Instant Tomatensuppe – und der Winter kommt bestimmt


Instant Tomatensuppe – und der Winter kommt bestimmt

Instant_Tomatensuppe

Sommerzeit ist Erntezeit. Gemüse in rauen Mengen und man weiss nicht wohin damit?! Das ist natürlich nur ein Problem für diejenigen die einen Garten haben.

Diejenigen die kein Garten haben für die gilt jedoch das gleiche wie für diejenigen die einen haben.

Ernte, oder kaufe in der Saison!

Ich möchte einfach damit sagen, dass z.B. in der Tomatensaison so viele Tomaten, gute Tomaten verarbeitet werden sollten wie auch immer nur möglich.

Also gehe ich los und kaufe die Regale leer. Mache dies und das aus dem saisonalen Gemüse. Egal ob getrocknet, eingelegt oder sonst irgenwie konserviert.

Konservierung ist etwas, dass mir sehr am Herzen liegt, denn eigentlich ist Konservierung genial. Man hat das ganze Jahr über saisonales Gemüse.

Erwähnen muss ich ja nicht, dass es Unsinn ist Erdbeeren aus Israel im Dezember zu importieren. Jedoch, wenn meine Lust sich nicht dem Saisonkalender beugt, was dann?

Dann, eben die Konservierung.

Bei den Erdbeeren sind Standards wie Konfitüre, eingefroren etc. wie selbstverständlich.

Doch ich versuche immer neue oder vergessene Wege zu gehen. Kleines Beispiel bei den Erdbeeren. Ich habe im Geschäft, eine reichliche Menge an vollreifen Erdbeeren in Scheiben geschnitten und mit Puderzucker mariniert und danach getrocknet.

getrocknete Erdbeeren

 

Im tiefsten Winter gibt es bei mir als Überraschung ein Coupe Romanoff mit getrockneten Erdbeeren. „Die Gäste lieben es“

Irgendwie schreibe ich immer wieder um den Brei herum…

Warum trägt dieser Artikel „Instant Tomatensuppe – und der Winter kommt bestimmt“?

Ganz einfach, wie immer… Winter ist Suppen Zeit. Suppen aus Gemüse in der Winterzeit? Eher schmalspurig. Nun klar alles an Saisongemüse aus dem Tiefkühler ab in die Pfanne und Suppe wird.

Um eine gelungene Suppe zu servieren braucht es neben guten Zutaten auch ein wenig Zeit.

Bei uns gibt es Zeiten in denen es für eine Suppenzeit keine Zeit gibt, was aber gegen die Suppen Lust spricht.

Dafür habe die Lösung gefunden!

Bei uns hat die Lösung, ein kleines Männchen als Erkennungsmerkmal, dass wie ein Suppenkaspar aussieht, auf der Packung.
Ich schreibe hier vom Knorrli, kennt Ihr den Knorrli?

Knorr

Ehrlich gesagt, ich bin mit solchen Produkten gross geworden. Dies ist auch keine Ermahnung an meine Eltern. In den …ziger (verrate meine alter nicht) war es eine Revolution. Diese Beutel und Instand – Produkte kamen wie gerufen. Und sind wir mal ehrlich, wenn es neue Produkte gibt, die unser Leben vereinfachen, dann nutzt man dies auch.
Wer geht denn noch mit einem Waschbrett zum Bach, wenn es eine Waschmaschine gibt. (doofer Vergleich)

Nein ich denke, nein ich weiss, dass es immer so ist und gewesen ist, dass ein neues Produkt sehr hilfreich und nützlich war. Bis man irgendwann festgestellt hat, dass…

Beispiel: Aspartan als Zuckerersatz. Endlich ein Zuckerersatz, denn Zucker macht dick! Zeitlich später… oh Aspartan wie schädlich und es kann… verursachen.

So ist es mit vielen Errungenschaften im Ernährungsbereich geschehen. Man hat was geniales und dann findet man heraus, dass…

So zu den Instand-Suppen.

In meiner Kindheit gab es nichts schöneres als eine Flädlisuppe die innert 5 Minuten fertig zu geniessen war.

Heute betrachtet, nicht weil wir klüger sind, sondern weil alles kostengünstiger produziert werden muss, wird immer mehr zur Fertigsuppe gegriffen. 😦

Ich bin entsetzt, wie oft ich eine Päcklisuppe vorgesetzt bekomme in manchen Restaurants.

Einerseits kann ich es gut verstehen, verdränge aber das Verständnis:

Kosten versus Geschmack

Frische, hausgemachte Tomatensuppe

Zutaten für 10 Liter

10 Knoblauchzehe, gepresst 0.29 CHF
130 g Zwiebel, fein gehackt 0.33 CHF
20 g Butter zum Dämpfen 0.24 CHF
6000 g Tomaten, gewürfelt 24.60 CHF
200 g Tomatenmark 0.75 CHF
1 l Rotwein 3.40 CHF
4 l Gemüsebouillon 5.60 CHF
150 g Zucker 0.27 CHF
Salz, Pfeffer aus der Mühle 0.02 CHF
je 10 EL fein geschnittener Basilikum und Pfefferminze 0.40 CHF

Fazit: 35.50 CHF

gleich 0.88 CHF pro Person

Fertige Tomatensuppe

Zutaten 10 Liter Suppe

Tomatenpulver 47.5 %
Reismehl
Meersalz
Zucker
Hefeextrakt
Palmfett
Olivenöl
Basilikum getrocknet
Pfeffer
Zitronenpulver

Fazit: 13.50 CHF (aus einem Detailhändler mit einem orangen grossen Buchstaben aus der Schweiz)

gleich 0.33 CHF pro Person

Ja und jetzt kommt der Kostendruck ins Spiel. Ende Monat, wenn das Budget nicht erreicht wurde, dann ist die Versuchung sehr gross. Fast 30% einsparen mit Fertigtüten. Ist das nicht genial?

Sehr genial, wenn einem mit der Zeit die Gäste weglaufen… dann erreicht man gar kein Budget mehr. Nein, es ist einfach traurig, wenn man frisch und gesund kochen will, dann wird man gleich bestraft mit Mehrkosten. Mit Fertigprodukten wird man früher oder später auch bestraft. Mit Mehrkosten im Gesundheitswesen. Aber über dieses Thema habe ich schon so oft und genug geschrieben.

Nun zurück zu meinem Experiment

Ein hausgemachtes Instant Tomatensuppenpulver ohne was komisches drin.

Instant Tomatensuppe hausgemacht

Tomaten_Instant_Pulver

30 g Basilikum
1000 g fleischige Tomaten
100 g Zwiebeln
10 g Knoblauch
20 g reines Eiweisspulver oder Milchpulver
2 Prise Salz
Etwas frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Tomaten, Zwiebeln, Basilikum und Knoblauch küchenfertig rüsten.
Die Tomaten quer halbieren und mit einem kräftigen Händedruck ausquetschen. So, dass das Fruchtfleisch entkernt wird.
Danach alle Zutaten in feine Würfel schneiden.
Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, salzen und für ca. 4 Stunden bei ca. 80 Grad trocknen. Dabei die Ofentür mit einem Kochlöffel einen Spalt offen halten.
Danach, wenn das Tomatengemisch gut trocken ist, alles in der Moulinex fein zermahlen.
Zum Schluss mit dem Eiweiss- oder Milchpulver mischen.
In einem Einmachglas bis zu den Wintertagen kühl und trocken lagern.

Auch dieses mal habe ich Euch ein kleines Filmchen mitgebracht…

Ich danke Euch

Euer Roger

Video


Pesto – das Wunder der Konservierung


Sind wir mal ehrlich, wer liebt nicht Basilikum?

Basilikum

Herrlich dieses zarte Geschöpf der Natur. Nur dieser Basilikum aus dem Supermarkt? Nee, nein danke.

Meine Frau und ich versuchten lange Basilikum zu halten, damit immer frisches Zeug da ist, wenn die Tomate und der Mozzarella etwas Geschmack vertragen kann.
Kaum gekauft schon am… nein, keine verbalen ausraster. Ich dachte mir, irgendwie muss man (ich) doch genügend Basilikum züchten können, damit ein CAPRESE ALLA GENOVESE jederzeit gemacht werden kann.

Also ab in die Gärtnerei und Basilikum kaufen!

Wohl nix mit kaufen!

Wir haben kein Basilikum gefunden. Nur in den Supermärkten. Dieser Basilikum eignet sich nicht für die Fensterbank. Der hat schon zu viel Stress erlebt von der Aufzucht bis zum Transport mit Kälteschock in die Regale. Der hält sich nicht mal 2 Wochen.

Also hat meine Frau und ich den Versuch gestartet mal etwas Samen (Basilikum) zu säen.

Meine Frau ist in allem was sie Tut perfekt.

Oder wie ich es sagen würde und zum Glück liest sie nicht den ganzen Artikel. 🙂 Sie macht alles im übermässigen Stiel.

Beispiel: Schatz kannst Du für unser 2 Köpfige Besuch etwas Weinblätter mit feiner Füllung zubereiten?
„Mein Askim (Schatz auf Türkisch) Ja gerne mein Schatz.
Ich, nach der Zubereitung: „Ahhhh, Askim, kommt Deine Verwandtschaft auf Besuch? (200 Personen)
Mein Schatz: “ Nee, aber es muss doch reichen“.

So ist meine Frau. Alles was sie gibt ist im überfluss; Liebe, Geborgenheit, Zärt… so genug, es ist kein LiebesBlog, sondern es geht hier ja um Food.

Zurück zum Basilikum. Meine Frau kaufte Basilikumsamen und bepflanzte damit ein Topf, der extra für Jungsamen – Ziehung geeignet ist.

Nur eben, meine Frau hat soooooo ein grosses Herz und besamte dieser Topf mit… zu vielen Samen. Ja schlussendlich ging die Aufzucht in die Hose, sprich in die ewigen Jagtgründe. 😦

Ein weiterer Versuch starteten wir unter der Aufsicht von mir. Ich bin ein gebürtiger Schwabe und daher sehr sparsam. 🙂

Ich sagte meiner Frau mit bestimmter Stimme: „Nur 8-10 Samen pro Wachstumsschale“.

Ja, ja meine Frau gestand mir ein paar Tage später, es waren 12 Samen oder so… ich war Ihr auch nicht böse, ich kenne und liebe sie, so wie sie ist.

Auf jedem Fall war diese Züchtung ein Erfolg.

Ja sicher hat es noch etwas mit mir und meiner Frau zu tun. Irgendwie ist das Basilikum (auch anderes Grünzeug) züchten zu unserer heimlichen Leidenschaft geworden.

Wir sind mal so arrogant und behaupten, dass wir jetzt laienhaft Basilikum züchten können.

Basilikum Aufzucht

Also wie lässt man Basilikum so gedeihen?

Man muss ganz einfach eine Fensterbank finden, die genügend Licht erfassen kann und eine Temperatur von etwa 23 Grad vorhanden ist.

Fensterbank

Nun füllt man eine Aufzuchtschale mit Blumenerde. Ich habe nichts besonderes an Erde gekauft, einfach nur Blumenerde.

Man gibt pro Schale etwa 8 Samen an der Oberfläche (meine Frau 12 oder mehr. 🙂 ) ein. Begiesst die Samen mit einem Wasserzerstäuber reichlich und wiederholt dieses bestäuben jeden Tag, am besten jeden Morgen.

Aufzuchtschale

Warten und warten, auf einmal kommt da was… Jaaaah da kommt Basilikum.
Jeden Tag bestäube ich es mit zartem dem Wassersprüher und der Basilikum und wir werden eins. 🙂

Um es kurz zu halten, mein (unser) Basilikum ist gewachsen und droht unsere Terrasse zu sprengen.

Basilikum

Dafür habe ich jedoch eine Abhilfe… ernten was das Zeug hält.

Noch eine kleine gärtnerische Info…
Der Basilikum liebt es von unten begossen zu werden. Das heisst, nicht durch Regenwasser von oben, sondern am besten ein Tauchmanöver in einer Wanne oder so. Das heisst, giessen unter den Blättern in die Erde oder wirklich ein Tauchbad für ca. 10 Minuten.

Kurzum, der Basilikum mag kein Regenguss, sondern nur das bewässern auf der direkten Erde, oder Wasser, dass er sicher aus der Tiefe holen kann. Also ein Topf mit Auffangschale und man giesst zweimal die Schale voll.

So nun vom Gärtner zum Koch.

Der Koch steht nun da und sieht sein (Frau ist Mitinhaberin) Basilikum und freut sich an seinem Wachstum, aber getraut sich nicht was wegzuschneiden.

Also, Herz weg und der Trieb zur Nahrungsaufnahme  folgen. 🙂

Ernten was da Zeug hält…

Danach ab in den Dorfladen und Pinienkerne hamstern. Dem Käser um die Ecke sein gesamter Vorrat an Parmesan abkaufen und ab in den Keller und die eingelagerten Olivenölflaschen in die Küche schleppen.

Na was wird es wohl?

Ja richtig ein stinknormales Pesto.

Oder doch nicht? Doch ein Pesto wird es, aber stinknormal ist das nicht. Ehrlich…

Ich liebe Pesto über alles, aber leider bekomme ich nirgends ein Pesto, dass einem Pesto ähnlich ist. Wieso? Ja schaut Euch doch mal die Pesto`s an die man für Geld kaufen kann.

Gekauftes PestoEine wahre gemixte Scheisse mit billigen Zutaten, teuer verkauft. Braun, statt grün. Bitter statt erfrischend. Ranzig, statt wohlschmeckend. Ja doch, ich bin eigentlich nicht so aggressiv im austeilen, aber wer mich kennt, bei Fertigprodukten eben schon. Ich mag das Zeug einfach nicht.

Mit Sicherheit kneife ich ein Auge zu, wenn nicht der teuerste Parmesan, Olivenöl und Pinienkerne verwendet werden können. Es gibt Familien die müssen echt auf die Kohle achten und können sich solches teures Zeug einfach nicht leisten.

Dennoch denke ich, dass man ein Pesto selber machen sollte. Und jetzt sind sicher viele enttäuscht, wenn ich schreibe, dass für eine Grossfamilie, bei denen das Budget knapp ist auch ein „ge-faktes“ Pesto erlaubt ist. Bei ihrem nicht originalen Pesto wissen sie dennoch, dass frisch geriebener Hartkäse, Mandeln und erschwingliches Olivenöl drin ist. Schmeckt nicht übel, denn es ist frisch.

Was ich damit sagen möchte ist, dass auch ich nicht zu viel Geld ausgebe für Produkte, die teuer sind und nicht das Halten was sie versprechen.
Mein Parmesan ist ein „Parmigiano Reggiano Extra“ vom Käser im Dorf. Da vertraue ich mal darauf, dass das Preis/Leistungs – Verhältnis stimmt. So frisch gerieben schmeckt er uns auf jeden Fall.

Beim Olivenöl schaue ich darauf, dass ich „Olivenöl nativ extra“ kaufe. Ich habe das Glück, (und die Italiener werden mich hassen) dass ich Olivenöl von einem kleinen Produzenten aus Griechenland beziehen kann. Sehr günstig, da ein Familienmitglied des Produzenten es mir nach seinen Ferien mitbringt.

Olivenöl… da gibt es Geschichten, die schreiben sich wie diese des Weines. Unglaublich, ich habe Olivenölflaschen für 1800 Euro gesehen, die man schnell kaufen könnte. Meine Meinung dazu ist einfach. Ein Olivenöl ist Geschmackssache und daher etwa gleich zu werten wie Wein.

Kleine Anekdote, wenn Ihr noch Lust habt sie zu lesen.

Als ich meine Frau kennenlernte wollte ich alle Register ziehen um bei Ihr Eindruck zu hinterlassen. Wir hatten eine Verabredung (Date) und ich bekochte sie. (Geheimwaffe eines Koches)
Dazu musste natürlich auch ein toller Wein gereicht werden. Das perfekte Dinner halt. „Gab es damals schon :-)“

Château La Mission Haut Brion 1998

Gut, ab in den Weinkeller und ein Château La Mission Haut Brion 1998 wohltemperiert servieren. Ich möchte Euch nicht mit einer Liebesgeschichte langweilen, aber der Wein fand sie (später gestanden) nicht gut.

Was ich damit sagen möchte, ist ganz einfach. Der Château kostete mich 280 CHF, was für mich ein Vermögen war und ist. Solch ein teures Gesöff muss doch schmecken?! Eben Nein, es ist eine Geschmackssache und genau beim Olivenöl ist es das gleiche. Wenn man die Muse hat mehrere Öle auszuprobieren und man dann das finden was einem passt, dann sollte man dieses Öl verwenden, wenn man für sich ein perfektes Pesto herstellen möchte.

Auf jedem Fall, ich habe für mich mein Olivenöl gefunden und sicher hat jeder von Euch sein Favoriten – Öl und genau das ist für Euer Pesto das Richtige.

So nun zu einem heiklen Thema.

Die Pinienkerne. Wie sollte perfekte Pinienkerne schmecken? Nun nicht so, wie diese aus dem Supermarkt. Die schmecken fettig, ranzig und fade.

Also haltet Ausschau nach einem Kolonialwaren – Laden und besucht ihn.
Ihr werdet mit glänzenden Kinderaugen darin alles finden was Ihr schon immer haben wolltet. Ja ich möchte Euch nicht bevormunden und sagen, was Ihr empfinden sollten. Es waren meine Empfindungen.

Mein und Ihr wisst ich mache ungern Werbung, aber mein Schlaraffenland für Gewürze und Nüsse etc. ist der Kolonialwaren Laden Schwarzenbach in Zürich. Da fühle ich mich wie ein Kind im „Toys R Us“. Ich darf da nur hin, wenn es ende Monat ist und der Geldbeutel nicht mehr so viel hergibt. 🙂

Nein wirklich, da kriege ich Pinienkerne die so schmecken wie sie sollten. Genau darum geht es beim kochen, es muss authentisch schmecken.

So, zum Schluss kommen wir noch zum Basilikum. Der muss natürlich aus meiner Aufzucht stammen. 🙂

Schon haben wir fast alle Zutaten die es braucht für ein…

Pesto alla genovese

Zutaten Pesto

Zutaten für 4 Personen

30 g Basilikum, die kleinen Blätter
1 Knoblauchzehe
20 g Pinienkerne
1 Prise Meersalz
60 g frischen geriebenen Parmesan
65 g Olivenöl Extra Vergine

Zubereitung

Basilikum, geschälter, durch die Presse getriebener Knoblauch, Pinienekerne (Nicht geröstet*), Meersalz und Olivenöl in einem Mörser mit Muskelkraft zu einer Paste Mörsern.
Am Schluss den fein geriebenen Parmesan unterrühren und fertig ist.

Wichtig

Es darf (sollte) kein Mixer verwendet werden! Der Basilikum ist sowas von Hitzeuntauglich, dass jede Umdrehung eines Mixer`s, der Wärme entwickelt, ein Todesurteil für die Farbe und Geschmack.

Noch zu erwähnen ist, dass die kleinen Blätter mehr Geschmack und das Herb – Frische mehr zur Entfaltung kommen . Also keine grossen buschigen Blätter verwenden.

Ich Röste die Pinienkerne nicht an. Zum einen (Mein Gusto) möchte ich keine Röstaromen in meinem Pesto. Zum anderen mag ich das leuchtende grün erhalten ohne das Röstbraun.

Zu was man Pesto servieren kann muss ich an dieser Stelle nicht erwähnen. Pasta, einfach nur hausgemachte Pasta.

So nach 1500 Wörtern lasse ich Euch in Ruhe und hoffe Ihr springt jetzt in die Küche und produziert Pesto was das Zeug hält, oder Ihr kauft Samen von Basilikum und sucht eine Fensterbank und produziert später das Pesto. 🙂

Euer Roger


Tomatenessenz – klarer Geschmack


Tomatenessenz (14)Die Tomate in seiner vollen Klarheit und Geschmack

Ich bin noch am ausprobieren, was für eine Suppe ich an Weihnachten Kredenzen werde. So viele herrliche Ideen warten darauf ausprobiert zu werden. Heute jedoch werde ich eine alte bekannte zubereiten. Auf meiner Speisekarte steht sie kalt im Sommer, als Tomatenessenz und im Winter als Abwechslung wird sie heiss serviert.

Power in der Essenz

Für die Kraft der Suppe braucht es erntefrische Tomaten aus dem Garten. Es versteht sich von selbst, dass um diese Jahreszeit der Garten keine Tomaten mehr hergibt. Da muss die verachtete Dose herhalten. Persönlich verachte ich die „Pelati“, also Dosentomaten gar nicht. Natürlich kommt es auf das Gericht an. In meinem heutigen tun, passt es.

Pelati (von ital.: pelare=schälen

Dosentomaten sind für mich ganz klar „Der konservierte Sommer“. Sie machen nicht nur glücklich, sondern haben auch einen sehr hohen Glutamingehalt.
Glutamin ist eine Aminosäure, die im Körper wichtige Funktionen übernimmt. Glutamin kommt in hoher Konzentration in der Muskulatur vor und stellt damit unter anderem einen Baustein für den Aufbau von Körpergewebe dar. Das scheint auch der Grund zu sein, warum viele Sportler es als Nahrungsergänzung vor und nach intensiven Belastungen zu sich nehmen.

Einfach nur geniessen

Ich geniesse die Tomate aus dem einfachen Grund. Ich liebe das fruchtige mit der Säure und trotzdem hat sie was süsses. Einfach eine perfekte Frucht um den Süden in die Schweiz zu holen.

Zub_Tom_ess (2)

Die Mise en place

Für meine Tomatenessenz brauche ich eine Dose Pelati, eine kleine Zwiebel oder noch besser Schalotte, da diese nicht so nach Zwiebel schmeckt. Die Essenz wird ja nicht gekocht und da kann die Zwiebelsäure auch nicht weg gekocht werden. 🙂
Weiter brauche ich noch eine Knoblauchzehe. Etwa 30 g weisser Balsamico und mein selbstgemachtes Basilikumsalz. Im Kühlschrank habe ich noch 2 Tomaten mit Stil gefunden, was hervorragend ist. Tomatenstile geben sehr viel Geschmack ab. Also ebenfalls rein Schnipseln. Pfeffer aus der Mühle darf auch nicht fehlen, nebst der Prise Zucker.

Zub_Tom_ess (3)So nun alles in ein hohes Gefäß, ich verwende ein Litermaß, damit nichts daneben geht, wenn ich gleich mit dem Pürierstab alles zerkleinere. Gut gemixt gebe ich die Suppe in eine kleine Stoffwindel.

Zub_Tom_ess (4)Dafür habe ich immer zwei ungebrauchte 🙂 für die Küche bereit. Das ganze schnüre ich zu einem Päckli und hänge es kreativ über Nacht auf, damit die Essenz aus dem gebundenen entweichen kann.

Zub_Tom_ess (5)Aufgefangen wird das ganze in einer Glasschüssel, dann kann ich mich auch gleich an der Klarheit erfreuen. 🙂

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Wie ich schon Vorwegs erwähnt habe, kann die Tomatenessenz, kalt oder heiss serviert werden. Falls ich die Suppe heiss serviere, dann gibt es noch ein Ricotta-Basilikum – Nockerln dazu. Die mache ich mit frischem Basilikum, Ricotta natürlich und als Bindemittel ein wenig frisch geriebenes Toastbrot. Salz, Pfeffer und fertig ist. Die Nockerln gebe ich kalt in die heisse Essenz. Das Nockerl schmilzt sich zart in die Suppe hinein, ein Genuss!

Tolle Vorspeise, einfaches Rezept, begeisterte Gäste.

Viel Spass beim Essenzen

Euer Roger