Dolma die gefüllten Weinblätter


❤️❤️Dolma die gefüllten Weinblätter ❤️❤️

Die türkische Küche liegt mir nicht besonders, wenn es um die Zubereitung geht. 🙂 Entweder habe ich die Geduld nicht, oder mir fehlt die Beharrlichkeit so viele Zutaten in ein Traumgericht zu verwandeln.

Oder es ist die Angst nicht so gut zu kochen wie es türkische Frauen tun.

Da ist die Entscheidung klar, dass sich meine Frau die Schürze anzieht, wenn es um 1001 Nacht-Genuss geht.

Meine Rolle besteht darin, am Schluss zu geniessen und zu essen. 🙂 Solch ein Anlass ergibt sich meist, wenn wir Besuch oder auch nicht 🙂 bekommen. Solch ein Besuch kündigte sich über das Wochenende an.

Der Tagesauftrag ist nun klar. Klassische gefüllte Weinblätter in türkischer Manier.

Die Weinblätter sind selbst eingelegt in einer Salzlake. Meist bekommen wir eine Ladung von Verwandten. Oft ist die gewünschte Qualität hier in der Schweiz nicht vorhanden, dass es unseren Qualitätsansprüchen gerecht werden. 👍

Grosser Respekt vor der türkischen Küche.

Und den Individualisten die diese Küche zelebrieren. Zeit, Zeit braucht es und diese habe ich selten und trotzdem schaffen es diese bemerkenswerte Frauen, denn Haushalt, Kinder und feines, gesundes Essen auf ein Nenner zu bringen. 100 Zutaten, 200 Rüstungen und viele fertige Gerichte in einem Fluss über die Bühne zu bringen. Hut ab, Höchstleistung. Wenn man bedenkt, dass dabei noch so viel geschwatzt wird?! (Verzeih mir mein Schatz, nur Spass)

Bei der Gastronomische Küchenkultur ist es untersagt zu reden. Nicht schwatzen, liefern ist das Motto. Die türkische Kultur hat es irgendwie im Griff das reden und das liefern unter einen Hut zu bringen. 🙂

Wenn ich den Frauen zusehe, wie sie traditionell auf dem Boden sitzt im „Schniidersitz) und Stunden lang kleine röllchen macht, da schmerzt mir der Rücken nur vom zusehen.

Was fasziniert mich so an der türkischen Küche?

Es ist nicht nur der Bauchtanz oder die bezaubernde türkische Erotik. Das ist eine Zwischenmenschliche, andere Schublade. 🙂 Nein es sind unteranderem die Gewürze und die hausgemachten Pasten.

Dolma (übernommen aus osm.: طولمه dolma/türk.: dolma) ist eine Spezialität der orientalischen Küche: Weinblätter, die meist mit Reis, Lammhack, feingehackten Zwiebeln, Nüssen und Gewürzen gefüllt sind.
Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dolma

 

DOLMA Gefüllte Weinblätter

 

Zutaten

250 g Weinblätter in etwa (in Salzlake)

250 g Bulgur

200 g Reis
1 Salz

Pfeffer

1/2 TL frische Minze
1 Bund Petersilie
2 Prisen Pul Biber (türkischer Paprika)
1 große Zwiebel sehr fein gehackt

1 kleine Chili
2 EL Tomatenmark oder Paprikamark
1 EL Öl

frischer Zitronensaft

Zubereitung

Die Weinblätter werden aus der Lake (Salz) genommen und unterm Wasser lauwarm abgespült.
Auf einem Küchentuch gut trocken gelegt.

Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen.

Abschmecken nach eigenem Gusto.

Die harten Stiele der Weinblätter entfernen.

Je ein Weinblatt ausbreiten und 1 TL Füllung darauf geben.

Die Seiten einschlagen und das Blatt aufrollen.

Eine geeignete Kasserolle nehmen und ein passendes Sieb unten einlegen.
Falls kein Sieb zur handen ist, kann der Boden auch mit Weinblätter ausgelegt werden.

Die gefüllten Weinblätterröllchen dicht an dicht darauf verteilen.

Die restlichen Röllchen in einer weiteren Schicht darüber verteilen.

Vorsichtig so viel Wasser angiessen bis die Weinblätter bedeckt sind. Zum Beschweren einen umgedrehten Teller darüber legen.

Deckel auflegen und einmal aufkochen lassen. Dann den Herd auf kleinster Stufe zurückschalten und die Weinblätter zwischen 60 und 120 Minuten köcheln lassen.

Vor dem Servieren mit Zitronensaft abschmecken. Wir servieren die Dolmas mit ein leichten Knoblauchjoghurt.

Die Weinblätterröllchen eignen sich hervorragend in grossen Mengen herzustellen und damit die Nachbarn zu begeistern. Denn glaubt mir, Dolmas sind nicht eine alltägliche Speise die man immer und jeder Zeit bekommt.

Was mich mehr begeistert ist die Fingerfertigkeit, wie die Dolmas gemacht werden.

Seht selber 😉

Also lasst es Euch gut gehen.

 


Kaltes Wetter, heisser Food aus 1001 Nacht


Meine Küche wird zur Döner-Bude.

Dönner
Mal kurz die Situation erklärt…
Die aktuelle Wetterlage zeigt gerade…

Wetterlage

Nein ich schreibe in meinem Blog nicht neu über das Wetter.

Ich hatte einfach wieder mal Lust auf einen saftigen Döner vom Türken nebenan.

Nur das Problem ist, dass mich kein Schwein aus dem Haus kriegt.
Also nehme ich die Herausforderung an und gehe zu meinem Kühlschrank. Schaue mal was drin ist um dem Türkischen Kebap Paroli zu bieten.

Mein Endprodukt
Wunderschöner, schmackhafter Döner. Saftig, frisch und voller Geschmack mit einem Innenleben wie aus 1001 Nacht.

Döner im Fladenbrot

Zutaten

für das Fladenbrot

200 g Mehl
25 g Hefe
1 EL Speiseöl
1 Prise Zucker
Salz
100 g Ayran

Diese Zutaten hat man fast immer in seiner Vorratskammer.
Hefe kaufe ich immer genügend um sie im Tiefkühler
jederzeit griffbereit zu haben.
Beim Ayran sieht es ein wenig anders aus, den hat man nicht immer zur Hand. Da kann man ruhig auf Milch zurück greifen.
Der Ayran gibt dem Fladenbrot einfach eine besondere Note.

für die Füllung

Rindfleisch, Tomaten, Zucchini, Joghurt, Schnittlauch, Eisberg, Brunnenkresse, Gewürze wie
Köflelik- Baharat, Kreuzkümmel, Knoblauchöl, Chiliöl, Salz und Pfeffer

In meinem Fall hatte ich noch 200 g Rinderfiletsteak.
Das ich in Kräuteröl eingelegt hatte zur Konservierung.
Tomaten, Zucchini, Joghurt etc. habe ich eigentlich immer im Haus.
Meine Frau hatte vor ein paar Tagen noch Brunnenkresse mit nach Hause gebracht. Sie liebt Brunnenkresse!

Bei den Gewürzen habe ich darauf geachtet, dass man den Bosporus und 1001 Nacht riechen kann.
Köflelik- Baharat ist eine Gewürzmischung die in der Türkei für verschiedene Hackfleischvarianten verwendet wird. Es besteht aus Paprika, Kreuzkümmel, Paniermehl, Koriander, Bockshornsaat, Senfmehl, Erbsenmehl, Pfeffer, Thymian, Majoran, Rosmarin, Zitronenschale und Salz.

Zubereitung

für das Fladenbrot

Als erstes habe ich den Ayran etwas gewärmt. Die Hefe ausgepackt, abgewogen und im lauwarmen Ayran auflösen lassen. Danach den Zucker, Öl und Salz dazu gegeben und mit dem Mehl zu einem Teig vermengt.

Ich war etwas nervös und wusste nicht genau ob das was wird. Normalerweise macht meine Frau die Fladenbrote und das aus dem Handgelenk. „Pi mal Daumen“. Das habe ich auch mal versucht, aber das ging förmlich in die Hose. Also dachte ich, da muss jetzt ein Rezept her, dass ich und andere auch zubereiten können. Zuerst habe ich meiner Frau nichts gesagt, dass ich Fladenbrot mache. Wollte wissen ob ich das auch hinkriege. Meine Frau sollte natürlich am Schluss den Teig bewerten.

Der Teig wurde etwa 10 Minuten von mir bearbeitet, geknetet und liebevoll beendet. Ab in die Schüssel, zugedeckt gönnte ich ihm etwa 10 Minuten Ruhe. Lasse ihn aufgehen. Nach den 10 Minuten habe ich den Profi gerufen um mir zu helfen.

Fladenbrot_1

Meine Frau teilt zuerst den Teig in gleichgroße Stücke. Das Rezept mit 200 g ergab 5 Teig-kugeln mit einem Gewicht von 70 gr was als gesamtes für 4 Personen reicht.

Sie meint man könne ruhig mehr Teig produzieren, wenn man schon mal dran ist. Die Fladen nicht ganz fertig braten (backen) und im Tief-kühler gut eingepackt lagern für die nächste Party.

Macht Sinn. Eine gute Idee!

Fladenbrot_2

Die Kugeln werden nun von zarter Hand auf geschliffen, damit sie eine feine, druckfeste Struktur bekommen. Der Teig wird nun nochmals etwas in Ruhe gelassen, damit er sich wieder beruhigen kann für die nächste Brutalität. Mit genügend Mehl stäuben, damit die Kugeln auch nicht in den Händen und auf der Arbeitsfläche kleben bleiben.

Fladenbrot_3

Fladenbrot_4

Für einmal wird der Teig mit dem Rollholz bearbeitet und nicht ich.

NEIN! Um Himmels Willen, das ist nur Spass. Meine Frau ist traumhaft und benützt das Nudelholz nur für ihre Teige.

Das beherrscht sie so was von gut. Es beeindruckt mich immer wieder wie solch ein Teig in der Türkei oder in arabischen Ländern ausgerollt wird. Der Teig rollt sich in den Teig ums Rollholz. Ähhh schwer zu beschreiben.

Damit ich einer verständlichen Beschreibung aus
dem Weg gehen kann…

Einfach mal… was guckst Du?… schauen.

Natürlich habe ich diese Technik im versteckten auch mal ausprobiert. Ich als langjähriger Patissier musste resignieren und habe den alte Weg eingeschlagen um Teige rund zu bekommen.
Dennoch ist es immer wieder ein Genuss für meine Augen der fernöstlichen Kunst des Ausrollen zuzusehen.

Fladenbrot_6

Das nicht jeder Haushalt eine umgekehrte Riesenpfanne besitzt, ist allen klar. Da tut`s auch eine normale beschichtete Teflon Pfanne. Ohne Butter oder Öl wird der Fladen darin gebacken oder gebraten. Öfters gewendet damit er Blasen wirft und etwas Farbe bekommt. Nicht zu lange, damit der Fladen nicht austrocknet und nach dem Füllen und rollen bricht.

Fladenbrot_7

Kebap

In diesem Fall habe ich mein eingelegtes Rinderfilet aus dem Öl genommen. Mit Küchenpapier abgetupft und mit einem sehr
scharfen Messer hauchdünn geschnitten. Mit der orientalischen Gewürzmischung abgeschmeckt.
Wau! Wie das riecht…
…fehlt nur noch der Bauchtanz
und eine Schischa. 🙂

Fuellung

Jetzt kommt die Krönung des ganzen.

DIE FÜLLUNG!!!

Wie gesagt, was rein kommt ist Kühlschranksache. Hauptsache man weiss was drin ist!

Bei mir durften gesalzene Zucchini, Tomatenfilet, Rinderfilet, Eisberg, Zwiebeln und ein Schnittlauch-Knoblauch-Joghurtsauce rein.

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Meine Frau hat noch Brunnenkresse und Cocktailsauce dazu gegeben.

Eingerollt und was dann kam könnt ihr euch kaum vorstellen.
EINFACH NUR GESCHMACK!

Viel Spass beim nachkochen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein wenn der Gaumen vor Freude zu explodieren droht.

Dafür gibt es von mir:

Chili_Bewertung_4

Wie viele Chili`s bekommt das Rezept von euch?

Schreibt mir doch eure Bewertung in einem kurzen Kommentar. Bin gespannt was ich besser machen kann und was gewünscht und gebraucht wird.