Frenchdressing – unspektakulär lecker


Frenchdressing so unspektakulär und trotzdem so was von lecker.

Frenchdressing (25)

Ich habe lange gehadert damit, ob ich überhaupt solch eine Zubereitung veröffentlichen soll. Ehrlich gesagt veröffentliche ich gerne Gerichte die entweder in Vergessenheit geraten sind, oder nicht alltäglich in der Zubereitung.

Als ich jedoch mir das so überlegt habe, dass ich Literweise zubereite und unser Frenchdressing beinahe getrunken wird, da dachte ich mir: doch es ist eine Veröffentlichung wert, dieses kleine Rezept.

Auf dem Markt gibt es so viele Hersteller von „Frenchdressings“, da hat man wirklich die Qual der Wahl. Ausser man hat sich mal solch eine Zutatenliste genauer angeschaut.

Eine sehr viel verkaufte Sauce aus dem Detailhandel habe ich mir mal gekauft und genauer hingeschaut, was da so an Zutaten drin sind. Muss ehrlich gestehen, dass ich nicht geschockt bin, wie so oft bei anderen Lebensmittel aus der Industrie. Doch gibt es einige Zutaten, die meine Oma nicht in der Vorratskammer gehabt hat und ich ebenfalls nicht. 🙂 Also wie zum Teufelchen soll ich denn solch eine Salatsauce zubereiten? 🙂

Frenchdressing gekauft

Wasser, pflanzliches Öl, Glukose-Fruktose-Sirup, Branntweinessig, Zucker, modifizierte Stärke, Salz, Zwiebeln, Molkenerzeugnis, Eigelb, Kräuter, Senfsaaten, Zitronensaftkonzentrat, Gewürze, natürliches Aroma, Weizenmehl, Verdickungsmittel Xanthan.

Frenchdressing hausgemacht

Zwiebeln, Senf, Eigelb, Cayennepfeffer, Pfeffer, Honig, Worcestershire-Sauce, Zitronensaft, Estragonessig, Wasser, Rapsöl, Kräuter nach Wahl.

Weiteres Argument das motiviert zum selber machen sind die Kosten. Schauen wir doch mal was solch eine Salatsauce hier in der Schweiz kostet. Ich bleibe faire und nehme ein Billig – Produkt aus einem der führenden Discounter hier in der Schweiz.

Frenchdressing aus dem Handel:

… – Classic Dressing Fr. 2.60 per Liter

– BIO … french Salatsauce Fr. 11.40 per Liter

Frenchdressing aus der Vorratskammer:

100 g Zwiebeln, geschält     Fr. 0.18

40 g Senf, mild                    Fr. 0.19

40 g Eigelb,                         Fr. 0.12

Cayennepfeffer, gemahlen

Pfeffer, weiß, gemahlen

10 g Honig                          Fr. 0.06

10 g Worcestershire-Sauce  Fr. 0.11

40 g Zitronensaft, frisch       Fr. 0.11

200 g Estragonessig             Fr. 1.00

150 g Wasser

500 g Rapsöl                        Fr. 0.66

Gewürzepauschale               Fr. 0.20

Betriebskosten                      Fr. 0.60

Fr. 3.23

Fazit

Ich komme mit meinem Rezept nicht an den Preis des Discounter heran, dass muss ich zugeben. Was mich das etwas „hässig“ (Schweizerdeutsch“ macht, ist die Tatsache, dass frisch und gesund kochen teurer ist als die Fertigprodukte.

Wen wundert es, dass ich oft (nicht in der Blogger-Szene) auf Kritik stosse, wenn ich meine gesunde Haltung und das Selbermachen propagiere. Viele Familien in der Schweiz und auch in anderen Ländern, können sich die frische Küche und das Selbermachen einfach nicht mehr leisten. Die Zeit fehlt, da beide Partner zu 100% arbeiten gehen müssen und nach einem anstrengenden 8,4 Std. Tag einfach nicht mehr die Muse haben nochmals 1 Stunden in die Küche zu stehen und das zu teurem Geld.

Meine Argumentationen sind da aber Knallhart. Nehmen wir mal an ich spare sehr viel Geld über 20 Jahre lang, in dem ich Fertigprodukte einkaufe. Ich bin vielleicht naiv, wenn ich eine Zahl von 96`000 Franken nehme. Zu dieser Zahl komme ich ganz einfach und sie ist vielleicht nicht repräsentativ, aber ich möchte ein anderes Faktum damit beschreiben. Fertige Produkte kosten durchschnittlich 50% weniger. Wenn eine vierköpfige Familie 800 Franken im Monat braucht für Lebensmittel, dann braucht sie über die 20 Jahre hinweg 192`000 Franken. Davon 50% Ersparnis, macht 96`000 Franken.

Eine Herzoperation durch falsche Ernährung kostet inkl. Spitalaufenthalt 144`000 Franken. Nur gut, dass die Krankenkasse diese Kosten übernehmen.

Der Selbstbehalt „KRANKHEIT“ muss jeder selber übernehmen und diese Kosten sind so hoch, dass ich sie hier nicht beziffern kann!

Ich persönlich investiere lieber viel Zeit in die Gesundheit und das nötige Geld, dass sowieso keiner hat, in unser Wohlbefinden. 🙂

Vom Geschmack habe ich noch gar nicht geschrieben. Selbstgemachtes schmeckt einfach authentischer, natürlicher als die Produkte, die mit Zucker und Geschmacksverstärker und Fetten vollgestopft sind. Die Zeit die ich gespart habe, weil ich nicht stundenlang in der Küche stehen musste, sondern mir die Mikrowelle die Arbeit abgenommen hat, die rechne ich sowieso nie!!! Da die eingesparte Zeit sowieso vor der TV-Glotze zunichte geht.

So jetzt aber zum Rezept

Frenchdressing

Zutaten für 1 Liter Sauce

100 g Zwiebeln, geschält

40 g Senf, mild

40 g Eigelb,

Cayennepfeffer, gemahlen

Pfeffer, weiß, gemahlen

10 g Honig

10 g Worcestershire-Sauce

40 g Zitronensaft, frisch

200 g Estragonessig (oder Eure Essig-Vorliebe)

180 g Wasser

500 g Rapsöl (geht auch Sonnenblumenöl)

Zubereitung

Zwiebeln in feine Streifen schneiden und mit dem Essig und Wasser aufkochen. Etwa 3 Minuten kochen lassen.

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In einer geeigneten Schüssel wird der Senf, Eigelb, Pfeffer, Honig und Zitronensaft mit dem Stabmixer etwa 3 Minuten gut durchgemixt.

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Den Essig mit den Zwiebeln vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Temperatur sollte jedoch nicht unter 65°C fallen.

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Unter ständigem mixen den Sud unter das Eigelbgemisch mixen. Durch das heiss aufmixen erreiche ich eine Pasteurisation.

Am Schluss langsam das Öl untermixen, so, dass eine homogene Sauce entsteht.

Frenchdressing (18)

Je nach Belieben können noch Kräuter darunter gemischt werden. Meine Vorliebe ist Schnittlauch.

Die noch warme Sauce im Kühlschrank abkühlen und danach in eine sterilisierte Flasche abfüllen.

Fertig ist die hausgemachte, gesunde, stolze und wohlschmeckende Französische Salatsauce. Ist ein Kinderspiel, schnell gemacht und die Zutaten hat man immer im Haus. Wir könnten uns nicht mehr vorstellen gekaufte Salatsauce über unser knackigen Salat zu giessen. Das Rezept ist sehr variabel und kann mit Kräuter nach Wahl noch aufgepeppt werden.

Fehlt eigentlich nur noch ein frischer grüner Salat aus dem Garten. 🙂

 

En guetä wünscht

Euer

Roger

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50 Kommentare zu “Frenchdressing – unspektakulär lecker

  1. Danke für dieses tolle Rezept für gesundes French-Dressing. – Was meinst du, wie lange ist das fertige Dressing im Kühlschrank haltbar?

    Liebe Grüße Eva

    • Liebe Eva, danke Dir. Ich wusste lange nicht wie lange das Dressing sich im Kühlschrank hält, da die Zubereitung 1 Liter`s nach einer Woche schon aufgebraucht wurde. Die Kinder, wie meine Frau trinken die Sauce beinahe. 🙂 Da habe ich ein kleines Gläschen abgefüllt und einfach im Kühlschrank stehen lassen, 2 Wochen und es war immer noch in Ordnung. Durch das aufkochen (Essig, Wasser, Zwiebeln) und das heiss aufmixen entsteht eine Pasteurisation und diese Erhitzung macht die Salatsauce haltbarer. Also, wenn die Sauce in einer gut verschließbarer Flasche (Bügelverschluss) aufbewahrt wird, dann hält die Salatsauce bedenkenlos 2 Wochen. Ich sterilisiere die Flasche vor dem abfüllen mit kochendem Wasser. Das fördert die Haltbarkeit noch mehr. Liebe Grüsse Roger

  2. Hallo Roger
    Dachte schon, Du hättest die Lust am Bloggen verloren, dabei schaue ich doch gerne bei Dir vorbei. Die Salatsauce probiere ich mal. Ich verstehe deine Ansicht total, muss aber gestehen, dass ich manchmal auch zu Fertigsachen greife, die Verführung ist gross. Ich finde auch, es muss nicht alles zu jeder Jahreszeit geben, ich staunte letzthin nicht schlecht, dass die Rüebli beim orangen M aus Italien kamen und es keine anderen gab. Noch besser finde ich Kartoffeln aus der Wüste… Schlussendlich muss jeder mit seinem Gewissen kochen, wir steigern uns stetig. Vor allem ist uns aufgefallen, dass Fleisch vom Produzenten einfach viel qualitativer ist und man weiss wo es her kommt, sieht wie es lebte und unterstützt direkt einen Produzenten aus der Region. Wir haben hier ein tolles Projekt, wo es verschiedene Anlässe bei Produzenten gibt, eine sehr interessante Sache.
    Auf jeden Fall wollte ich Dich noch fragen, wie kriegt man eine Kräuterbutte schön schaumig hin, gibt’s da einen Trick? (Entschuldige die Anfrage via Kommentar, ich habe die Kontaktmöglichkeit nicht gefunden).
    Liebe Grüsse, nicole

    • Liebe Nicole, danke für Deine Zuschrift. Ich habe die Lust am bloggen nicht verloren. Private Umstände haben mich gezwungen eine kurze Pause einzulegen. Das Projekt „verschiedene Anlässe bei Produzenten“ hört sich interessant an, gibt es da einen Weg, mehr darüber zu erfahren? Bin gwunderig, ich weiss. 🙂
      Die Anfrage via Kommentar finde ich sogar sehr gut, da viele LeserInnen davon profitieren können. Ich finde es eine interessante Frage. Meiner Erfahrung nach gibt es da nur ein Trick; Die Butter min. 10 Minuten in einer Küchenmaschine (Schneebesen) schaumig schlagen. Dabei wird sie immer heller bis fast weiss. Erst danach alle zutaten unterschlagen. Damit das aufschlagen einfacher geht, lasse ich die Butter etwa 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, dann schlage ich sie auf.
      Einen anderen Trick kenne ich leider nicht. Ganz liebe Grüsse Roger

  3. Selber machen ist auf jeden Fall auch meine präferierte Wahl! Ich habe mich auch schon gefragt, wo du steckst, schön, dass du wieder bloggst.
    Liebe Grüße, Becky

  4. Lieber Roger,
    schön, wieder von Dir zu lesen, ich liebe hausgemachtes French Dressing (seit meiner Zeit in Neuchâtel (ja, ich habe ein Weile dort gelebt in der Welschschweiz 🙂
    Gekauftes habe ich noch nie probiert, bin ich doch auch ein Freund von frischer Küche. Mein Rezept ist Deinem auch ähnlich, allerding mit Sonnenblumenöl und ich bin absolut Deiner Meinung, frisch gekocht kann man mit Fertigprodukten nicht vergleichen und grad an den Kindern merke ich, dass sie es auch sehr zu schätzen wissen und manches Mal die eine oder andere Bemerkung machen, wenn sie mal bei Freunden gegessen haben :-)… (Wobei ich gestehe, Blätterteig gehört zu jenen Produkten, die ich auch ab und zu fertig kaufe, zwar den mit echter Butter, aber gekauft… ).
    Und Kochen ist ja auch was Schönes!!!
    Herzliche Grüße aus Südtirol,
    Kebo

    • Da stimme ich Dir nur zu gerne zu, liebe Kebo. Genau bei Kinder merkt man das nicht nur kurzfristig, sondern nach 10-20 Jahren, wenn sie gesund und Munter sind. Kein Übergewicht, keine Allergien oder sonstige Krankheiten die von falscher Ernährung her stammen. Dies ist dann der Lohn für „die Kinder gut ernährt zu haben“. Es gibt ja nicht nur schlechtes auf dem Markt. (Blätterteig) Ich kaufe Griechischer Joghurt auch ein und oft verwende ich Tomaten aus der Dose, wenn die selbst eingelegten zu Ende sind. Und das hast Du so recht kochen ist ja auch was Schönes!!! Liebs Gruessli Roger

  5. Tolles Rezept! Ich war schon länger auf der Suche nach einem leckeren Frenchdressing und dieses hier hört sich echt gut an. Werde ich bestimmt probieren 🙂 Danke

  6. Lieber Roger, ich freue mich riesig über dieses Rezept. Meist essen wir nur Essig und Öl zum Salat. Aber ich liebe auch French Dressing und habe es bisher nie so richtig hinbekommen. Salatsoßen kaufen wir eigentlich nie. Die sind mir immer zu pampig oder schmierig.
    Aber ich freue mich schon, dein Rezept auszuprobieren.
    Liebe Grüße Maren

    • Liebe Maren, danke freut mich ebenfalls, dass Du Dich über das Rezept gefreut hast. Ich empfinde es auch so, die gekaufte Ware ist nicht nur pampig und schmierig, sondern sie schmeckt auch noch wie Schmierseife. Ich hoffe, dass der Frenchdressing nun ein kleiner Platz neben Öl und Essig finden wird. 🙂 Ganz liebe Grüsse Roger

  7. Hallo Roger,
    weißt Du, was Du mit diesem Rezept angerichtet hast? Du bringst quasi meine Welt aus dem Gleichgewicht. Bisher war „Thousand Island“ (natürlich selbst gemacht) mit weitem Abstand mein absolutes Lieblingsdressing. Das wurde aber auf Anhieb von deinem Frenchdressing verdrängt!
    Super Rezept!! Vielen Dank dafür.
    Außerdem: toll, dass Du wieder bloggst!
    …und, Du solltest den Titel dieses Posts ändern; entferne das „..un..“:
    „Frenchdressing – spektakulär lecker“ passt viel besser!.
    Viele Grüße
    Harald

    • Lieber Harald, dass war nicht meine Absicht, Deine Welt aus dem Gleichgewicht zu bringen.:-) Als totale positive Bestrafung, habe ich mir Dein „Thousand Island“ ausgelehnt und nach gezaubert. Was total raffiniert ist sind die Gewürzgurken die darin enthalten sind. Bis anhin habe ich die Sauce nur mit Paprika gemacht. Da ich ein grosser Fan von Sauce Tartar bin, liebe ich gurken in crèmigen Saucen.
      Deine Variante von „Thousand Island“ hat eine sehr grosse Ansteckungsgefahr! Nachdem die Begeisterung in der Familie sehr gross war, habe ich kein schlechtes Gewissen mehr, dass ich …aus dem Gleichgewicht… gebracht habe. NEU, ab jetzt stehen bei mir im Kühlschrank, zwei Flaschen Salatsaucen. 1 French und 1 Thousand Island. 🙂 Liebe Grüsse Roger

      • Das freut mich aber sehr, wenn dir mein Rezept gefallen hat.
        Wenn jetzt seine und meine Welt etwas aus dem Gleichgewicht gekommen sind, vielleicht hebt sich das dann ja wieder auf 🙂

    • Das Rezept für das Thousand Island Dressing würde mich SEHR interessieren und würde mich sehr freuen, wenn ich es bekommen könnte – oder den Link zum Blogeintrag? Grüße Silvia

  8. Lieber Roger,
    Ich gab es gerade nachgekocht und es ist sehr lecker geworden. Allerdings ist meins nicht annähernd so weiss, wie deins geworden, sondern hat vom Eigelb eine gelbliche Note. Habe ich was falsch gemacht oder ist der Weisseabgleich schuld?

    Lieben Gruß,

    Frederick

  9. Hallo Roger,
    gibst vom Zwiebelsud nur die Flüssigkeit dazu oder komplett mit Zwiebeln?
    Könnte ich alternativ zum Eigelb da auch ein anders Bindemittel nehmen z. B. Johannisbrotkernmehl od. Pfeilwurzelmehl?

    • Liebe Marlene, ich gebe den ganzen Zwiebelsud komplett dazu. Durch das aufkochen ist die Zwiebelsäure beinahe verschwunden. Somit ärgert sich der Magendarmtrakt nicht mehr über die Zwiebeln.
      Pfleilwurzelmehl eignet sich hervorragend als Ersatz für die Eier.
      Jedoch muss ich zugestehen, dass ich über die Dosierung nicht bescheid weiss.
      Das müsste ich mal ausprobieren. Liebe Grüsse Roger

      • Herzlichen Dank für die Rückantwort und fürs Rezept 🙂
        Hab das Dressing jetzt mit 1 gestrichenen TL Johannisbrotkernmehl hergestellt und bin mit Konsistenz und Geschmack sehr zufrieden. Somit ist das Dressing auch prima für vegane Mittesser geeignet 🙂
        Pfeilwurzelmehl werde ich auch noch testen, sollte eigentlich auch mit ca. 1 gestr. TL passen.
        Der Aufwand für das Dressing ist wirklich nicht groß und ich weiß genau was drin ist, dazu prima auf Vorrat herstellbar 🙂
        Liebe Grüße
        Marlene

      • Liebe Marlene, das freut mich, dass es funktioniert hat. Falls Du es mit erlaubsts, werde ich Deine Erkenntnis in Deinem Namen in meinem Artikel erwähnen. Könnte für viele sicherlich interessant sein. Auch für mich ist es interessant, denn ich brauche sehr viel Eier in meinen Rezepten und damit könnte ich gwunderig experimentieren. Danke Dir für die Info. Liebe Grüsse Roger

  10. Beim Essen liegen zwischen Ursache und Wirkung leider oft so viele Jahre dazwischen, dass man den Zusammenhang nicht erkennt. Dass man nämlich zweimal zahlt. Erst für die (billigen) Zutaten – und später mit der (teuren) Gesundheit. Wer schon heute seine Ernährung auf „Gutes“ umgestellt hat, ist mitunter bereits empfindlicher und zahlt (z.B. nach einem Restaurantbesuch) oft unmittelbar: irgendwas im Essen stößt einem noch Stunden danach auf, oder man bekommt böses Bauchgrimmen. Daher kann man es nicht oft genug betonen: schau darauf, womit du dir deinen Mund füllst – es wird dein Leben beeinflussen. Daher danke für deine guten Rezepte. Vor allem für die ganz einfachen. Beim Kochen ist es wie beim Reden & Schreiben: nur ein wahrer Künstler ist in der Lage, etwas Einfaches zu kreiieren. Du hast Kinder, daher wirst du wissen: wenn es so „einfach“ ist, dass schon die Kinder es verstehen, dann liegt man richtig.

    Womit wir bei der Vinaigrette wären, dem „natürlichen Feind“ deines French Dressings 🙂 … Vielleicht kannst du das auch mal aufgreifen? Denn ehrlich: so gerne ich deine Rezepte lese – sie sind schon sehr eilastig, und ich frage mich jedesmal, woher zum Teufel ich gute Eier bekommen soll. Würde ich ländlich(er) wohnen, es fände sich vllt. eine hühnerhaltende Nachbarin, die ich zu guter Ernährung ihrer Hennen überreden könnte. In der (Groß)Stadt gibt es solche Möglichkeiten nicht, daher münde ich letztlich im Verzicht.

  11. Pingback: French-Dressing nach Roger Warna | cahama

    • Liebe Anja, danke Dir und ich bin auch froh, dass ich das Rezept nicht für mich behalten habe.. 🙂 Liebe Grüsse und viel Genuss beim ausprobieren Roger

  12. Hallo Roger,

    vielen Dank für das tolle Rezept. Habe es gerade nachgekocht. Vom Geschmack her der Hammer. Leider habe ich übersehen, dass das Öl langsam dazu gegeben werden muss. Es ist mir deshalb wohl zu dünn geraten (wie Milch). Welche Konsistenz muss das Dressing haben?

    Liebe Grüße
    Yvonne aus Wiesbaden

    • Liebe Yvonne, es freut mich, dass Dir der Geschmack der Salatsauce gefällt. Die Konsistenz der Sauce ist sehr dickflüssig. Im Vergleich, wie etwa Honig. Nach dem die Sauce kalt geworden ist, gebe ich oft noch etwas (1,5 dl) Milch dazu, damit sie besser aus der Flasche Fliesst. 🙂 Wie Du richtig bemerkt hast, ist es sehr wichtig, dass das Öl langsam unter das Eiergemisch gemixt wird. Was Du jetzt noch machen kannst, ist 2 Eigelb mit dem Mixer 1 Minute aufmixen, dann die Salatsauce langsam unter das Eigelb mixen. Je mehr Luft unter die Masse gemixt wird, desto fester und stabiler wird sie. Gutes gelingen und viele Grüsse Roger

  13. Pingback: Wie ernähre ich meine Zukunft? | rwarna's Blog

  14. Habe schon lange nach so einem feinen Salatsaucen Rezept gesucht, dabei haette icih gar nicht so weit suchen muessen….
    Dein Soesseli ist wunderbar!!! Danke fuer das Rezept!!

    LG Wilma

    • Der Dank sende ich gerne zurück. 🙂
      Es freut mich, dass solch ein einfache Salatsauce so gut ankommt. Und man weiss was drin ist. 🙂

      Liebs Grüessli
      Roger

    • Ich verwende ein alter Stabmixer aus den 90ziger der nur eine glattblättrige Klinge besitzt. Mit dem Urgestein mixe ich seit fast 23 Jahre alles was gemixt werden muss. 🙂 Sollte vielleicht mal ein neues Gerät zulegen. 🙂
      Liebe Grüsse
      Roger

  15. Guten Tag Roger

    Salatsauce im Kühlschrank abkühlen lassen:
    Durch warme oder sogar heisse Speisen verliert der gewöhnliche Haushalts- Kühlschrank sehr viel Energie. Durch die kurzzeitige Temperaturschwankung ist es auch möglich, dass andere im Kühlschrank gelagerten Speisen schneller verderben.
    gruss melanie

    • Liebe Melanie, da hast Du recht. Habe nicht daran gedacht. Bei sehr heissen Speisen ist das nicht besonders klug. Nur denke ich, dass die Salatsauce in etwa noch 40 Grad hat und da weiss ich nicht genau ob das Einfluss hat auf die Temperatur. Jedoch bei heisseren Speisen kann dies durchaus sein.

      Lieber Grüsse
      Roger

  16. Pingback: Cordon bleu – einfach nur lecker | rwarna's Blog

  17. Hallo Roger,
    wir haben heute French Dressing ausprobiert. Ich denke aber, dass es nicht so geworden ist, wie es hätte werden sollen 🙂 Es ist insgesamt nicht so cremig geworden, sondern eher etwas dünnflüssiger, fast wie Milch. Ich habe allerdings nur 30 g Eigelb verwendet. Könnte es sein, dass es daran lag?
    Verwendest Du immer Estragonessig? Ich habe Apfelessig genommen – ob das den Geschmack sehr beeiflusst? Als Öl hatte ich nur Rapsöl kaltgepresst da und da hatte ich bedenken, da die Wasser/Zwiebelmischung heiß ist, ob ich den nehmen kann und habe deshalb ein Keimöl genommen. Aber am Öl lag es vermutlich nicht. Und als letztes: meinst Du mit Stabmixer einen Pürierstab?
    Ich werde es auf jeden Fall wieder probieren, gute Salatsaucen kann nicht jeder und diese sieht aber danach aus, eine zu sein… ich muss es nur noch hinbekommen 🙂 An dieser Stelle vielen Dank für all die Mühe mit dem Blog und die wunderbaren Rezepte.
    LG
    jana

    • Liebe Jana,
      Herzlichen Dank für Dein Kommentar.

      Für das beschriebene Rezept braucht es 2 Eigelb, damit die Frenchsauce auch die nötige Bindung bekommt.

      Ich denke mir, es könnte am Eigelb gelegen haben.

      Das Öl Deiner Wahl ist eine sehr gute Wahl. Ein neutrales Öl und dann noch kaltgepresst ist immer gut.
      Der Sud ist nicht mehr so heiss, das es dem Öl schadet, also ein kaltgepresstes ist sehr gut.

      Zum Schluss ein Riesen Kompliment, dass Du die Salatsauce selber machst. Ist nicht immer üblich, dass man dieser Aufwand auf sich nimmt. 😉

      Ganz liebe Grüessli
      Roger

  18. sorry, klar mit Stabmixer meinst du Pürierstab, habe es gerade auf dem Bild gesehen und aus den Kommentaren geht es eigentlich auch hervor… hatte es irgendwie übersehen

    • Kein Problem, ist auch nicht einfach, wenn ich immer mit Küchensprache um mich werfe…

      🙂

      Grüessli
      Roger

      Übrigens, der Essig ist reine, individuelle Gemachssache und kann nach eigenem Gusto ausgesucht werden.

  19. GUTEN TAG ROGER

    Also wenn ich versuchen werde eine Salatsauce selbst herzustellen, dann sicher Deine! Wegen der Haltbarkeit hätte ich da eine Idee. Wie wäre es die Flasche mit den Gummizapfen, die man(n) eigentlich für die Weinhaltbarkeit benutzt, zu verwenden.
    Luft absaugen müsste doch auch bei der Salatsauce die Haltbarkeit verlängern . . . oder? Z.B. mit dem genialen „Vacu Vin Wine Saver Concerto“ welchen ich für den Wein benütze . . .

    Herzliche Grüsse, René

    • Lieber René, da kann ich nur staunen beim lesen. Das ist mal eine sehr gute Idee. Das funktioniert mit Sicherheit. Ich danke Dir für diese tolle Idee. Liebs Grüessli Roger

  20. Hallo Roger,
    ich bin ein aus der Not geborener Amateurkoch. Ich lebe im Ausland (Bulgarien) und um hin und wieder ein Essen, oder wie hier einen Salat zuzubereiten der mehr westlich als östlich schmeckt, Hab ich dein Dressing nachgekocht. Alles wunderbar, bis auf eins: etwas fade, sorry. Ich habe einen halben Teelöffel Salz rein getan und siehe da, mit dieser kleinen Zugabe wurde ein wunderbar schmeckendes Dressing daraus. Ich bedanke mich herzlichst.
    Peter

    • Lieber Peter, herzlichen Dank für Deine Zeilen. Es freut mich, dass der Dressing mit ein wenig mehr Salz Dir schmeckt. Dafür muss auch kein Sorry her. 🙂 Ich bin froh, wenn ich solche Input`s bekomme. Danke Dir, liebs Grüessli Roger

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