Alexander im Schlafrock


Das Wochenende mit etwas süssem versüssen, das kommt gerade richtig. Ich dachte da an einen Apfel im Schlafrock. Doch nach einer kurzen Überlegung, änderte ich mein Vorhaben. Ein Apfel im Schlafrock kommt sicher gut daher, mit feiner Vanillesauce.

Heute wollte ich aber mal wieder eine Ableitung kreieren. Ich sah beim Einkauf wunderbar reife Birnen, eine Alexander, also wieso auch nicht, mal der Birne einen Mantel umlegen, bei dieser Kälte da draussen.

Birne_im_Schlafrock (74)Klar war mir aber auch, dass ich der Birne den Schlafrock anders umlegen musste, rein aus der Anatomie der Birne heraus. Da verpasste ich der Alexander Birne ganz einfach mal ein paar gezuckerte Blätterteigstreifen.

Die Füllung habe ich gleich gehalten wie bei dem klassischen Apfel im Schlafrock.

Was weiss ich über Birnen?

Die Birne ist eine fleischige, dünnhäutige Frucht eines mehrjährigen Laubbaumes.

Sie ist eine klimatische Frucht, die durch das reifen weich wird und sie hat einen unverwechselbaren Geschmack und Textur.

Viele der populären Birnensorten gibt es schon seit Jahrhunderten. Über viele Jahre hinweg hat man an neuen Sorten gearbeitet und zu einem gewissen Grad war das auch untötig. Es gibt zwischen 3000 und 4000 aufgezeichnete Birnensorten, aber nicht mehr als 30 Sorten der häufigst angebauten sind essbar.

Birnenbäume sind bekanntlich langsam in ihrem Wachstum. Die Obstbauern verdienen erst nach langer Wartezeit an der Ernte. Ein altes Sprichwort sagt: „Pflanze Birnen für deine Erben“.

Zu meiner Birne

Alexander_BirneDie Kaiser Alexander

Diese Birne unterscheidet sich mit einer eleganten Vielfalt an Merkmalen von anderen Birnen.
Alle die mit dieser Birne vertraut sind, schätzen ihr zartes Fleisch und ihren süssen Geschmack.

Diejenigen, die diese Birne noch nicht versucht haben, werden wahrscheinlich überrascht sein und sich freuen, was sich unter der braunen Haut verbirgt. Das Fruchtfleisch hat eine feine Textur und einen halbschmelzenden, saftigen und süssen, angenehm edlen und eher milden Geschmack.

Die Kaiser Alexander Birne unterscheidet sich aus guten Gründen, von anderen Birnen.
Sie hat ein lang, gebogener Stiel und ein elegant verlängerten Hals, der sich allmählich zu einem vollen, abgerundeten Bauch entfaltet.

Sie besitzt eine Silhouette, die einzigartig unter den Birnen ist. Die Birne ist auch einzigartig in ihre Farbe. Ein warmes Braun, fast Zimtig. Mit einer leichten Berostung auf der Oberfläche ihrer Haut.
Die Berostung kann die gesamte Oberfläche der Birne bedecken oder sie kann nur über einen kleinen Teil der Haut zu sehen sein.

In jedem Fall wird dabei die Qualität der Früchte nicht betroffen. In der Tat, nehmen viele Künstler die berostete Birne in ihren Gemälden, Zeichnungen und Fotografie auf, weil sie eine natürliche Schönheit wiederspiegelt.

Die Sorte wurde Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich als Zufallssämling entdeckt und ist bis heute eine der bedeutendsten europäischen Birnensorten geblieben.

Birne im Schlafrock

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Zutaten für 4 Personen

4 gleich grosse Alexander Birnen

50 g gemahlene Mandeln
1 EL Honig
1 EL Zucker
1/2 Saft und Abrieb einer Zitrone

Ca. 120 g Blätterteig

Zubereitung

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Als erstes stelle ich die Mise en place zusammen, damit das backen nachher zügig voran geht.

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Für die Füllung, reibe ich eine halbe Bio-Zitronen ab und presse den Saft der halben Zitrone aus.

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Die gemahlenen Mandel, Honig, Zucker, Abrieb und der Zitronensaft mische ich in einer kleinen Schüssel und lasse die Masse etwa eine viertel Stunde ziehen.

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Nun schäle ich die Birne, dabei lasse ich den Stiel dran. Auf der Unterseite der Birne habe ich ein wenig abgeschnitten, damit sie einen guten Stand hat.

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Die Birne mit einem Pariserlöffel aushöhlen, dabei verwende ich den kleinen Kugelausstecher. Nicht zu tief aushöhlen, damit die schöne Form der Birne erhalten bleibt.

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Blätterteig zur Hand nehmen und ihn zu einem Rechteck, etwa auf die Dicke von 2 Millimeter ausrollen.

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Der Teig mit Eistreiche (Ganzes Ei, ein Tl. Sahne und eine Prise Salz) einpinseln.

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Die ganze Fläche mit Kristallzucker bestreuen. Dabei darauf achten, dass der Zucker gleichmässig verteilt ist.

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Mit dem Rollholz leicht über den Teig rollen, damit sich der Zucker gut mit dem Teig verbindet.

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Mit Hilfe eines Massstab dünne Streifen schneiden. Etwa einen halben Zentimeter in etwa. Beim schneiden nehme ich ein Teig-Rollschneider oder ein Pizzaschneider.

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Die Birne noch mit etwas Eistreiche einpinseln, bevor sie vom Blätterteig umgarnt wird.

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Beim Stielansatz beginne ich mit den Blätterteig streifen. Ich umwickle die ganze Birne sorgfältig. dabei achte ich, dass die Blätterteig streifen leicht übereinander gelegt sind.

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Die streifen werden einfach aneinander gesetzt, bis die Birne ganz im Schlafrock eingewickelt ist.

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Zum Schluss fülle ich die Birne mit der Mandelmasse.

Die Kaiserliche Alexander Birne ist nun bereit für die Backzeit. Im Ofen bei 180 Grad für 25 Minuten sichtbacken.

Was wäre ein Obst im Schlafrock ohne eine Vanillesauce. Also mache ich dazu noch einige Liter der feinen Sauce. Bei uns zu Hause wird die Vanillesauce beinahe getrunken, aus diesem Grund muss ich immer das doppelte zubereiten, damit es reicht.

Vanillesauce

VanillesauceZutaten für 3,5 dl Sauce

200 g Milch

100 g Sahne

1/2 Vanilleschote

30 g Zucker

40 g Eigelb

1 Essl. Maisstärke

Zubereitung

Milch und die ausgekratzte Vanille aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen.

Zucker, Sahne und die Maisstärke verrühren. Zu der noch heissen Milch dazu geben und aufkochen.

2-3 Minuten unter ständigem Rühren kochen lassen, damit der Stärkegeschmack etwas verschwindet.

Vom Herd ziehen, wenn es nicht mehr kocht, die Eigelb unterrühren. Die Sauce durch ein Haarsieb passieren und mit einer Klarsichtfolie zudecken, damit sich keine Haut auf der Sauce bildet.

Eine kleine Abwechslung

Ich finde das ist mal eine gelungene Abwechslung in der Welt des Schlafrockes und gibt der Birne die Chance sich toll zu präsentieren.

Was für Obst oder Früchte würdet Ihr noch in ein Schlafrock packen?

Schreibt mir doch in einem Kommentar, was Ihr schon gemacht habt, es würde mich sehr interessieren.

Vielen Dank

Euer

Roger


Drei Könige – königliches Gebäck


Heute war es wieder so weit. Der Dreikönigstag oder „Heilige Drei Könige. In der Schweiz hegen wir die Tradition ein Gebäck namens Dreikönigskuchen zu backen. Vor allem für die Kinder ist dieser Brauch interessant. Da der Dreikönigskuchen ein Geheimnis in sich trägt. Ein Plastikkönig, der in ein der sieben Brote versteckt wird, gilt es zu treffen. Die sieben Hefegebäcke werden aneinander gefügt und als ganzes gebacken. Jeder in der Familie darf nun ein Stück davon nehmen und hoffen, dass er den König erwischt und damit der König im Hause ist, für ein Tag. Üblicherweise darf die Person auch eine Krone tragen.

Die Geschichte hinter dem Dreikönigstag.

Eigentlich wird am 6. Januar das Fest der Erscheinung und Offenbarwerden gefeiert. Zu Griechisch „Epiphanias“.
Die Göttlichkeit von Jesus wird an diesem Tag gefeiert. Im 4. Jahrhundert wurde die Namensgebung „Dreikönigstag“ erstmal erwähnt.
In einigen Länder dieser Erde findet am 6. Januar der Tag der Bescherung statt. Also nicht wie bei uns am 24. oder 25. Dezember.

In Spanien oder Russland wird am 6. Januar Weihnachten gefeiert.

In den orthodoxen Ländern wird nach dem Lulianischen Kalender gerechnet und nicht nach dem Gregorianischen. In Russland kommt „Väterchen Frost und nicht der Weihnachtsmann und das auch am 6. Januar, nicht wie bei uns.

Die Geburt Jesus feierte man früher auch am 6. Januar und nicht wie bei uns an Weihnachten. Die
Früher feierte man am 6. Januar die Geburt Jesus und die Anbetung der „Weisen aus dem Morgenland“. Die ältesten Überlieferungen über die Begehung dieses Festes stammen aus dem Jahr 336.

Ende des 4. Jahrhunderts wurden die Feste voneinander getrennt.

Am 25. Dezember die Geburt Jesus und am 6. Januar die Heiligen Drei Könige.

Die Geschichte der Heiligen Drei Könige nimmt Bezug auf die drei Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern zu dem Stall folgten, in dem Jesus geboren wurde. Sie waren die ersten Heiden, die die Göttlichkeit Jesu erkannten, indem sie vor ihm niederknieten und ihm kostbare Geschenke überreichten. Im Matthäus-Evangelium steht dazu: „Weise, Magier oder Sterndeuter kamen aus dem Morgenland, um dem neugeborenen König der Juden zu huldigen.“ und „Und siehe, der Stern den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis dass er kam und stand oben über, wo das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria seiner Mutter, und fielen nieder und beteten und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Durch das Gold wird Jesus mit dem kostbarsten Gut beschenkt und geehrt. Myrrhe symbolisiert das Mensch sein und das (spätere) Leiden Jesus, Weihrauch steht für seine Göttlichkeit.

Caspar, Melchior und Balthasar hiessen nicht immer so.

Im 6. Jahrhundert hiessen sie noch Appelius, Amerius und Damascus. Die heutigen Namen erhielten sie erst im 8. Jahrhundert.

Ebenfalls im 8. Jahrhundert wurden sie als Könige bezeichnet. Vorher sprach man von Magiern, Weisen oder Sterndeutern.
Ab dem 12. Jahrhundert wird einer der drei Weisen mit schwarzer Hautfarbe dargestellt.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich noch weitere Symbole, die auf die Zahl Drei Bezug nehmen, zum Beispiel sollen die Könige aus drei verschiedenen Kontinenten kommen und entsprechend drei verschiedene Hautfarben haben oder die drei biblischen Stämme und Nachkommen der Söhne Noahs (Semiten, Chamiten und Japhetiten) symbolisieren.

Anfangs wurden die Heiligen Drei Könige als Jüngling, Mann und Greis abgebildet und sollten so das Lebensalter demonstrieren.

Heute wird auf Bildern meistens Caspar als Myrrhe überreichender Afrikaner abgebildet, Melchior hat europäische Gesichtszüger und schenkt Gold, und Balthasar bringt Weihrauch und ist asiatischer Herkunft.

Übrigens kommt auch die Bezeichnung des Kasperl im (Kinder-) Theater vom Caspar der Heiligen Drei Könige. Er war bei den Drei-Königs-Spielen oft als etwas komische Gestalt dargestellt worden und hatte es so zu großer Beliebtheit beim Volk gebracht.

Die Heiligen Drei Könige (die übrigens nie förmlich heilig gesprochen wurden) sind Schutzpatrone der Reisenden und Gastwirte, Spielkartenhersteller und Kürschner, außerdem halten sie das Böse fern von Häusern und Ställen.

Nun lasse ich die Geschichte mal Geschichte sein und möchte hier auf meinem Blog das Rezept präsentieren.
Eigentlich habe ich den Drei Königskuchen schon am Sonntag Morgen gebacken. Die erste Backübung ging aber in die Hose, wie man so schön sagt, wenn was nicht geklappt hat.

Der Grund liegt vermutlich darin, dass ich am Vorabend etwas zu lange wach war.
Am Samstagabend hatten wir Freundinen von meiner Frau auf Besuch. Ich durfte auch an diesem Abend in der Küche zaubern. Wir haben köstlich gegessen und getrunken. Es kann sein, dass ich ein Bier zu viel erwischt habe, denn nach drei Stunden Schlaf stand ich völlig neben den Schuhen.

Backe niemals, wenn Du neben den Schuhen stehst! 🙂

Meine liebe Frau hatte das Kommando am Sonntag Morgen übernehmen müssen um das Frühstück zu machen. Das einzige was ich gemacht habe, war der Dreikönigskuchen. Oh Schreck, wirklich neben den Schuhen. Ich habe die Butter vergessen im Gebäck. Der Hefeteig zu kurz gehen lassen. Das Resultat kommentiere ich hier nicht.

Die Lösung war einfach, 1 Stunde Mittagsschlaf. Diese Lösung hat auch geholfen.
Zuerst mal das Rezept und bitte vergesst die Butter nicht! 🙂

Dreikönigskuchen

Drei_Koenigs_kuchen_1

Zutaten

500 g Mehl

60 g Butter 🙂

3 dl Milch

20 g Frischhefe

1 Zitrone (1/2 Zitronenabrieb)

30 g Sultaninen

10 g Mandelblättchen

7 g Salz

45 g Zucker

1 Ei

Zubereitung

Das Mehl, Zitronenabrieb, Salz in einer Schüssel vermengen.

Die Milch auf 40 Grad erhitzen, die Hefe, Zucker und die Butter dazu geben und auflösen lassen.

Sultaninen und die Milchmischung zu dem Mehl geben und kräftig für 10 Minuten durchkneten.

8 Portionen von je ca. 120 g abwägen.

drei_koenigs_kuchen (1)

drei_koenigs_kuchen (2)drei_koenigs_kuchen (3)drei_koenigs_kuchen (4)drei_koenigs_kuchen (5)drei_koenigs_kuchen (6)drei_koenigs_kuchen (7)drei_koenigs_kuchen (9)Die Kugeln aufschleifen, dabei eine ganze Mandel als König in eine der Kugeln stecken. (Ich möchte kein Plastik in meinem Gebäck) Eine Kugel auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, die anderen Kugeln gleichmässig darum herum verteilen, zugedeckt bei Raumtemperatur nochmals ca. 30 Min. aufgehen lassen. Mit Ei bestreichen, verzieren mit Mandelblätter.

Für 30 Minuten in der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens backen.

Herausnehmen, auf einem Gitter auskühlen.

Wer wird wohl der König oder die Königin?
Wir lassen und überraschen und geniessen das feine Hefegebäck.

Übrigens ich darf erst am Schluss ein Stück aussuchen. Es könnte ja sein, dass ich weiss wo die Mandel (König) ist.
Wie ich meiner Tochter immer sage: Ich bin sowieso der König, meine liebe Frau die Königin und die Wonneproppen unsere Prinzen und Prinzessinnen.

Königliche Grüsse
Euer
Roger


Oma`s Apfel – Vollkornstrudel


Die Wiener mögen es mir verzeihen. 🙂

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Ich suchte nach einem Weihnachtsgebäck, oder Dessert. Wurde in der Rezept-Notizschachtel fündig. Über die Jahre hinweg meines Backens und kochen habe ich viel Rezepte gesammelt, die einfach auf ein „Fresszettel“ geschrieben wurden. Es sind zum Teil für mich sehr wertvolle Rezepte, wie zum Beispiel die Randnotizen meiner Oma. Alle Rezepte habe ich eine Holzkiste gepackt und nach und nach stöbere ich darin und finde kleine Goldschätze.

Was ich dieses mal gefunden habe? Ein Apfelstrudel aus der Zeit meiner Oma. Sie hat ihn von Hand aufgeschrieben. Ich habe ihn mit Spannung durchgelesen, was nicht einfach war. Die Handschrift meine Oma ist noch richtig Alt-Hochdeutsch. 🙂

Das Rezept das ich heute hier zum besten gebe, stammt also von meiner Oma und ich habe es Wort für Wort abgeschrieben. Hört sich ein wenig komisch an in der heutigen Zeit. Die Deutsche Sprache wurde, glaube ich, einige male überholt.

Die Zutaten und die Zubereitung war für mich auch etwas spezielles. Normaler Weise mache ich einen Apfelstrudel so wie ich es im „Demmel“ Wien gelernt habe. Ich hatte das Vernügen ende der 8chtziger für 3 Wochen ein Praktikum zu machen als Ausstausch-Patissier.

Natürlich beherrsche ich die hohe Kunst des „Strudel`s“ nicht so wie ein Österreichischer Patissier, aber für Schweizer Verhältnisse kann ich es ganz gut.

Schaut selbst und backt nach…

Viel Spass

Euer Roger

Oma`s Vollkornstrudel

Omas Apfelstrudel

Zutaten für 4 Personen

100 g Mehl
1 Ei
1-2 Essl. flüssige Sahne
6 Mittelgrosse Äpfel
50 g Sultaninen
50 g Mandeln
5 Essl. Zucker
1/2 Teelöffel Zimt
50 g zerlassene Butter

Zubereitung

(Originaltext meiner Oma)
Von Mehl, Ei und Sahne einen weichen Teig machen.
Diese sehr gut kneten, und dann auf ein Tuch, so dünn wie möglich zu einem Rechteck auswalzen, zum Schluss mit den Händen den Teig ausziehen.
Den Teig mit zerlassener Butter bestreichen, Zucker und Zimt, die gemahlenen Mandeln und die geschälten, in dünne Scheibchen geschnittenen, eingezuckerten Äpfel darauf streuen, noch einmal etwas Zucker darüber streuen, dann mit dem Tuch sorgfältig den Strudel zusammenrollen, auf ein gebuttertes Blech bringen, oben mit Butter bestreichen und bei mittlerer Hitze backen, während des Backens ab und zu mit Fett bestreichen und nach dem Backen mit Zucker bestreuen.

Zubereitung in Bild und Schrift

Vollkornmehl, Eier und die Sahne zu einem Teig verkneten.

Vollkornmehl, Eier und die Sahne zu einem Teig kneten.

Der Teig etwa 20 Minuten ruhen lassen.

Der Teig etwa 20 Minuten ruhen lassen.

Bioäpfel waschen.

Bioäpfel waschen.

Das Kerngehäuse entfernen.

Das Kerngehäuse entfernen.

Die Äpfel schälen.

Die Äpfel schälen.

Apfel halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Apfel halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Teig auf einem Tuch so dünn wie möglich ausrollen.

Teig auf einem Tuch so dünn wie möglich ausrollen.

Mit den Händen noch zu einem Rechteck ziehen.

Mit den Händen noch zu einem Rechteck ziehen.

Mir flüssiger Butter bestreichen.

Mir flüssiger Butter bestreichen.

Gezuckerte Äpfel mit Zimt darauflegen.

Gezuckerte Äpfel mit Zimt darauflegen.

Teig satt um die Äpfel einrollen.

Teig satt um die Äpfel einrollen.

Nochmals mit Butter bestreichen und bei mittlerer Hitze backen.

Nochmals mit Butter bestreichen und bei mittlerer Hitze backen.


Christmas time – In der Backstube


Wenn die Küche zur Backstube wird und die Guetzli-Dosen prall gefüllt sind.

Heute mal ein SchwabenbrötleSchwabenbrötle (9)

Guetzli (Kekse) backen gehört zur Weihnachtszeit wie der Tannenbaum, Schnee, Geschenke und Kerzen. Für mich ist die Weihnachtszeit was ganz besonderes. Nicht weil ich einer Landeskirche angehöre, oder fromm bin. Nein einfach, weil es keine schönere Zeit gibt. Im warmen Wohnzimmer zu sitzen und draussen schneit es. Überall Kerzenlichter und ein traumhafter Weihnachtsbaum. Die leuchtenden Augen der Kinder, wenn sie die Geschenke auspacken. Nicht zu letzt all die Köstlichkeiten.

Eigentlich bin ich nicht der Meinung, dass die Vorweihnachtszeit schon im November beginnen soll. Es ist wie bei Nahrungsmittel. Sie sollten in der Saison verwendet werden. Ich hasse, wenn ende November die Schaufenster dekoriert sind.

Bei den Keksen ist das irgendwie anders.

Schwabenbrötle (40)Weiss nicht ob dies aus meiner Kindheit herkommt. Meine Oma hat jedes Jahr um diese Zeit angefangen die Weihnachts-Kekse zu backen und in Dosen gefüllt. Diese gut versteckt, unerreichbar für die Enkelkinder. 😦

Ich habe es geliebt in der Küche mit meiner Oma zu stehen und zu helfen, die Weihnachtskekse zu backen. Dieser Duft, dieser Geschmack!

Aus diesen Erinnerungen heraus habe ich das Kochbuch meiner Oma aus meiner Sammlung geholt und werde die besten Kekse hier auf meinem Blog veröffentlichen.

Nach dem Zimt-Waffel-Keks nun dieses Rezept.

Die Rezepte sind alle original aus dem Kochbuch.

Altes_Kochbuch

Wort für Wort, Zutat für Zutat abgeschrieben. Ich bin ja mal gespannt ob ich das Erbe meiner Oma weiter führen kann und meine Kinder das gleiche Erzählen werden wie ich heute über meine Erinnerungen an Weihnachten.

SchwabenbrötleSchwabenbrötle (3)

Zutaten

150 g Butter
1 Ei
100 g Zucker
100 g Mandeln
1 Teelöffel Zimt
250 g Mehl
Ei zum bestreichen

Zubereitung

Butter, Zucker, Mandeln mit Zimt und Mehl gleichmässig zusammenhacken. Das Ei dazu und rasch zusammen kneten und kalt stellen. 1/2 cm dick ausrollen, Halbmonde ausstechen, mit Ei bestreichen, bei mittlerer Hitze backen.

Zum Glück ist unser Haus dreistöckig und der feine Duft zieht aus meiner offenen Küche direkt ins Büro. Habe mit Absicht die Türe aufgelassen, dass ich beim schreiben von den Düften inspiriert werde. 🙂

Ich habe es auch nicht sein lassen ein paar Fotos davon zu schießen.

Fotoserie

Schwedenbrötle (36) 1

Schwabenbrötle (71)

Schwabenbrötle (36)Schwabenbrötle (8)

Schwabenbrötle (1)