Mayonnaise – schneller als eingekauft?


Heute wird ein kleines Rennen stattfinden.

Dem Kühlschrank ist die Mayo ausgegangen.
Nun nimmt es mich mal wunder was schneller und günstiger ist.

Selber rasch die Mayonnaise herzustellen?

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Oder schnell in den Dorfladen zu gehen und eine Mayo zu holen?

Eingekaufte MAyonnaise

Wer wird gewinnen? We love handmade oder der Einkäuferin? Also werde ich eine neutrale Person ins rennen schicken, die hoch motiviert ist zu gewinnen, denn die Siegprämie ist ein feines, hausgemachtes Wassermeloneneis.

Meine Tochter und ich werden uns gut vorbereiten für diesen Wettstreit. Das Melonen-Wassereis ist bereits im Tiefkühler und meine Tochter durfte das Eis auch schon begutachten, als Ansporn.

Die Rahmenbedingungen:

Der Dorfladen liegt etwa 80 Meter von unserem Haus entfernt.
Ich darf nur eine Vorbereitung tätigen. Nämlich die Eier aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur haben.

Gestartet wird von der Küche aus. Meine Tochter ist angekleidet ausser die Schuhe, die müssen vor der Haustür noch angeschnallt werden.
Ich stehe in der Küche bereit und darf loslegen, wenn meine Tochter die Türklinke berührt.
Filmequipment darf vorher aufgestellt werden.

Bevor es jedoch zum rennen kommt, hier noch die Kalkulation

Hausgemachte Mayonnaise 500 ml

0.72 CHF – 3 Eigelb

0.05 CHF – 7 g Senf, mild

1.91 CHF – 425 g Rapsöl

0.01 CHF – 15 g Weißweinessig

0.15 CHF – Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Wasser

0.20 CHF – Beriebskosten

3.04 CHF Gesamtpreis

Eingekaufte Mayonnaise 500 ml

4.85 CHF Gesamtpreis

Die Preise sind in Schweizer Franken und mit in der Schweiz eingekaufte Lebensmittel. Da wir ca. 15 Minuten von Bad Säckingen wohnen, habe ich die Zutaten mal berechnet mit Deutschen Preisen.

Die selbstgemachte Mayonnaise würde mich per 500ml ganze 1.58 EURO kosten.

Die gleiche Mayonnaise wie ich sie in der Schweiz gekauft habe kostet in Deutschland 1.79 EURO und somit auch etwas teurer als selbstgemacht.

Klar ist, das es immer darauf ankommt, was man für eine Mayonnaise kauft. Hier in der Schweiz gibt es auch riesen Schwankungen im Preis und der Qualität. Seit meiner Kindheit begleitet mich eine bestimmte Marke und ich finde diese Mayonnaise nicht schlecht. (angefixt) Also habe ich mich für diese Sorte entschieden um ins Preisrennen zu gehen.

Ich habe jedoch auch den Preis verglichen mit der billigsten Variante an Mayonnaise. (Geschmack ausser Konkurrenz)

Da würde der Preis auf 2.07 CHF belaufen und somit hätte ich mit der hausgemachten keinen Stich. Das gleiche gilt auch für das Rapsöl, da kann ich auch ein Vermögen ausgeben. Bei meinem Rezept handelt sich um ein durchschnittliches Rapsöl mit einem Preis der für Schweizer Verhältnisse angemessen ist. (4.50 der Liter) In Deutschland kostet der Liter umgerechnet 1.62 CHF, also versuchte ich die Birne mit einer Birne zu vergleichen, damit es ein wenig Objektiver bleibt.

Schlussendlich ist der Preis auch nicht relevant, wenn der Geschmack und die Zutaten stimmen sollten. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

Das Rennen um den Preis habe ich schon mal gewonnen. Wie sieht es aus mit der Geschwindigkeit? Schaffe ich es schneller eine hausgemachte Mayonnaise herzustellen, als ein Einkauf beim Dorfladen?

Damit alles mit rechten Dingen zu und her geht, habe ich ein ungeschnittenes Video gedreht das zeigt wie ich die Mayonnaise zubereite.

 

Leider konnte ich meine Tochter nicht filmen um zu zeigen, wie schnell, oder langsam sie war beim einkaufen der Mayonnaise. Da müsst Ihr mir einfach vertrauen.

 

So nun zu Auflösung:

Tochter 7 Minuten und 42 Sekunden

Papi 8 Minuten und 31 Sekunden

Definitiv verloren!

Trotzdem ein Unentschieden. Preiskampf gewonnen, Zeitmessung verloren. Also werden meine Tochter und ich gemeinsam ein Meloneneis geniessen. 🙂

Als Trost für alle anderen reiche ich gerne noch das Rezept nach.

Wünsche beim ausprobieren viel Spass

Euer

Roger

Mayonaise

Hausgemachte Mayonnaise

Zutaten für 1/2 Liter Sauce

50 g Eigelb, pasteurisiert
7 g Wasser
7 g Senf, mild
425 g Sonnenblumenöl
15 g Weißweinessig
Salz
Pfeffer, weiß, aus der Mühle
Zitronensaft, frisch

Zubereitung

Eigelb und Öl auf Zimmertemperatur erwärmen.
Eigelb, Wasser und Senf in Schüssel gut schaumig rühren.
Öl in feinem Faden unter Rühren mit dem Schneebesen unter die Masse rühren.
Am Schluss den Essig beifügen.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.


Wie ernähre ich meine Zukunft?


Tagtäglich stelle ich mir diese Frage. Wie ernähre ich meine Zukunft!

Was ist meine Zukunft?

Ganz einfach, meine Kinder sind meine Zukunft. Also wie ernähre ich meine Kinder?

Keine Ahnung ob es an meinem Alter liegt, das ich mir vermehrt über die Ernährung meine Gedanken mache. Es geht eigentlich nicht primär um meine Ernährung. In der Vergangenheit habe ich soviel Raubbau an meinem Körper vollzogen, dass eine gesunde Ernährung nur noch eine Verlangsamung meiner eigenen Zeituhr darstellt.:-)

Wie beinahe jeder habe ich in den jugendlichen Jahren gelebt wie fast jeder gelebt hat. Fast-Food, betäubende Durstlöscher, Insolin-Puscher und ein Hochleistung-Schnellessersyndrom. Kurz gesagt, alles gemacht, was angeblich Spass macht, aber wie eine Zeitbombe wirkt.

Mir wurde in der Kochlehre alles beigebracht wie man sich richtig ernähren soll. Habe auch immer wieder gelächelt, wenn ältere Vorbilder (Köche) auf den Gesundheitstripp gekommen sind. Jung, energiegeladen und ohne Verunreinigungen im Körper war ich ja all den Prophezeiungen über schlechte Ernährung gefeit.

Zum Glück habe ich sehr gute Gene mit bekommen, was das Altern anbelangt. Ich wurde immer viel jünger geschätzt, als ich war. Sehr gutes Gefühl, wenn Menschen dir sagen: oh was schon blabla alt, hätte ich nie gedacht.

Die Zeitbombe

Bin nun 47 Jahre alt, sehe für manche Menschen zwar nicht so aus, aber… jetzt rächt sich die falsche Ernährung in der Vergangenheit.
Nun kommt meine Frage ins Spiel. “ Wie ernähre ich meine Zukunft“.
Meine Frau und ich machen uns oft Gedanken darüber, wie fördern wir unsere Kinder, damit sie ein gutes Leben in der Zukunft haben.
Lernen, wie man viel Geld verdient, gute Ausbildung, ethische Grundlagen, dass sind wohl die wichtigsten Grundlagen im zukünftigen Leben???

Stimmt! braucht es alles in einem gewissen Mass. Nun aber meine provokante Erfahrung.

All dieses nützt nichts, wenn man sich zu Tode isst!!!

Stimmt’s?

Genau da kommt meine innerliche Wut zum tragen. Hat wohl mit dem „Papi sein“ zu tun, dass ich seit der Geburt meiner Kinder auf gesunde Ernährung schaue.

Wut? Warum und auf was?

Ganz einfach, die Industrie ist Schuld?!

Fertigprodukte, Tütennahrung, manipuliertes Scheinfutter das gesund sein soll, Dosen, TK und Vakuummenüs, Pulver und Trockenmischungen. Nur noch mit Wasser anrühren und fertig ist. Schnellimbiss, überdurchschnittlich haltbare gepanschte Lebensmittel. Alles schmeckt gleich lecker! Zucker da, Zucker dort, Säuerungsmittel hier und da.
Da kommt noch eine nicht verständliche Zutatenliste um die Ecke. NA BRAVO!

Anmerkung in eigener Sache: Ich, ausgebildeter Koch, langjähriger Küchenchef habe oft keine Ahnung, was da alles in einer solchen Packung drin sein soll. Zum Glück gibt es Suchmaschinen, da kann man die Wahrheit über E100-Horror herausfinden. 🙂

NEIN, nicht nur die Industrie ist Schuld, sondern wir!!!
Würden wir uns so verhalten wie es unsere Grossmütter getan haben, dann würden die Industrie gar keinen Absatz finden und diesen Mist gar nicht produzieren.

Das Oma-Prinzip

Koche, was die Speisekammer hergibt. Sehr einfach zu verstehen. Oder habt ihr in der Speisekammer E132, E240, emulgierte Fettsäure, oder Hefeextrakt in der Kilopackung? NEIN!

Ich muss nicht auflisten, was eine grossmütterliche Speisekammer hergibt, auf jeden Fall nur Dinge die in meinen Augen als Grundnahrungsmittel gelten.

Die Pflicht der Eltern!

Was gehört zu den Pflichten der Eltern? Pädagogische Aktivitäten, viel Liebe und die Vorbildfunktion lasse ich hier mal aus. Ich betreibe ein Food-Blog und bleibe daher beim Thema.

Gesunde, abwechslungsreiche, frische Ernährung, dass ist unsere (verdammte) Pflicht. Nun kommen meine lieben Kritiker auf den Plan.
KEINE ZEIT um so aufwendig, frisch und gesund zu kochen. Oft fehlt auch das nötige Geld.
Da habe ich nur ein müdes lächeln übrig. Geld und Zeit habe ich auch nie genügend.

Im Detail sieht die Wahrheit nämliche düstern aus für meine Kritiker.
Zur Grossmutter`s Zeiten, wie sah es da aus mit der Zeit?

Waesche_waschenVon Hand die Wäsche waschen, von Hand das Geschirr spülen, Bügeln ohne Dampf? Ging das schneller als heute? Vier und mehr Kinder im Haushalt. Einkaufen ohne Online dingsda. Briefe schreiben, Marke aufkleben und auf die Post bringen. Keine Email. Einzahlungen mit Postbüchlein und von Hand eingetragen, ohne Online – Banking. Aufwendiges „Selbermachen“ ohne die Fertigpizza.
Oft denke ich, was ist mit der Zeit geworden. Ticken unsere Uhren heute schneller als früher?

Dabei helfen uns doch so viele Geräte um die Arbeit schneller zu erledigen.
Oh mein Gott ich hätte viele Zeitersparnise der heutigen Zeit im Kopf, aber nur kurz umschrieben wollte ich nur aufzeigen, dass die Grossmütter viel, viel mehr zu tun hatten als die Hausmänner und Frauen in der heutigen Zeit. Der einzige Faktor, den ich gelten lassen kann, ist, dass oft beide Elternteil arbeiten müssen um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Leben ist teurer geworden: Flachbildschirme, Äpfel-Geräte, Dubai-Ferien, Zweitwagen, Luxusartikel sind heute wesentlich teurer als zu Oma`s Zeiten. (Zynismus)

Die Grossmütter haben es gebacken bekommen, warum wir nicht?

Wie teile ich meine Zeit ein, damit eine 6 köpfige Familie zu ihrem gesunden Essen kommt?

Meine Frau und ich sind 100% Berufstätig, also ein guter Grund die Pizza aus dem Tiefkühlregal zu konsumieren. NEIN, das Zeitmanagement ist der Schlüssel dafür, dass wir eine gesunde Ernährung geniessen können. Also die Zeit die wir haben, vernünftig einzuteilen.

Zeitfresser im 21. Jahrhundert

Das Internet, Smartphone, Fernseher, Online-Games und auf der Spielkonsole sind wohl der grösste Zeitfresser der heutigen Zeit.

Viele Familie die ich kenne sitzen vor der Glotze, den Äpfel-Geräten und ziehen sich Dinge rein, die nicht mit Kreativität und Produktion zu tun haben. Was für ein Endprodukt habe ich, wenn ich vor der grossen Glotze sitze und von 20.00 Uhr bis zum Einschlafmodus konsumiere?

Ein Film der 90 Minuten unproduktiver Input hergibt, diese Zeit kann doch irgendwie anders genutzt werden.
Eine Aktivität bezüglich gesunde Ernährung ist für uns die Menüplanung des nächsten Tages. Vorbereitungen (Mise en place) zu tätigen für das kommende Mittagsmenü.
Das ist doch genau so schön, wie ein inhaltsloser Movie. (Nichts gegen gute Filme)
Wenn dies noch mit der ganzen Familie stattfinden kann, dann ist das ein wahres Geschenk. Kochen als Familie-Aktivität, wie wunderbar!

Erlebnis – Gastronomie in der Familie

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Vor langer, langer Zeit waren Spiele wie Eile mit Weile, Monopoly, und Kartenspiele eine traditionelle Aktivität in den Familiären Stuben und beinahe eine Alltäglichkeit. Ich schreibe da vielleicht noch von der fernbediehnungsfreien Zeitepoche. 🙂

Das zubereiten von gesunder Nahrung kann ebenfalls wie ein Spiel vollzogen werden. Einfaches kochen als Familienspiel und das Menu ist vollendet. 🙂

Das Rezept

Ich pflege ein Rezeptbuch mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln wie Brot, Salatsauce, Ketchup, Mayonnaise, Blätterteig, Fonds etc.

Wir stellen ein Menüplan zusammen, der aufzeigt was es zu Mittag und Nachtessen gibt. Danach können wir frühzeitig vorbereiten.

Beispiel: Wir haben Chicken Nuggets am Donnerstag auf dem Plan und ich habe am Dienstag noch etwas Luft, dann bereiten ich die Nuggets schon am Dienstag zu, dann habe ich am Donnerstag etwas Luft für… und so weiter.
Ich schreibe mir auch ein Familien-Produktionsplan auf, was ansteht an Zubereitungen. Salatsaucen, Fonds, Nudelteige etc.

Zum Beispiel für Sonntag ist immer ein Zopf auf dem Plan.20131006_67 Also, wird am Samstag Abend der Teig angesetzt und Sonntags mit der Tochter gezöpfelt.
Die Kinder werden bei uns sehr stark miteingebunden. Erstens lernen sie die Nahrungsmittel kennen. Zweitens kommt das lesen lernen auch nicht zu kurz. Oft dürfen sie meine Rezepte laut vorlesen und dann Schritt für Schritt bereit stellen. Dazu gehört auch das umrechnen der Rezepte, von 10 Personen auf z.B. 6 Personen.

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Durch die Mise en place lernen meine Kinder, wie sie ein Ziel erreichen können. Das Ziel ist eine knusprige, saftige, wohlschmeckende Pizza aus dem Ofen ziehen zu können. Also was für Schritte benötigt es um solch ein Ziel zu erreichen? Was für Zutaten braucht es dazu? Welche Werkzeuge benötigt man?

Diese Vorgehensweise wird bei uns im Leben auch benutzt um andere Ziele zu erreichen und das lernen unsere Kinder beim „spassigen kochen“.

Ziel einer meiner Söhne: Mit einer Seifenkiste das alljährliche Dorfrennen zu bestreiten und zu gewinnen. 🙂
Das hört sich an, wie, wenn der Papi kurz vor der Zubereitung der Weihnachtsgans stehen würde.

Genau da kommt aber die Vorgehensweise ins Spiel, wie bei einem Rezept und deren Zubereitung.

Mein Sohn hat das Ziel auf ein Blatt geschrieben. Ähnlich wie die Rezeptbeschreibung „Weihnachtsgans a l“.

Nun schreibt er auf, was es braucht an Zutaten für die „Seifenkiste“

23 80ziger Nägel
4 Pressplatt aus Holz
1 Lenkrad
4 Blabla
12 Bliebli
und so weiter.

Die Zubereitung entspricht dann dem Zusammenbauen der fahrenden Kiste.:-)
Durch das Lesen der Rezepte und das Vorbereiten und Fertigstellen lernt man die Abläufe sehr schnell. Im Kopf können die nötigen Arbeitsschritte durchlaufen werden und dies vereinfacht das Umsetzten enorm.

Kochen ist eine richtige Lebensschulung. Meine Kinder sind schon sehr routiniert in solchen Sachen und sie berichten immer wieder von der Schule, dass ein Projekt wie eine Zubereitung gewesen sei. Sie hätten nichts an „Zutaten“, „Werkzeuge“ und Abläufe vergessen.

Dieses nebenläufige Training, wie man ein Projekt erfolgreich abschliessen kann, ist aber nur ein Nebenprodukt.
Unsere Kinder lernen noch viel mehr beim kochen mit „Mami und Papi“. Teamgeist zum Beispiel. Wenn drei Kids an einem Schokoladenkuchen arbeiten, dann muss die Kommunikation und das Timing stimmen. Die Absprache, wer tut was und wann ist bestimmend für das Gelingen des Kuchens. Die Belohnung, nämlich das gemeinsame geniessen der Schokopracht ist dann die grosse Krönung. 🙂

Der Umgang mit Lebensmittel und woher sie kommen und das nachhaltige Verwerten ist dann noch die ethische Schulung der Kinder. Dazu kommt noch das nicht aufgeben, wenn mal was nicht klappt. Beharrlich sein, immer und immer wieder üben. Das genau arbeiten mit der Waage fördert die Motorik und das Zahlenverständnis.

Oh ich komme richtig ins schwärmen, wenn ich darüber schreiben kann, was das kochen für eine Lebensschulung sein kann.

Nun aber zurück zur Ernährung

Fazit

Was dieser Artikel rüberbringen soll, ist ganz einfach. Die Ernährung und dessen Zubereitung sollte wieder in den Vordergrund gestellt werden. Ist man gut ernährt, hat man auch mehr power für`s Leben.

Jedermann sollte das frisch kochen zu einer Hauptaufgabe neben der Hauptbeschäftigung machen, denn es ist der Treibstoff, der uns an die Ziele bringt.

Ernährt unsere Zukunft gesund und bringt der Zukunft das gesunde kochen bei und es wird eine Zukunft geben.

Traditionen die weitergeführt werden sollten

Die Mutter bringt der Tochter das kochen bei, die Tochter bringt das kochen ihrer Tochter bei.
Aber halt mal… Der Vater bringt dem Sohn das kochen bei, der Sohn bringt seinem Sohn das kochen bei. 🙂
Einfacher und gleichberechtigter hört sich das so an:
Die ältere Generation bringt der jüngeren Generation das kochen bei und die Generation danach bringt es der nächsten Generation bei.

Vielleicht habe ich jetzt meine Leser etwas verärgert mit meinem Artikel, da ich kein Rezept veröffentlicht habe, aber meine Wut über falsche Ernährung steigt stetig und ich kann es nicht fassen, wie die Industrie uns mit Nahrungsmittel zudeckt, die uns auf Zeit wahrhaftig zugrunde richten und keiner braucht.

Lasst uns vieles wieder selber machen und wir wissen wenigstens was wir uns antun. 🙂

we love handmade
Euer
Roger


Als Gast zu Besuch bei Sugarprincess


 Sugarprincess

 Ihr dürft Sie ebenfalls besuchen, einfach auf das Bild klicken und Ihr seit in einer faszinierenden Küche und Backstube.

Ein Gastbeitrag zu verfassen ist für mich eine Premiere.

Bin auch schon mächtig nervös, da meine Stärken eher im kochen liegen als im schreiben. 🙂

Ich bin sehr stolz, dass ich zu Gast sein darf bei einer bemerkenswerten Power-Frau.


Spargellasagne


Spargellasagne

Die Spargelsaison neigt sich dem Ende zu. Zumindest im Frickthal werden die letzten Kilo`s gestochen und da habe ich nochmals eingekauft.
Damit der Spargel genügend Zeit hat, durchzuwachsen und zu einem grünen Busch wachsen, endet die Saison am Johannistag.

Der Johannistag

Ein Prediger aus dem Jordan, der leibliche Vetter Jesu, Johannes der Täufer ist der einzige Heilige, dessen Geburtstag noch heute wahrgenommen wird. Abgesehen von der Gottesmutter Maria. Daher stammt der Johannistag.

Heute wird der Johannistag als Sommerhöhepunkt gefeiert. Es ist die kürzeste Nacht des Jahres. Am 24. Juni scheint die Sommersonne am längsten. Sofern keine Bewölkung oder gar Regen angesagt ist. 🙂
Die Sommersonnwende wird im Brauchtum durch „Lichtverstärkung” gefeiert. Wenn das Licht schwächer, es also Abend oder Nacht wird, entzündet man Feuer, um das Licht zu „verstärken”, die Nacht zu erleuchten, in der Nacht dem Licht über seine momentane Schwäche hinweg zu helfen.

Da dieses Brauchtum auch zum christlichen Festanlass passte, wurde es übernommen. Der Johannistag wurde zur „Sommerweihnacht”. Für diesen Tag galten strikte Vorschriften: unziemliche Trinksitten, Händeleien oder Ähnliches waren verpönt. Die Unverheirateten tanzen, oft bis zur Erschöpfung, um das Feuer. Zum Johannisfeuer gehört der segenbringenden Sprung über das Feuer. Er überwindet Unheil, reinigt von Krankheit und wirkt je besser, je mehr über das Feuer springen. Wenn ein Paar sich bei diesem Sprung nicht losließ, so deuteten dies die Menschen früher als ein gutes Zeichen für eine bald bevorstehende Hochzeit.

Um „alles Unglück für das kommende Jahr abzuwaschen”, gehörten mancherorts „Quellgänge” zum Johannistag. Es musste fließendes Wasser aus Quellen oder Bächen sein, in dem man die mit Blumen geschmückten Frauen besprengte.

Zum Johannistag gehörten früher Johanniskränze aus siebenerlei oder neunerlei Kräutern und Pflanzen, z.B. Bärlapp, Beifuß, Eichenlaub, Farnkraut, Johanniskraut, Klatschmohn, Kornblumen, Lilien, Rittersporn und Rosen. Über jeder Tür und jedes Fenster gehängt, soll der Kranz vor Geistern und Dämonen schützen, die in der Johannisnacht spukten. In Mitteldeutschland warf man den Kranz über das Haus, damit der Segen wirkte. Ein Johanniskranz unter dem Kopfkissen brachte Glück in der Liebe, gleichfalls ein Blütenteppich unter dem Esstisch, das so genannte „Johannisstreu”.

Zurück zum Spargel

Spargel

Bis zum ersten folgenden Frost sind es noch mindestens 100 Tage und genau diese Zeit braucht der Spargel um viel Kraft zu sammeln für das nächste Jahr.

Um genügend Kraft zu sammeln, braucht es die Photosynthese. Um die Energie in sich aufzunehmen, braucht es etwas Grün. Je buschiger das Spargelkraut gedeiht und wächst, desto mehr Energie kann der Spargel in seinen Wurzeln speichern.
Diese Kraft braucht der Spargel um im nächsten Jahr wieder zu gedeihen und schöne Stangen bilden zu können.

Wir veralbern den Spargel eigentlich, wenn wir das mal im Detail anschauen.
Die Absicht des Spargel ist es, einen Stamm in die Höhe wachsen zu lassen, damit sich ein schöner Busch entwickeln kann. Wir unterbrechen jedoch dieses Wachstum, in dem wir den Spargelstamm stechen, bevor er zum Spargelbusch heranwachsen kann.

Dabei muss man darauf achten, dass der Spargel es bis zu sieben mal versucht, dann sollte man der Natur ihren freien Lauf lassen, damit wir im nächsten Jahr wieder Spargelstämme ernten können.

Daraus sehen wir, dass bis zu sechs mal gestochen werden kann und dieser Wachstum geht bis ca. 24. Juni. Der Ertrag kann sich verringern, wenn die ersten Stämme später heranwachsen.
Bei älteren Spargelkulturen kann es oft sein, dass die Kraft nachlässt und man über das Buschwachstum hinaus stechen kann. Das heisst, man kann die Spargelstange stechen bis nichts mehr spriesst. Diese Kulturen sind dann allerdings am Ende und müssen ausgegraben werden und in den Spargelhimmel entweichen lassen.

Bei der Spargel ist es oft so, dass viel Abfall entsteht. Zuerst wird der hintere Teil abgeschnitten und dann gründlich geschält.
Dieses Jahr gab es bei Warna`s nur zweimal weisser Spargel, den Rest der verspeisten Stangen waren im grünen Bereich. 🙂

Der grüne Spargel, wenn er sehr dünn ist und das sind die Stangen aus dem Fricktal, dann schäle ich sie nie.

Ich schneide 1/3 des hinteren Teil ab und schneide diese ins sehr feine Rädchen. Sie werden gesammelt und im Tiefkühler gelagert.

Daraus entstehen dann mein Risotto, Quiche, Strudel oder eben meine Lasagne. Oft sind diese Gerichte das Zeichen, dass die Saison der tollen Stange zu Ende geht.

Spargellasagne

Spargellasagne (6)

Zutaten für 4 Personen

400 g Spargelstangen
40 g Zwiebeln
10 g Knoblauch
20 g Olivenöl
700 g Spargel oder Gemüsefond
35 g Frühlingszwiebeln
25 g mittelscharfe Peperochini
15 g Glattpetersilie
380 g Frische Tomaten (2 grosse Tomaten)
225 g Zucchetti
170 g Appenzeller
150 g Parmesan
8 Blätter Pfefferminze
10 g frischer Basilikum
40 g Frischkäse nach Wahl
300 g Nudelteig

Zubereitung

Der erste Schritt ist die Zubereitung des Nudelteiges für die Lasagneblätter.
Eine geeignete Pfanne erhitzen. Olivenöl dazugeben.
Zwiebeln und Knoblauch fein in streifen schneiden und im Olivenöl andünsten.
Die fein geschnittenen Spargelstangen ebenfalls dazugeben und mitdünsten.
Mit Spargelfond ablöschen und weichkochen.
Tomaten blanchieren, abschrecken und schälen. Entkernen und in Würfel schneiden.
Frühlingszwiebeln, Peperochini waschen und in streifen schneiden.
Pfefferminz, Basilikum und die Glattpetersilie hacken.
Die Zucchetti in Scheiben schneiden, kurz blanchieren und im Eiswasser abschrecken.
Parmesan und Appenzeller durch die Käsereibe treiben.

Kurz bevor die Spargeln weich sind, Kräuter, Frühlingszwiebeln, Peperochini und Zucchetti dazugeben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Frischkäse dazu und ab Schluss die Tomaten darunterheben.
Vom Herd nehmen und die Lasagne weiter zubereiten.

Die Zusammenführung

Den Nudelteig bis zur Stufe 3 durch die Nudelmaschine treiben.
Nudelblätter in der Gratinformgrösse zuschneiden.

Eine Gratinform mit Olivenöl ausstreichen.
Etwas Spargel-Lasagne-Füllung am Boden verteilen.
Roher Nudelteig einlegen.
Weiter Schicht mit Spargel-Lasagne-Füllung auslegen.
Reibkäse darüber streuen.
Weiterer Nudelteig darauf legen.
Nochmals eine Schicht mit Spargel-Lasagne-Füllung einfüllen.
Reibkäse darüber.
Nudelteig.
Spargel-Lasagne-Füllung.
Reibkäse.
Nudelteig.
Die Pfanne mit der Lasagne-Lasagne-Füllung mit etwas Wasser (wenig) ausgiessen.
Damit die obere Schicht Nudelteig bepinseln.
Grosszügig mit Reibkäse bestreuen und bei 160 Grad im Ofen für 40-50 Minuten backen.
Kurz auskühlen lassen und in die gewünschte Portion schneiden.
Servieren und geniessen.

Wird mit Sicherheit nicht das letzte Gericht sein, dass ich aus der Wunderstange zaubern werde.

Bis dahin wünsche ich Euch „En guetä“

Euer

Roger

 


Spargel-Maisroulade


Eigentlich wollte ich eine Spinat-Maisroulade zubereiten. Hatte jedoch weder frischer Spinat noch Tiefkühlspinat im Haus.

Das heisst, doch Spinat hat es im Tiefkühler, jedoch nur Rahmspinat und das funktioniert nicht.

Also versuche ich das ausgedachte Rezept mit grünem Spargel. Ich habe wunderbarer grüner Spargel aus Wölflinswil.

Maisroulade (2)

Wölflinswil ist eine Einwohnergemeinde im Bezirk Laufenburg des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt im Süden der Region Fricktal und grenzt an den Kanton Solothurn.

Bis im Juni werden auf dem Widmatthof täglich einige Kilo Spargeln geernet. Vom Feld landen sie direkt im Hofladen. Dort werden sie im Offenverkauf angeboten, in zwei Kategorien: «Die Krummen etwas billiger, damit für jedes Budget etwas dabei ist», sagt Brogli. Ob krumm oder nicht, dick oder dünn, grün oder weiss. Brogli weiss, dass die Geschmäcker verschieden sind. «Das Wichtigste ist ohnehin die Frische der Spargeln», sagt er. Und diese sei auf dem Widmatthof garantiert. «Am Morgen gestochen, am Mittag verzehrt – und wenn es keine mehr hat, wird die Tafel an der Strasse abgebaut», sagt Brogli mit einem Schmunzeln.

Er rechnet mit einem grossen Andrang und hofft, dass die Temperaturen nicht mehr allzu tief sinken. Schliesslich hat viel Geduld gebraucht, wer bis jetzt auf die einheimischen Spargeln gewartet hat.

Ich liebe solche Produkte. Frisch, frischer, noch frischer geht es nicht. 🙂 Dieser Spargel ist so frisch, dass ich sie sogar als Crudités serviere, also als Rohkost.

Mit diesem Rezept lassen sich so herrliche Variationen zaubern. Für eine fleischlose Mahlzeit gerade richtig und sehr sättigend. Je nach Saison verwende ich Spinat, frische Pilze, die ich zu einer Duxelles verarbeite.

Eine perfekte, experimentierfreudige Roulade, die mit den unterschiedlichen Füllungen daher kommen kann.

Wie so oft habe ich auch heute wieder ein Filmchen mitgebracht. Es zeigt die Zubereitung der Roulade, wie ich es mache.

Viel Spass beim schauen.

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Nun zum Rezept

Spargel-Maisroulade

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Zutaten für 4 Personen

250 g Gemüsefond
230 g Vollmilch
15 g Butter
4 g Salz
1 Lorbeerblatt
95 g Maisgriess, fein
25 g Sauerrahm, 35%
40 g Eigelb
50 g Sbrinz, gerieben
15 g Butter
15 g Schalotten, geschält
5 g Knoblauch, geschält
200 g Spargeln

Salz, Pfeffer, weiss, aus der Mühle

Zubereitung

Schalotten und Knoblauch fein hacken.
Den Spargel wie gewohnt schälen. Der grüne Spargel weniger als den weissen.

Nun den Spargel in der länge bis 3/4 vom Spargel mit dem Schäler weiter runder schälen. So erhalten wir dünne, feine Hobel-Spargel-Späne.

Die Spargelspitzen auf die Seite stellen und kurz blanchiert, als feines Beigemüse servieren.

Die Spargelspäne blanchieren, im Eiswasser abschrecken, abschütten und abtropfen lassen.
Den Spargel gut auspressen.
Schalotten und Knoblauch in Butter weich dünsten.
Den Spargel beigeben, gut weich dünsten, abschmecken und erkalten lassen.

Spargelfond, Milch, Butter, Salz und Lorbeerblatt aufkochen.
Unter Rühren mit dem Schwingbesen den Maisgriess einrieseln lassen und aufkochen.
Bei schwacher Hitze 10-15 Minuten zugedeckt garen (nicht rühren).
Lorbeerblatt entfernen, sauren Vollrahm, Eigelb und geriebenen Sbrinz unter die Maismasse rühren und abschmecken.
Die Maismasse sofort auf einer dicken Plastikfolie gleichmässig ausstreichen. (Roger streut noch gehackter Petersilie auf die Masse)
Den gedünsteten Spargel gleichmässig auf der Maismasse verteilen und sofort satt einrollen.
Maisroulade kühl stellen.
In Tranchen schneiden, regenerieren und anrichten (Tranchen können auch sautiert werden).
Hinweise für die Praxis

Die Füllung der Roulade ist saisonal anpassbar und kann mit diversen Gemüsen, Pilzen, Kernen, Kräutern oder Sprossen variiert werden.

Euer

Roger