrlich riechenden und schmeckender Mandelkuchen.

Ein nicht materielles Produkt wäre eine glückliche Person der man helfen konnte etwas glücklicher zu sein.

Ich persönlich stehe eher auf Nicht – Materielle erreichte Produkte. Gerne produziere ich viel Freude und emotionale Höhenflüge in meiner Umgebung. Zufriedenheit, Geborgenheit und eine hohe Affinität ist ein Produkt, dass ich sehr gerne zu erreichen versuche. 🙂

Nun habe ich auch für das Jahr „Zweitausendundfünfzehn“ viele Ideen diese „Nicht – Materiellen“ Produkte zu erreichen.

Ein Teil solch eines Produktes sollte das Blog „we love handmade“ rwarna.com sein. Jedoch kämpfe ich im Moment mit einer schwarzen Wolke über meinem Vorhaben.

Oft lese ich über eine Schreibblockade und solches Zeug. Mag in meine unerfahrenen Augen auch stimmen, aber mich hat nicht eine Schreibblockade gehindert zu „bloggen“, sondern eine Aufmerksamkeit die in eine andere Richtung gerichtet ist/war.

Genau hier kann und muss ich mich entschuldigen, dass all die LeserInnen meines kleinen Blog`s nicht mit den gewohnten „Intervall – Beiträgen“ verköstigt wurden.

Angefangen hat es mit meiner neuen Anstellung als Küchenchef in einem neuen Betrieb. Meine Aufmerksamkeit und meine Zeit wurden von dieser Tätigkeit eingenommen. Genau da tauchte das „Oh je“ ich sollte was veröffentichen auf meinem Blog. Was denken auch meine LeserInnen? Okey, was könnte ich rasch schreiben, kochen, fotografieren und verbloggen, damit niemand merkt, dass ich mit voller Energie in meinem Job versunken bin?

Also habe ich einige (100derte) von Fotos gemacht von Zubereitungen. Habe 15 Artikel angefangen zu verfassen und? Nicht zu Ende gebracht. ABER meine LeserInnne erwarten doch Beiträge?!

Genau hier kommt mein derzeitiges Problem. Ich liebe es zu „bloggen“, aber ich „blogge“ nicht. Hat sich meine Liebe in Luft aufgelöst?

Da bleibt mir nur die Frage an all die erfahrenen und erfolgreichen BlogerInnen da draussen. Wie überwindet man so was? Den Wunsch zu haben gute Artikel zu verfassen gegen die Rechtfertigung „keine Zeit wegen… in meinem Fall wegen meinem neuen Job“ zu haben?

Gibt es Erfahrungen die ich nutzen kann um meine grosse Liebe zu bloggen wieder in Gang zu bringen ohne Zwang oder ich sollte doch…

Mitten in diesen Gedanken hatte ich eine Begegnung mit einem Philosophen.( Wilhelm Schmid)
An einer Vorlesung über Gelassenheit, was wir gewinnen, wenn wir älter werden, hatte ich eine interessante Diskussion.
Es ging über`s schreiben. Sehr guter Gedankenaustausch entstand dabei. Ich als Anfänger und „Greenhorn“ wollte natürlich alles wissen über das Schreiben. Wie schreibt man richtig, interessant und mehrheitstauglich und doch individuell?
Jedoch zu Schluss kanalisierte sich die Diskussion auf „vor dem leeren Blatt sitzen und nicht`s kommt aus der Feder“

Wohl genau richtig. Zum schluss kam die Antwort auf meine Frage. „Wie kriege ich den Lauf des regelmässigen Schreibens wieder in Gang?
Die Antwort: Ganz einfach in der Kochsprache übersetzt, in der Einfachheit liegt die Würze. Also mache ich es einfach!

Einfach mit schreiben zu beginnen?! Genau das habe ich heute einfach gemacht.
Ein grosses Dankeschön für Eure Treue und weiter geht`s.

Dankbar
Eurer Roger


Ungarisches Gulasch

Ein Teller geht auf Reisen – und wie in der Schweiz was Ungarisches darauf anrichtet wird


Eine Idee, ein Teller, eine Reise, ein Gericht, ein Lichtbildeinfanggerät und ein Schreiberling.

Mit diesen Zutaten kredenzte die Liebe Petra von foodfreak im Mai 2013 ein spezieller „Blog-Event“.

Die kulinarische Reise führte von Hamburg in Richtung München und schon nach Schleswig-Holstein. Danach freie Fahrt nach Nürnberg. Zwischenhalt in Duisburg. Ab auf die Lünerburger Heide und runter nach Eltville am Rhein. Rüber nach Köln und wieder nach München und er bleibt rasch in München, bevor es nach Wiesbaden geht. Emmering als nächste Station bis er nach Udenheim reist. Weiter nach Düsseldorf und ab in die Schwäbische Alp. In Salach angekommen geht es gleich weiter Düsseldorf. Nach Moers, ab nach Lörrach und schon gleich nach Braunschweig. Von Nürnberg weiter ins Elsass, danach nach Geiersthal und wieder angekommen in München geht es ab nach Stuttgart. In Herrenberg halt gemacht, gleich nach Seeheim. Von Manburg nach Aachen und ab ins Tessin. Auf nach Zürich und da kommt die Pointe.

Die Aargauer mögen die Zürcher nicht und die Zürcher mögen die Aargauer nicht.

In der Schweiz gibt es Kantone (Bundesländer) und jeder Kanton hat sein eigen. Die Berner sind zum Beispiel (sagt man) langsam. Die Aargauer haben immer weisse Socken an. Die Zürcher ihre typische Züri-Schnurrä (Zürcher Schnauze). Dabei gibt es auch nachgesagte Anti-Sympathien zwischen den Kantonen. Vielleicht gibt es sowas auch in Deutschland. Meine Oma (Schwäbin) musste sich immer dabei etwas wehren, eine waschechte Schwäbin zu sein. 🙂

Die Zürcher mögen die Aargauer nicht besonders und die Aargauer mögen die Zürcher nicht so.
Ich als Thurgauer, der sein ganzes Leben in Zürich verbracht hat und jetzt ins Aargau gezogen bin, ist natürlich neutral. 🙂

Schön, dass Andy von lieberlecker das auch so sieht wie ich:

Es gibt keine kulinarische Grenzen, geschweige ein kulinarisches „nicht mögen“ nur weil es Kantonsgrenzen gibt.

Also von Zürich nach Gipf-Oberfrick im Kanton Aargau. Wie wunderbar…

Ungarisches Gulasch

Ungarisches Gulasch

Zutaten für 4 Personen

800 g Rinderschulter, dressiert
40 g Bratbutter
200 g Zwiebeln, geschält
40 g Peperoni, gelb, entkernt
40 g Peperoni, rot, entkernt
40 g Peperoni, grün, entkernt
40 g Paprikamark
8g Salz
80 g Tomaten, geschält, entkernt
120 g Rotwein
300 g Rinder-Bouillon
200 g Kartoffeln, Typ A, geschält
Pfeffer, weiß, aus der Mühle
4 g Majoran, frisch
4 g Petersilie, gekraust, frisch
4 g Zitronenschale
2 g Paprika edel süss
2 g Kümmel, ganz
10 g Knoblauch, geschält

Zubereitung

Rindsschulter in 30 g schwere Würfel schneiden.
Zwiebeln halbieren und quer zum Wurzelansatz in feine Streifen schneiden (emincieren).
Peperoni waschen und in feine Streifen schneiden.
Tomaten in Würfel schneiden.
Kartoffeln in 1 cm grosse Würfel schneiden.
Die Zitronenschale heiss abwaschen.
Majoran und Petersilie waschen und mit Küchenpapier trockentupfen.

Zutaten für das Gulaschgewürz (Majoran, Petersile, Zitronenschale, Kümmel, Knoblauch) fein hacken oder mörsern.

Die Zwiebeln und das Fleisch in der Bratbutter dünsten, bis sich ein sirupartiger Saft bildet.
Paprikapüree dazu geben und mitdünsten.
Die Peperonistreifen, den Paprika, das Salz und die Tomatenwürfel beigeben und mitdünsten.
Mit Rotwein ablöschen und einkochen.
Mit der Bouillon auffüllen, abschmecken und zugedeckt knapp weich dünsten.
Die Kartoffelwürfel und das Gulaschgewürz beigeben, fertig dünsten und abschmecken.

Die Garzeit beträgt je nach Fleischqualität 1¼-1½ Stunden. Heute werden die Kartoffeln vielfach separat gekocht oder ganz weggelassen. Als Beilage können auch Spätzli serviert werden.

Ein schön bemalter, klassischer Teller braucht ein schön klassisches Gericht.

Euer

Roger


Geklärte Butter

Bratbutter Butterschmalz oder geklärte Butter


Geklärte Butter, die Butter, die unverzichtbar ist, wenn eine Holländische Sauce entstehen soll. Auch die Pommes Anna braucht diese Butter um gar zu werden.
Bratbutter, die Butter, die unverzichtbar ist, wenn was gebraten wird mit höherer Hitze (bis 180 C) und dabei man der Geschmack der Butter nicht missen möchte.

Geklärte Butter

Die geklärte Butter sprich Bratbutter kennt man auch als Butterschmalz oder eingesottene Butter.

Wenn reine Butter eingekocht wird, verdunstet das Wasser und das Milcheiweiss wird als Schaum an der Oberfläche gebündelt.
Was übrig bleibt ist über 90% Milchfett mit Geschmack der Butter.

Die reine Butter verträgt hohe Hitze nicht so leicht. Schon bei 130 Grad fängt sie an zu verbrennen.
Geklärte Butter schafft schon mal eine Temperatur von 180 Grad.

Auch bei der Haltbarkeit gewinnt die Bratbutter an Zeit. Durch den Entzug des Milcheiweisses ist sie länger haltbar, als reine Butter.

Die Butter

Eine gesunde, glückliche, nicht Hochleistungs-Kuh gibt in etwa ca. 20-30 Liter pro Tag.
Genau diese Menge an Milch braucht es um 1 Kilo Butter davon zu bekommen.

Die Butter, ein sehr umweltfreundliches Produkt. Einfach in der Herstellung. Es braucht nur Rahm, (Sahne) also Milchfett und schon hat man ein wohlschmeckendes, streichfähiges Fett. Keine Emulgatoren, Farbstoffe oder Stabilisatoren. Einfach nur pure, herrliche Natur.

Die Butter ist ein ausgewogenes Fett. Sie enthält eine Vielfalt an ungesättigten und gesättigten Fettsäuren. Das Vitamin D, zuständig, dass der Körper das Kalzium in den Knochen einlagern kann liefert die Butter ebenfalls.

Eigentlich muss ich hier die Butter nicht schön reden. Ich könnte niemals ohne Butter kochen oder backen. Tatsache ist, dass der Geschmack einfach unvergleichlich ist.

Macht Butter uns eigentlich Dick?

JA mit Sicherheit. Wenn man 300 Butter pro Tag konsumieren würde, dann wäre der Grundumsatz an Kalorien erreicht.

Die Butter hat 742 kcal pro 100 g.

Die Becel Diät Margarine hat 900 kcal pro 100 g.

Da muss ich hinter vorgehaltener Hand schon ein wenig kichern zum Wohl der Butter.

Was kann man alles herstellen aus der coolen Butter?
Butterskulpturen, oder damit backen und kochen, auch in der Kosmetik hält die Butter Einzug. Sogar als Sprichwort ist die Butter präsent.

Alles in Butter?

Quelle http://de.m.wikipedia.org/wiki/Butter#Sprachliches

Alles in Butter ist eine Redewendung und bedeutet etwa: Alles in Ordnung. Sie stammt aus dem alten Venedig, welches Umschlagplatz für u.a. damals teures Glas und Essgeschirr war, das in Kutschen über die Alpen transportiert wurde. Damit es nicht zerbrach, wurde es in warme, flüssige Butter eingelegt. Die Butter verfestigte sich, als sie abkühlte und schützte so das zerbrechliche Gut. Am Zielort angekommen, wurde die Butter wieder verflüssigt und abgegossen.

Wie Bratbutter aus der Butter hergestellt wird zeige ich Euch gerne im Folgenden Video.

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Viel Spass beim luegä…

Euer
Roger


Ein Zopf aus Vollkornmehl und Bauchspeck

Vollkornzopf mit Speck


Ein gesunder Zopf?

Vollkornzopf (11)

Zu einem Bauernzmorgä gehört auch ein Bauernbrot, nicht wahr? Nur wer so bünzlig ist wie ich, der vermisst da schnell sein Butterzopf. Also werde ich für die Bundesfeier einen Bauernzopf zubereiten.

Ich weiss nicht ob es diese Bezeichnung überhaupt gibt, wenn nicht, dann jetzt schon. 🙂

Meine Frau mag das traditionelle Schweizer Frühstück nicht besonders. Sie ist auch nach reichhaltiger Kalorienzufuhr irgendwie immer noch nicht satt. Sie liebt eher die Türkische Variante, so mit grillierter Paprika, Salatgurken, marinierte Oliven, Tomaten und gebackene Kartoffeln.

Meine Wenigkeit steht total auf Confi, Nutella, das drei Minuten Ei und ein „chacheli Chafi“. (Tasse Kaffee) Eben noch der Butterzopf.

Damit ich traurig sein muss, so ohne Zopf und meine Frau eher etwas deftigeres zwischen die Zähne bekommt, gehe ich die Liaison mit dem Vollkorn/Speck/Zopf sehr gerne ein.

Ich habe hierfür ein Weizenvollkornmehl und Dinkelvollkornmehl im Bauerndorfladen besorgt.

Hat man sicher schon immer gewusst.

Das Getreidekorn als Vollkorn gesehen besteht aus drei Teilen. Aus der Kleie, die äusserste Schicht des Kornes. Sehr ballaststoffreich und top für die Reinigung der Darmzotten.
Im inneren des Kornes finden wir den Keim der vollgepackt mit Nährstoffen ist. Der dritte im Bunde ist der Mehlkörper. Dies ist die Nährstoffversorgung des Keims, die im Falle des Spriessens lebenswichtige Energie für die junge Pflanze liefert. Als größter Anteil des Korns enthält es viel Stärke, Eiweiss und kleine Mengen an Vitaminen und Mineralien.
Es ist in dem Fall nur Vollkorn, wenn alle drei Teile des Korns im Lebensmittel vorhanden sind, sei es als ganzes Korn, als Flocken, gebrochen, gespalten oder gemahlen.
Meistens wird Vollkorngetreide in Form von Mehl zur Herstellung von Brot, Zerealien, Pasta, Kräckern und anderen getreidehaltigen Produkten verwendet. Ungeachtet der Getreideverarbeitung müssen Vollkornprodukte immer ungefähr das Verhältnis von Kleie, Keim und Endosperm aufweisen wie man es im ursprünglichen Korn findet.

Wieso ist das Vollkorn so gesund?

Darüber gibt es viel zu lesen und die Ernährungslehre hält viele Informationen darüber bereit.
Für mich ist wichtig zu wissen, dass alles was ballaststoffreich daher kommt, wie eine Bürste im Darm funktioniert.

Lange und ausdauernde, schlechte Ernährung verfettet und verdreckt die Darmzotten. Die Darmzotten sind eigentlich da um Vitamine und Nährstoffe einzufangen und zu absorbieren, damit sie ihre Arbeit verrichten können.

Nun sind die Darmzotten mal so richtig mit Dreck, Fett und sonstigem verklebt, haben die armen Zotten keine Chance mehr nur irgendetwas noch aufzunehmen.

Ich vergleiche die immer mit dem Abtretter (Teppich) vor der Eingangstür. Ist der mal mit Schlamm, Kies und Sand vollgeschmiert, werden da keine Schuhe mehr sauber und der Dreck wird in die heimische Stube getragen. Also das zu erreichende Ziel nicht erfüllt.

Um die Zotten mal richtig zu reinigen, braucht es eben etwas Ballaststoff. Die reiben die Ablagerungen so richtig auf und aus, dann mit viel Wasser werden diese auch ausgespült. Saubere Darmzotten können die wichtigen Nährstoffe und Vitamine weiter verarbeiten und Transportieren.

Ich klinge nicht wie ein Ernährungswissenschaftler, aber ich schreibe eben wie mir das Maul gewachsen ist. 🙂 Verzeiht mir.

So weit so gut, wenn das so gesund ist, dann ran an den Speck… äh Zopf

Vollkornzopf mit Speck

Zutaten für 4 Personen

15 g frische Hefe
145 g lauwarme Milch
250 g Weizen-Vollkornmehl oder (Dinkelvollkornmehl)
40 g Honig
50 g Vollei
3 g Salz
50 g weiche Butter
80 g geräucherter Bauchspeck

Zubereitung

Vollkornzopf (6)Vollkornzopf (7)Vollkornzopf (8)Vollkornzopf (9)Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen.
Den Bauchspeck von der Schwarte und Knorpel befreien und in Brunoise (kleine Würfelchen) schneiden.
Diese in einer Bratpfanne ohne Fett etwas braun rösten und gut auskühlen lassen.

Nun das Mehl, Honig, Ei, und Salz zu der Milch/Hefe geben und gut vermengen. Zum Schluss die wachsweiche Butter und der Speck unterarbeiten.

Der Teig sollte nun für ca. 8 Minuten gut durchgeknetet werden, damit das Brot beim Backen schön luftig wird.

An einem warmen Ort auf das doppelte aufgehen lassen.

Danach den Teig nochmals einschlagen und weitere 10 Minuten ruhen lassen.

Vollkornzopf (2)Vollkornzopf (3)Vollkornzopf (4)Vollkornzopf (5)

Nun wird er exakt halbiert und beide Teigstücke zu einem länglichen Strang gerollt.

Die zwei Stränge nebeneinander legen und oben gut miteinander andrücken.

Die Stränge einrollen, das heisst über die eigene Achse drehen. Am unteren Ende ebenfalls gut zusammendrücken.

Die beiden enden mit beiden Händen packen und im Uhrzeigersinn eindrehen.

Der fertige Zopf nun mit etwas Wasser bestreichen und mit Mehl bestäuben. Nochmals für 20-30 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad für 20-25 Minuten Sichtbacken.

Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Übrigens dieser Teig muss nicht gezöpfelt werden, er kann auch als ganzer Leib gebacken werden. Wenn bei uns mal der Koch etwas faul ist zu Hause, gibt es schon mal nur Salat und eben dieses Speckbrot.

Viel Spass beim Nachbacken.

Euer

Roger

 


Original Birchermüesli Rezept

Birchermüesli


Vorab ein herzliches Dankeschön an Yushka für den tollen Blog-Event.

Lieblingsessen unserer Kinder

Das Lieblingsessen meiner Kinder basiert auf einer Erfindung eines Rohkostpionier`s.

Ein Original von Dr. Maximilian Oskar Bircher-Benner.
Er war ein Arzt, der sich schon im Jahre 1900 um das Wohl der Bevölkerung kümmerte ohne Pillen und Spritzen. Leider war er seiner Zeit weit Voraus und heimste viel Spott und Kritik ein.

Heute fragen wir uns, warum auch?

Damals war klar, dass Fleisch und Käse der wahre Eiweissspender ist und damit die wichtigsten Nahrungsmittel zu jener Zeit.

Diese Tatsache belegte die Aussage von Ernst Laur, der Präsident des mächtigen Bauernverbandes: «Wer Fleisch und Käse für gesunde Menschen auf den Index stellt, ist unser Gegner. Den bekämpfen wir und paktieren nicht mit ihm!»

Wie so oft wird eine geniale Erfindung erst nach einer Idee einer anderen Quelle. So auch im Fall „Birchermüesli“.
Auf einer Bergwanderung kehrte der Aargauer Arzt in einer Alphütte ein. Hungrig nach der Wanderung bestellte er das Tagesangebot und war etwas erstaunt, was ihm da vorgetischt wurde.
Die gastfreundliche Sennerin war überzeugt von der Kraft der Natur, von ihrer Mischung aus rohen, geriebenen Äpfeln, Haferflocken, Nüssen, Zitronensaft und gezuckerte Kondensmilch.
Sie versicherte dem Wanderer Bircher, dass das Müesli eine Zauberkost für die Alphirten sei und er die Wirkung selber erfahren müsse.

Fest steht jedenfalls, dass diese Rohkostmahlzeit den feinen Doktor aus dem Unterland so beeindruckte, dass er sie auch in seinem Zürcher Sanatorium auftischen liess. Das Birchermüesli war geboren. Und der Hafer konnte seine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten.

Das Birchermüesli hat sich behauptet bis in die heutige Zeit.

Leider wurde das Originalrezept so was von vergewaltigt, dass mir die Haare zu Berge stehen. Wie kann es sein, dass so grundlegende Zutaten noch modifiziert werden müssen? Schaut Euch mal eine Packung Fertig (Bircher) Müesli an! Wieso muss man den Hafer so aufspalten, dass man in 2 Minuten ein Müesli verzehrbereit hat. Ist es nicht möglich die Haferflocken einen Tag vor dem Genuss aufquellen zu lassen.

Nein es nicht möglich, da die Zeit dazu fehlt. Die Ernährung hat keinen grossen Stellenwert mehr, dass man am Montag sich Gedanken macht, was man am Dienstag essen möchte.

Heute läuft das ganz anders.

Dienstag: Oh, was? Schon Mittagszeit? Äh, was esse ich denn?

Kein Wunder, dass alles schnell gehen muss. Suppe die sofortlöslich ist. Polenta in 3 Minuten! Die Nonna dreht sich gleich im Grabe um. Nicht mal die Zeit für den feinen Kaffee bleibt. Der wird ja auch nicht mehr frisch gemahlen, der muss aus einer Kapsel kommen oder ebenfalls sofort löslich sein.

Weitere Vergewaltigung die ich verachte, wenn es um das Birchermüesli geht, sind die Zutaten die zusätzlich beigemischt werden. Ok, alles ist erlaubt, aber nennt es dann nicht Birchermüesli!

Ein Birchermüesli, dass ich zu einem Müesli umkredenze ist ja total legitim. Auch ich werde das Birchermüesli im Originalen zubereiten und danach das Birchermüesli zum Müesli nach meinem Geschmack verändern. Danach ist es vielleicht ein Warnamüesli und schmeckt uns genau so, wie es schmecken muss. 🙂

Nun zum Rezept, dass so als Original beschrieben wird.

Rezept von Dr. Bircher-Benner

Zutaten für 4 Personen

80 g Haferflocken
45 g Wasser
50 g Kondensmilch
25 g Zitronensaft
600g Apfel, gerieben
30 g Haselnüsse gemahlen

Zubereitung

Birchermuesli (27)Birchermuesli (29)Birchermuesli (30)Birchermuesli (34)Birchermuesli (39)Birchermuesli (1)

Die Zutaten sind einfach, einfach herrlich! Etwas Haferflocken, Äpfel, Zitrone, Haselnüsse und Kondensmilch. Alles einfach mal bereitstellen.

Die Äpfel gründlich waschen und den Stiel entfernen. Mit samt dem Gehäuse durch eine „Bircherraffel“ treiben.

Die Zitronen auspressen und zu den geriebenen Äpfeln giessen.

Die gezuckerte Kondensmilch ebenfalls dazu geben.

Die Haferflocken, die vorher im Wasser eingeweicht wurden, damit sie gut aufquellen können beimischen.

Die geriebenen Haselnüsse dazu und alles gut miteinander vermengen.

 

Fertig ist das Power – Müesli!

 

Birchermuesli (20)

 

Warum Kondensmilch?

Die Antwort ist ganz einfach, die Milch wird haltbar gemacht.

Es mag überraschen, dass viele Menschen über 50 mit mehr oder weniger grossen Mengen dieser Milch gross geworden sind. Mit abgekochtem Wasser verdünnt, erhielt man eine sterile Kost. Bis lange nach dem 2. Weltkrieg war auf jeder dieser Dosen eine Verdünnungstabelle, auf der die Mutter ablesen konnte, in welchem Verhältnis die Milch dem Alter des Kindes entsprechend verdünnt werden musste.

Wie wird die Milch haltbar gemacht?

Die Milch wird zur Keimabtötung und Albuminabscheidung für 10–25 Minuten auf 85–100 °C erhitzt und anschließend bei Unterdruck und 40–80 °C eingedickt, wobei ca. 60% des Wassers entzogen werden. Danach hat sie einen Fettgehalt von 4–10 % und eine fettfreie Trockenmasse von etwa 23 %. Nach der Homogenisierung wird sie in Dosen, Flaschen, Getränkekartons oder Plastikportionspackungen abgefüllt und noch einmal sterilisiert und ist danach sehr lange haltbar.

Nun zum Rezept, dass so als Warnamüesli beschrieben wird. 🙂

Warnamüesli

Original Birchermüesli Rezept

Zutaten für 4 Personen

80 g Haferflocken
45 g Wasser
50 g Kondensmilch
25 g Zitronensaft
600g Apfel, gerieben
30 g Haselnüsse gemahlen

150 g ungezuckerter Fruchtsalat nach Saison

60 g hausgemachter Joghurt

Zubereitung

Wie oben beschrieben wird zuerst die Basis hergestellt nach dem Original Rezept von Dr. Bircher-Benner.

Die Basis veredle oder ergänze ich mit dem Joghurt und den Früchten.

Keine grosse Vergewaltigung des Originals. Ich persönlich finde, dass das Müesli etwas feiner wird durch das Joghurt und die Früchte das Müesli frischer wirken lässt.

Was für ein Müesli bevorzugt Ihr und gibt es da ein Rezept, dass meine Neugier stillen könnte? 🙂

Also dann mal mit Power in den Tag.

Euer

Roger

 


Wie mache ich Cottage Cheese selber?

Hüttenkäse selbsgemacht


Hüttenkäse, weiss wie eine Wolke, leicht wie Watte und äusserst kalorienarm. Hoher Eiweissgehalt und daher sehr sättigend. Das umschreibt den Hüttenkäse auch Cottage Cheese genannt.

Frischer Hüttenkäse selbstgemacht

Der körnige Frischkäse ist eigentlich eine geschützte Handelsmarke. Dennoch spricht man einfach vom Hüttenkäse. Dies ist wie mit den Pampers, Kleenex und Bostitch. Man spricht von Pampers, wenn Windeln gemeint sind. Will man ein Feuchtetuch, dann bittet man um ein Kleenex. Sollte was geheftet werden, fragt man nach dem Bostitch. Möchte man in Ruhe schlafen greife ich zu meinen Ohropax, egal um welche Marke es sich handelt. 🙂

So stark hat sich der Hüttenkäse in die Köpfe gezimmert.

Stark und doch ein Leichtgewicht. Viel Eiweiss, wenig Kohlenhydrate und geringer Fettgehalt. Also die perfekte Waffe gegen den grossen Hunger ohne dabei gleicht Ärger mit den Hüften zu bekommen. Aus gutem Grunde ist der Hüttenkäse auch sehr beliebt bei Diätwilligen.

 

Der Hüttenkäse ist ein Frischkäse, also ein Käse ohne Reifung, wie der Quark auch. Die körnige Konsistenz erreicht man, indem die Milch von der Molke getrennt wird und im Eiswasser ausgewaschen. Dazu aber später in der Zubereitung.

Wer hat`s erfunden?

Diesmal nicht die Schweizer! 🙂 Schon die alten Ägypter und die Griechen verzehrten den Körnerkäse als Delikatesse. So, wie wir ihn heute kennen, kam er einst aus England.

Warum Cottage Cheese?

Weil er vorwiegend in kleinen Häusern auf dem Land, Cottages eben, hergestellt wurde. Der Hüttenkäse ging auf Reisen und landete schliesslich in Amerika. Vor etwa 40 Jahren hielt der Hüttenkäse dann auch in der Schweiz Einzug. Dabei erstaunt mich gerade die Tatsache, dass mal was leichtes aus den USA kommt. 🙂

Der Hüttenkäse besteht aus Eiweiss, Wasser, Fett, Kohlenhydrate. Beachtlich auch der Reichtum an Vitaminen.

Vitamin B1:
Vitamin B2:
Vitamin B3:
Vitamin B5:
Vitamin B6:
Vitamin B7:
Vitamin B9:
Vitamin B12:
Vitamin C:
Vitamin D:
Vitamin E:
Vitamin K:

Weiterer Reichtum ist die Vielfalt, was alles angestellt werden kann mit dem Hüttenkäse. Ich habe über 300 brauchbare Rezepte im Netz gefunden die was mit Hüttenkäse zu tun haben. Eines aus meiner Sammlung werde ich demnächst hier auf diesem Blog veröffentlichen.

Es braucht nicht viel um ans Ziel zu kommen

Ein Sieb und ein Tuch

Ein Sieb und ein Tuch

Zitronensäure

Zitronensäure

Eine Pfanne und Holzkelle

Eine Pfanne und Holzkelle

Etwas Rohmilch

Etwas Rohmilch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun aber kurz zu der Herstellung von Hüttenkäse

Hüttenkäse

Zutaten für 250 g

2 Liter Rohmilch (Vom Bauer)

1 Essl. Zitronensäure

2 Essl. saure Sahne

Zubereitung

 

Hüttenkäse, die Rohmilch wird aufgekocht

Die Rohmilch aufkochen

 

 

 

 

 

 

 

 

Rohmilch mit Säure durchsetzten

Zitronensäure dazu gegeben

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter ständigem Rühren weiter kochen lassen

Unter ständigem Rühren weiter kochen lassen

 

 

 

 

 

 

 

 

Die geronnene Milch durch ein Tuch passieren

Die geronnene Milch durch ein Tuch passieren

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausdrücken und im Eiswasser abschrecken

Ausdrücken und im Eiswasser abschrecken

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufhängen und abtropfen lassen

Aufhängen und abtropfen lassen

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit saurer Sahne veredeln

Mit saurer Sahne veredeln

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist Sommer, nicht zu heiss. Der Feierabend erreicht. Die Terrasse hergerichtet, der Wein kühl gestellt. Der knackige Salat frisch geerntet, ein paar wohlschmeckende Cherrytomaten gepflückt und eine herbe Vinaigrette gezaubert. Dazu der herrliche Cottage Cheese aus der hauseigenen Produktion. Zum Schluss kommt noch das knusprige Brot und die liebe Ehefrau. 🙂

Es braucht nicht viel zum glücklich sein, probiert`s aus.

Euer

Roger


Wie ernähre ich meine Zukunft?


Tagtäglich stelle ich mir diese Frage. Wie ernähre ich meine Zukunft!

Was ist meine Zukunft?

Ganz einfach, meine Kinder sind meine Zukunft. Also wie ernähre ich meine Kinder?

Keine Ahnung ob es an meinem Alter liegt, das ich mir vermehrt über die Ernährung meine Gedanken mache. Es geht eigentlich nicht primär um meine Ernährung. In der Vergangenheit habe ich soviel Raubbau an meinem Körper vollzogen, dass eine gesunde Ernährung nur noch eine Verlangsamung meiner eigenen Zeituhr darstellt.:-)

Wie beinahe jeder habe ich in den jugendlichen Jahren gelebt wie fast jeder gelebt hat. Fast-Food, betäubende Durstlöscher, Insolin-Puscher und ein Hochleistung-Schnellessersyndrom. Kurz gesagt, alles gemacht, was angeblich Spass macht, aber wie eine Zeitbombe wirkt.

Mir wurde in der Kochlehre alles beigebracht wie man sich richtig ernähren soll. Habe auch immer wieder gelächelt, wenn ältere Vorbilder (Köche) auf den Gesundheitstripp gekommen sind. Jung, energiegeladen und ohne Verunreinigungen im Körper war ich ja all den Prophezeiungen über schlechte Ernährung gefeit.

Zum Glück habe ich sehr gute Gene mit bekommen, was das Altern anbelangt. Ich wurde immer viel jünger geschätzt, als ich war. Sehr gutes Gefühl, wenn Menschen dir sagen: oh was schon blabla alt, hätte ich nie gedacht.

Die Zeitbombe

Bin nun 47 Jahre alt, sehe für manche Menschen zwar nicht so aus, aber… jetzt rächt sich die falsche Ernährung in der Vergangenheit.
Nun kommt meine Frage ins Spiel. “ Wie ernähre ich meine Zukunft“.
Meine Frau und ich machen uns oft Gedanken darüber, wie fördern wir unsere Kinder, damit sie ein gutes Leben in der Zukunft haben.
Lernen, wie man viel Geld verdient, gute Ausbildung, ethische Grundlagen, dass sind wohl die wichtigsten Grundlagen im zukünftigen Leben???

Stimmt! braucht es alles in einem gewissen Mass. Nun aber meine provokante Erfahrung.

All dieses nützt nichts, wenn man sich zu Tode isst!!!

Stimmt’s?

Genau da kommt meine innerliche Wut zum tragen. Hat wohl mit dem „Papi sein“ zu tun, dass ich seit der Geburt meiner Kinder auf gesunde Ernährung schaue.

Wut? Warum und auf was?

Ganz einfach, die Industrie ist Schuld?!

Fertigprodukte, Tütennahrung, manipuliertes Scheinfutter das gesund sein soll, Dosen, TK und Vakuummenüs, Pulver und Trockenmischungen. Nur noch mit Wasser anrühren und fertig ist. Schnellimbiss, überdurchschnittlich haltbare gepanschte Lebensmittel. Alles schmeckt gleich lecker! Zucker da, Zucker dort, Säuerungsmittel hier und da.
Da kommt noch eine nicht verständliche Zutatenliste um die Ecke. NA BRAVO!

Anmerkung in eigener Sache: Ich, ausgebildeter Koch, langjähriger Küchenchef habe oft keine Ahnung, was da alles in einer solchen Packung drin sein soll. Zum Glück gibt es Suchmaschinen, da kann man die Wahrheit über E100-Horror herausfinden. 🙂

NEIN, nicht nur die Industrie ist Schuld, sondern wir!!!
Würden wir uns so verhalten wie es unsere Grossmütter getan haben, dann würden die Industrie gar keinen Absatz finden und diesen Mist gar nicht produzieren.

Das Oma-Prinzip

Koche, was die Speisekammer hergibt. Sehr einfach zu verstehen. Oder habt ihr in der Speisekammer E132, E240, emulgierte Fettsäure, oder Hefeextrakt in der Kilopackung? NEIN!

Ich muss nicht auflisten, was eine grossmütterliche Speisekammer hergibt, auf jeden Fall nur Dinge die in meinen Augen als Grundnahrungsmittel gelten.

Die Pflicht der Eltern!

Was gehört zu den Pflichten der Eltern? Pädagogische Aktivitäten, viel Liebe und die Vorbildfunktion lasse ich hier mal aus. Ich betreibe ein Food-Blog und bleibe daher beim Thema.

Gesunde, abwechslungsreiche, frische Ernährung, dass ist unsere (verdammte) Pflicht. Nun kommen meine lieben Kritiker auf den Plan.
KEINE ZEIT um so aufwendig, frisch und gesund zu kochen. Oft fehlt auch das nötige Geld.
Da habe ich nur ein müdes lächeln übrig. Geld und Zeit habe ich auch nie genügend.

Im Detail sieht die Wahrheit nämliche düstern aus für meine Kritiker.
Zur Grossmutter`s Zeiten, wie sah es da aus mit der Zeit?

Waesche_waschenVon Hand die Wäsche waschen, von Hand das Geschirr spülen, Bügeln ohne Dampf? Ging das schneller als heute? Vier und mehr Kinder im Haushalt. Einkaufen ohne Online dingsda. Briefe schreiben, Marke aufkleben und auf die Post bringen. Keine Email. Einzahlungen mit Postbüchlein und von Hand eingetragen, ohne Online – Banking. Aufwendiges „Selbermachen“ ohne die Fertigpizza.
Oft denke ich, was ist mit der Zeit geworden. Ticken unsere Uhren heute schneller als früher?

Dabei helfen uns doch so viele Geräte um die Arbeit schneller zu erledigen.
Oh mein Gott ich hätte viele Zeitersparnise der heutigen Zeit im Kopf, aber nur kurz umschrieben wollte ich nur aufzeigen, dass die Grossmütter viel, viel mehr zu tun hatten als die Hausmänner und Frauen in der heutigen Zeit. Der einzige Faktor, den ich gelten lassen kann, ist, dass oft beide Elternteil arbeiten müssen um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Leben ist teurer geworden: Flachbildschirme, Äpfel-Geräte, Dubai-Ferien, Zweitwagen, Luxusartikel sind heute wesentlich teurer als zu Oma`s Zeiten. (Zynismus)

Die Grossmütter haben es gebacken bekommen, warum wir nicht?

Wie teile ich meine Zeit ein, damit eine 6 köpfige Familie zu ihrem gesunden Essen kommt?

Meine Frau und ich sind 100% Berufstätig, also ein guter Grund die Pizza aus dem Tiefkühlregal zu konsumieren. NEIN, das Zeitmanagement ist der Schlüssel dafür, dass wir eine gesunde Ernährung geniessen können. Also die Zeit die wir haben, vernünftig einzuteilen.

Zeitfresser im 21. Jahrhundert

Das Internet, Smartphone, Fernseher, Online-Games und auf der Spielkonsole sind wohl der grösste Zeitfresser der heutigen Zeit.

Viele Familie die ich kenne sitzen vor der Glotze, den Äpfel-Geräten und ziehen sich Dinge rein, die nicht mit Kreativität und Produktion zu tun haben. Was für ein Endprodukt habe ich, wenn ich vor der grossen Glotze sitze und von 20.00 Uhr bis zum Einschlafmodus konsumiere?

Ein Film der 90 Minuten unproduktiver Input hergibt, diese Zeit kann doch irgendwie anders genutzt werden.
Eine Aktivität bezüglich gesunde Ernährung ist für uns die Menüplanung des nächsten Tages. Vorbereitungen (Mise en place) zu tätigen für das kommende Mittagsmenü.
Das ist doch genau so schön, wie ein inhaltsloser Movie. (Nichts gegen gute Filme)
Wenn dies noch mit der ganzen Familie stattfinden kann, dann ist das ein wahres Geschenk. Kochen als Familie-Aktivität, wie wunderbar!

Erlebnis – Gastronomie in der Familie

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Vor langer, langer Zeit waren Spiele wie Eile mit Weile, Monopoly, und Kartenspiele eine traditionelle Aktivität in den Familiären Stuben und beinahe eine Alltäglichkeit. Ich schreibe da vielleicht noch von der fernbediehnungsfreien Zeitepoche. 🙂

Das zubereiten von gesunder Nahrung kann ebenfalls wie ein Spiel vollzogen werden. Einfaches kochen als Familienspiel und das Menu ist vollendet. 🙂

Das Rezept

Ich pflege ein Rezeptbuch mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln wie Brot, Salatsauce, Ketchup, Mayonnaise, Blätterteig, Fonds etc.

Wir stellen ein Menüplan zusammen, der aufzeigt was es zu Mittag und Nachtessen gibt. Danach können wir frühzeitig vorbereiten.

Beispiel: Wir haben Chicken Nuggets am Donnerstag auf dem Plan und ich habe am Dienstag noch etwas Luft, dann bereiten ich die Nuggets schon am Dienstag zu, dann habe ich am Donnerstag etwas Luft für… und so weiter.
Ich schreibe mir auch ein Familien-Produktionsplan auf, was ansteht an Zubereitungen. Salatsaucen, Fonds, Nudelteige etc.

Zum Beispiel für Sonntag ist immer ein Zopf auf dem Plan.20131006_67 Also, wird am Samstag Abend der Teig angesetzt und Sonntags mit der Tochter gezöpfelt.
Die Kinder werden bei uns sehr stark miteingebunden. Erstens lernen sie die Nahrungsmittel kennen. Zweitens kommt das lesen lernen auch nicht zu kurz. Oft dürfen sie meine Rezepte laut vorlesen und dann Schritt für Schritt bereit stellen. Dazu gehört auch das umrechnen der Rezepte, von 10 Personen auf z.B. 6 Personen.

Wie_ernaere_ich_meine (6)

Durch die Mise en place lernen meine Kinder, wie sie ein Ziel erreichen können. Das Ziel ist eine knusprige, saftige, wohlschmeckende Pizza aus dem Ofen ziehen zu können. Also was für Schritte benötigt es um solch ein Ziel zu erreichen? Was für Zutaten braucht es dazu? Welche Werkzeuge benötigt man?

Diese Vorgehensweise wird bei uns im Leben auch benutzt um andere Ziele zu erreichen und das lernen unsere Kinder beim „spassigen kochen“.

Ziel einer meiner Söhne: Mit einer Seifenkiste das alljährliche Dorfrennen zu bestreiten und zu gewinnen. 🙂
Das hört sich an, wie, wenn der Papi kurz vor der Zubereitung der Weihnachtsgans stehen würde.

Genau da kommt aber die Vorgehensweise ins Spiel, wie bei einem Rezept und deren Zubereitung.

Mein Sohn hat das Ziel auf ein Blatt geschrieben. Ähnlich wie die Rezeptbeschreibung „Weihnachtsgans a l“.

Nun schreibt er auf, was es braucht an Zutaten für die „Seifenkiste“

23 80ziger Nägel
4 Pressplatt aus Holz
1 Lenkrad
4 Blabla
12 Bliebli
und so weiter.

Die Zubereitung entspricht dann dem Zusammenbauen der fahrenden Kiste.:-)
Durch das Lesen der Rezepte und das Vorbereiten und Fertigstellen lernt man die Abläufe sehr schnell. Im Kopf können die nötigen Arbeitsschritte durchlaufen werden und dies vereinfacht das Umsetzten enorm.

Kochen ist eine richtige Lebensschulung. Meine Kinder sind schon sehr routiniert in solchen Sachen und sie berichten immer wieder von der Schule, dass ein Projekt wie eine Zubereitung gewesen sei. Sie hätten nichts an „Zutaten“, „Werkzeuge“ und Abläufe vergessen.

Dieses nebenläufige Training, wie man ein Projekt erfolgreich abschliessen kann, ist aber nur ein Nebenprodukt.
Unsere Kinder lernen noch viel mehr beim kochen mit „Mami und Papi“. Teamgeist zum Beispiel. Wenn drei Kids an einem Schokoladenkuchen arbeiten, dann muss die Kommunikation und das Timing stimmen. Die Absprache, wer tut was und wann ist bestimmend für das Gelingen des Kuchens. Die Belohnung, nämlich das gemeinsame geniessen der Schokopracht ist dann die grosse Krönung. 🙂

Der Umgang mit Lebensmittel und woher sie kommen und das nachhaltige Verwerten ist dann noch die ethische Schulung der Kinder. Dazu kommt noch das nicht aufgeben, wenn mal was nicht klappt. Beharrlich sein, immer und immer wieder üben. Das genau arbeiten mit der Waage fördert die Motorik und das Zahlenverständnis.

Oh ich komme richtig ins schwärmen, wenn ich darüber schreiben kann, was das kochen für eine Lebensschulung sein kann.

Nun aber zurück zur Ernährung

Fazit

Was dieser Artikel rüberbringen soll, ist ganz einfach. Die Ernährung und dessen Zubereitung sollte wieder in den Vordergrund gestellt werden. Ist man gut ernährt, hat man auch mehr power für`s Leben.

Jedermann sollte das frisch kochen zu einer Hauptaufgabe neben der Hauptbeschäftigung machen, denn es ist der Treibstoff, der uns an die Ziele bringt.

Ernährt unsere Zukunft gesund und bringt der Zukunft das gesunde kochen bei und es wird eine Zukunft geben.

Traditionen die weitergeführt werden sollten

Die Mutter bringt der Tochter das kochen bei, die Tochter bringt das kochen ihrer Tochter bei.
Aber halt mal… Der Vater bringt dem Sohn das kochen bei, der Sohn bringt seinem Sohn das kochen bei. 🙂
Einfacher und gleichberechtigter hört sich das so an:
Die ältere Generation bringt der jüngeren Generation das kochen bei und die Generation danach bringt es der nächsten Generation bei.

Vielleicht habe ich jetzt meine Leser etwas verärgert mit meinem Artikel, da ich kein Rezept veröffentlicht habe, aber meine Wut über falsche Ernährung steigt stetig und ich kann es nicht fassen, wie die Industrie uns mit Nahrungsmittel zudeckt, die uns auf Zeit wahrhaftig zugrunde richten und keiner braucht.

Lasst uns vieles wieder selber machen und wir wissen wenigstens was wir uns antun. 🙂

we love handmade
Euer
Roger


Als Gast zu Besuch bei Sugarprincess


 Sugarprincess

 Ihr dürft Sie ebenfalls besuchen, einfach auf das Bild klicken und Ihr seit in einer faszinierenden Küche und Backstube.

Ein Gastbeitrag zu verfassen ist für mich eine Premiere.

Bin auch schon mächtig nervös, da meine Stärken eher im kochen liegen als im schreiben. 🙂

Ich bin sehr stolz, dass ich zu Gast sein darf bei einer bemerkenswerten Power-Frau.


Frenchdressing – unspektakulär lecker


Frenchdressing so unspektakulär und trotzdem so was von lecker.

Frenchdressing (25)

Ich habe lange gehadert damit, ob ich überhaupt solch eine Zubereitung veröffentlichen soll. Ehrlich gesagt veröffentliche ich gerne Gerichte die entweder in Vergessenheit geraten sind, oder nicht alltäglich in der Zubereitung.

Als ich jedoch mir das so überlegt habe, dass ich Literweise zubereite und unser Frenchdressing beinahe getrunken wird, da dachte ich mir: doch es ist eine Veröffentlichung wert, dieses kleine Rezept.

Auf dem Markt gibt es so viele Hersteller von „Frenchdressings“, da hat man wirklich die Qual der Wahl. Ausser man hat sich mal solch eine Zutatenliste genauer angeschaut.

Eine sehr viel verkaufte Sauce aus dem Detailhandel habe ich mir mal gekauft und genauer hingeschaut, was da so an Zutaten drin sind. Muss ehrlich gestehen, dass ich nicht geschockt bin, wie so oft bei anderen Lebensmittel aus der Industrie. Doch gibt es einige Zutaten, die meine Oma nicht in der Vorratskammer gehabt hat und ich ebenfalls nicht. 🙂 Also wie zum Teufelchen soll ich denn solch eine Salatsauce zubereiten? 🙂

Frenchdressing gekauft

Wasser, pflanzliches Öl, Glukose-Fruktose-Sirup, Branntweinessig, Zucker, modifizierte Stärke, Salz, Zwiebeln, Molkenerzeugnis, Eigelb, Kräuter, Senfsaaten, Zitronensaftkonzentrat, Gewürze, natürliches Aroma, Weizenmehl, Verdickungsmittel Xanthan.

Frenchdressing hausgemacht

Zwiebeln, Senf, Eigelb, Cayennepfeffer, Pfeffer, Honig, Worcestershire-Sauce, Zitronensaft, Estragonessig, Wasser, Rapsöl, Kräuter nach Wahl.

Weiteres Argument das motiviert zum selber machen sind die Kosten. Schauen wir doch mal was solch eine Salatsauce hier in der Schweiz kostet. Ich bleibe faire und nehme ein Billig – Produkt aus einem der führenden Discounter hier in der Schweiz.

Frenchdressing aus dem Handel:

… – Classic Dressing Fr. 2.60 per Liter

– BIO … french Salatsauce Fr. 11.40 per Liter

Frenchdressing aus der Vorratskammer:

100 g Zwiebeln, geschält     Fr. 0.18

40 g Senf, mild                    Fr. 0.19

40 g Eigelb,                         Fr. 0.12

Cayennepfeffer, gemahlen

Pfeffer, weiß, gemahlen

10 g Honig                          Fr. 0.06

10 g Worcestershire-Sauce  Fr. 0.11

40 g Zitronensaft, frisch       Fr. 0.11

200 g Estragonessig             Fr. 1.00

150 g Wasser

500 g Rapsöl                        Fr. 0.66

Gewürzepauschale               Fr. 0.20

Betriebskosten                      Fr. 0.60

Fr. 3.23

Fazit

Ich komme mit meinem Rezept nicht an den Preis des Discounter heran, dass muss ich zugeben. Was mich das etwas „hässig“ (Schweizerdeutsch“ macht, ist die Tatsache, dass frisch und gesund kochen teurer ist als die Fertigprodukte.

Wen wundert es, dass ich oft (nicht in der Blogger-Szene) auf Kritik stosse, wenn ich meine gesunde Haltung und das Selbermachen propagiere. Viele Familien in der Schweiz und auch in anderen Ländern, können sich die frische Küche und das Selbermachen einfach nicht mehr leisten. Die Zeit fehlt, da beide Partner zu 100% arbeiten gehen müssen und nach einem anstrengenden 8,4 Std. Tag einfach nicht mehr die Muse haben nochmals 1 Stunden in die Küche zu stehen und das zu teurem Geld.

Meine Argumentationen sind da aber Knallhart. Nehmen wir mal an ich spare sehr viel Geld über 20 Jahre lang, in dem ich Fertigprodukte einkaufe. Ich bin vielleicht naiv, wenn ich eine Zahl von 96`000 Franken nehme. Zu dieser Zahl komme ich ganz einfach und sie ist vielleicht nicht repräsentativ, aber ich möchte ein anderes Faktum damit beschreiben. Fertige Produkte kosten durchschnittlich 50% weniger. Wenn eine vierköpfige Familie 800 Franken im Monat braucht für Lebensmittel, dann braucht sie über die 20 Jahre hinweg 192`000 Franken. Davon 50% Ersparnis, macht 96`000 Franken.

Eine Herzoperation durch falsche Ernährung kostet inkl. Spitalaufenthalt 144`000 Franken. Nur gut, dass die Krankenkasse diese Kosten übernehmen.

Der Selbstbehalt „KRANKHEIT“ muss jeder selber übernehmen und diese Kosten sind so hoch, dass ich sie hier nicht beziffern kann!

Ich persönlich investiere lieber viel Zeit in die Gesundheit und das nötige Geld, dass sowieso keiner hat, in unser Wohlbefinden. 🙂

Vom Geschmack habe ich noch gar nicht geschrieben. Selbstgemachtes schmeckt einfach authentischer, natürlicher als die Produkte, die mit Zucker und Geschmacksverstärker und Fetten vollgestopft sind. Die Zeit die ich gespart habe, weil ich nicht stundenlang in der Küche stehen musste, sondern mir die Mikrowelle die Arbeit abgenommen hat, die rechne ich sowieso nie!!! Da die eingesparte Zeit sowieso vor der TV-Glotze zunichte geht.

So jetzt aber zum Rezept

Frenchdressing

Zutaten für 1 Liter Sauce

100 g Zwiebeln, geschält

40 g Senf, mild

60 g Eigelb,

Cayennepfeffer, gemahlen

Pfeffer, weiß, gemahlen

10 g Honig

10 g Worcestershire-Sauce

40 g Zitronensaft, frisch

200 g Estragonessig (oder Eure Essig-Vorliebe)

180 g Wasser

500 g Rapsöl (geht auch Sonnenblumenöl)

Zubereitung

Zwiebeln in feine Streifen schneiden und mit dem Essig und Wasser aufkochen. Etwa 3 Minuten kochen lassen.

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In einer geeigneten Schüssel wird der Senf, Eigelb, Pfeffer, Honig und Zitronensaft mit dem Stabmixer etwa 3 Minuten gut durchgemixt.

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Den Essig mit den Zwiebeln vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Temperatur sollte jedoch nicht unter 65°C fallen.

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Unter ständigem mixen den Sud unter das Eigelbgemisch mixen. Durch das heiss aufmixen erreiche ich eine Pasteurisation.

Am Schluss langsam das Öl untermixen, so, dass eine homogene Sauce entsteht.

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Je nach Belieben können noch Kräuter darunter gemischt werden. Meine Vorliebe ist Schnittlauch.

Die noch warme Sauce im Kühlschrank abkühlen und danach in eine sterilisierte Flasche abfüllen.

Fertig ist die hausgemachte, gesunde, stolze und wohlschmeckende Französische Salatsauce. Ist ein Kinderspiel, schnell gemacht und die Zutaten hat man immer im Haus. Wir könnten uns nicht mehr vorstellen gekaufte Salatsauce über unser knackigen Salat zu giessen. Das Rezept ist sehr variabel und kann mit Kräuter nach Wahl noch aufgepeppt werden.

Fehlt eigentlich nur noch ein frischer grüner Salat aus dem Garten. 🙂

En guetä wünscht

Euer

Roger

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