Hilfe! – Meine Waage spinnt

Ich liebe Weihnachten, die vielen Leckereien, ein Genuss. In dieser Zeit verzichte ich nie auf Plätzchen, festliche Mahlzeiten und süsse Desserts. Wunderbare Zeit. Kaum vorbei plagt mich die digitale Anzeige meiner Waage! Ich weiss, dass Problem mit den engen Hosen und dem etwas dickeren Bauch habe nur ich. Aus diesem Grund starte ich, wie jedes Jahr, meinen persönlichen Essplan.

WaageII

Wer will schon abnehmen

Keine Angst, keine Diät ist angesagt. Ich halte nicht viel von Diäten. Durch meine Ausbildung in einer Zürcherischen Klinik im Diätbereich, weiss ich ganz genau, wie man sich ernähren sollte, damit sich das Körperfett wieder reduziert.

Dennoch, die Jahreszeit ist auch nicht gerade Ideal um eine Diät zu beginnen. Wir müssen mit unseren Kräften haushalten und daher rate ich, die Finger von Nulldiäten zu lassen. Mal ehrlich, wer will nach so vielem guten Essen, gleich wieder darauf verzichten.

Meine Art, dir Fette zu verbrennen geschieht nicht mit einem Fittness-Abo, oder einem Mördergerät, dass ich auf anraten der Werbung gekauft habe. Nein! Es ist viel einfacher und viel genusshaltiger, als Muskelkater, Schweiss und Anstrengung.

Hört sich wie eine Wunderdiät an, auf die die ganze Welt gewartet hat.

Ist es aber nicht. Ich bezeichne meine Art der Fettreduzierung nicht als Diät, sondern als ein Weg mit viel Geschmack, frischen Zutaten. Eine Balance zu schaffen zwischen Fett, Kohlenhydrate und Eiweiss ist das Ziel. Es liegt mir auch fern, hier auf meinem Blog eine Diät vorzustellen, die sowieso nur kurzfristig funktionieren würde.

Kurz um, zeige ich wunderbare Gerichte im Kampf gegen die steigende Anzeige der Waage. Ich möchte hier, aber noch erwähnt haben, dass ich Gourmets nicht davon abhalten möchte Sport zu treiben. Ich und der Sport, das ist so eine Sache. Ich kann aus zeitlichen Gründen nur eine Sportart ausüben, die ich verbinden kann mit meinem Arbeitsweg. (Keine Ausrede!) Also ist es ideal, wenn ich mit dem Bike zur Arbeit fahren kann. Auch mein Beruf bezeichne ich als Sport. Ich habe viel Bewegung, viel Schweiss fliesst und die Kalorien werden auch sehr gut verbrennt.

Warum sind dann Köche (nicht alle) 😉 so… äh, nicht so schlank?

Nur aus meiner Erfahrung her gesprochen. 🙂 Das liegt auf der Hand. Falsche Ernährung, zu viel Gerstensaft oder edle Tropfen. Das sehe ich halt so… Ein Banker der arbeitet mit Geld und sein Konto füllt sich mit Geld. Ein Koch der arbeitet mit Nahrungsmittel und auch sein Bauch füllt sich mit Nahrungsmittel. Dazu habe ich die mathematische Gleichung: Banker = Fettes Konto. Koch = Fettes Körpergewicht. Böse, nicht wahr?

An alle schlanken Köche, verzeiht mir, dieser Artikel ist nicht für euch geschrieben, sondern richtet sich an meine Wenigkeit!

So es ist nun an der Zeit mich dem Schlüsselwort zu widmen.

Eiweiss

Das Eiweiss hier, nicht zu verwechseln mit dem Eiweiss des Hühnereis, sondern ich spreche hier von Proteinen. Die werden oft nicht so gewürdigt, wie sie es verdient hätten.

Mal sehen was das Lebensmittellexikon dazu meint.

http://www.lebensmittellexikon.de/e0000060.php

Da ich kein Wiederkäuer bin, schreib ich auch nichts über die Eigenschaften und die Zusammensetzung des Eiweiss.
Sondern ich möchte hier kurz die Vorteile von Proteinen aus meiner Sicht äussern.

Eiweiss ist der beste Energielieferant den wir haben.

Vergesst Kohlenhydrate und Zucker! Ich denke hier nicht an Muskelaufbau von Bodyformern. Nein, ich spreche hier vom „besten Holz, um einen Ofen zu heizen“. Das fängt bei Babys an, die keine Muttermilch bekommen aus was für Gründen auch immer. (Anderes Thema)
Es ist grausam für mich, wenn ich Babys sehe, die kaum mehr Platz finden in ihren Buggy`s. Ich nenne die kleinen, die nichts dafür können. „Lipidenbabys“ Sie werden von Fettpulver ernährt! Wie Grausam!

Es ist besser die Ausgewogenheit herzustellen zwischen Proteinen und Lipiden. Meine persönliche Erfahrung mit vier Kindern ist eindeutig. Babys sollten mit vielen Proteinen ernährt werden. Sie schlafen viel besser, nörgeln nicht mehr über Hunger und sie passen noch in den Kinderwagen. Das ist eine Tatsache aus meiner Erfahrung die ich mit anderen Eltern teilen durfte.
Ich werde sicher mal ein Artikel schreiben über die Ernährung von Babys und Kleinkindern und dabei werde ich auch allen Ernährungswissenschaftler und Ärzte auf die Füsse treten. 🙂

Zurück zu meiner heissgeliebten Protein.

Die Beschreibung meiner Wunder – nicht -Diät, in einem Satz: „Von der Vorspeise bis zum Dessert nur Eiweisshaltige Produkte verwenden!“

Das heisst ich kreiere Gerichte die Hauptsächlich aus Proteinen bestehen, dabei vermeide ich „Fett, Zucker und somit auch Kohlenhydrate so weit es geht.

Der Startschuss

Low carb Brot

Der 27. Dezember 2013 ist der Startschuss für meine 7 Tägige Reihe “ Eiweiss wohin das Auge reicht“ Es ist kein Spiel zum teilnehmen oder was zu gewinnen, sondern einfach nur zum ausprobieren, wenn die Hose oder das Kleid etwas zwickt.

Ich bin selber gespannt wie schnell ich mich wieder auf meine Waage verlassen kann, ohne das Gefühl zu haben die Anzeige spinnt!

Wir sehen uns mit dem ersten Rezept.
Euer
Roger


Vanillekipferl – meine Art von Gipfeli

Ich backe und backe was das Zeug hält. Ich geniesse die Weihnachtsbäckerei, denn nachher muss ich wieder ein Jahr warten.

Meine heutige Herausforderung. „Vanillekipferl

Vanillekipferl (17)

Nichts besonderes? Denkt Ihr? Wartet ab, vielleicht gefällt es Euch auch wie mir.

Hat jemand eine Ahnung wie viele Rezepte von „Vanillekipferln“ es im Netz gibt? Eine gute Frage die ich nicht beantworten kann. Vielleicht weiss einer von Euch die Antwort. Vielleicht interessiert es auch kein Mensch. 🙂 Was ich aber mit Sicherheit weiss, es ist ein tolles Weihnachtsgebäck. Wer liebt Vanille nicht?

Die Guetzlischachtel muss voll sein

Meine Tochter hat ein Kindergarten – Anlass und da braucht Guetzli, jede Menge Guetzli. Also müsst ihr wohl oder übel ein wenig herhalten mit lesen, denn ich veröffentliche alle Rezepte hier auf meinem Blog. Nein Spass, nur meine Lieblingsdinger. Es gibt ja noch andere Köstlichkeiten an Weihnachten.

Meine Aufgabe vor dem schreiben

Ich stelle mir immer die Frage: Was für ein Gewinn können meine Leser aus meinen Artikeln ziehen. Ich schreibe gerne Dinge mit Mehrwert, zum Beispiel eine Idee die man brauchen kann. Trick`s die man zur Umsetzung bringt, oder einfach, weil es interessant ist, wie ich es mache.

Es wäre sehr dilettantisch, wenn ich einfach ein Rezept „Vanillekipferln“ niederschreiben würde. Die Reaktion wäre sehr gut zu verstehen. „Schon wieder ein Vanillekipferl“ Das Gebäck besteht meist aus den Zutaten: Mehl, etwas Mandeln, evtl. Haselnüsse, Zucker, Butter und Vanille. Jetzt könnte ich auftrumpfen und schreiben. In meinem Rezept hat es noch etwas Kardamom und Zitronenabrieb drin! Genial, oder?

Genial? Genial daneben eben

Nein, ich habe mir Gedanken gemacht, warum heisst das Kipferl, denn Kipferl? Es ist zwar gebogen wie ein Hörnchen, aber es sieht nicht aus wie eins. 🙁

Ich durfte eine Zeit lang in der JOWA Bäckerei arbeiten. Die JOWA ist die Bäckerei die ein Grossist mit Backwaren beliefert in der Schweiz. Also spreche ich hier von X1000 Brotbackwaren. Ich, mit 23 Jahren war ein junger Patissier und wollte grundlegende Techniken erlernen in dem ich sie 100mal mache. Ich wurde drei Wochen in der Gipfel (Hörnchen) Produktion eingeteillt.

Ich liebe Gipfeli, denn ich weiss wie sie gemacht werden. 🙂

Zurück zum Vanillekipferl.
Kurz um, die Kipferl sehen immer nocht nicht wie ein Croissant – Gipfeli – Hörnchen – Kipferl aus?

Es gibt sicher Gründe. Ich wollte jedoch, dass meine Vanillekipferln so aussehen wie ein Croissant – Gipfeli – Hörnchen – Kipferl.

Das also war meine Idee.

Das Rezept meiner Oma so zu verändern, dass der Geschmack identisch ist, aber das Aussehen eben wie einem Gipfeli entspricht. Heute folge ich meiner Idee und experimentiere, bis sich mein Bild eines Gipfel manifestiert in diesem herrlichen Weihnachtsgebäck.

Ich entschuldige mich schon vorab, wenn ich Traditionen ein wenig über den Haufen werfe, aber das tue ich nur für mich ganz alleine im Stillen und es bekommt ja keiner mit. 🙂

Wie gesagt versuchen tue ich es mal mit dem klassischen Rezept meiner Oma. Ich habe ja schon einige Rezepte verwendet aus dem Koch- und Backbuch meiner Oma und die haben immer bestens funktioniert.

Also zum Rezept…

Vanillekipferl

Vanillekipferl (12)

Zutaten

125 g Weizenmehl
1/2 Msp Backpulver
1 Essl. Vanillezucker (Hausgemacht)
45 g Vollei
65 g Butter (Wachsweich)
50 g geriebene Mandeln

Zubereitung

Alle Zutaten miteinander zu einem Teig vermengen. Der Teig eine viertel Stunde ruhen lassen.

Zubereitung

Eine kleine Hilfe beim zuschneiden von Gipfeli (Hörnchen)

Viele von Euch haben mit Sicherheit schon oft Hörnchen gemacht, dann ist die Beschreibung nicht mehr so interessant.

Der Teig mit genügend Mehl dünn ausrollen auf eine Grösse von 24×30 cm.

Horizontale Bahnen schneiden von 10 cm in der Breite.

Erklaerung_1

Oberer Rand einteilen in 6 cm Abständen, nur leicht einzeichnen mit einem kleinen Messer das genügt schon.

Erklaerung_2

Auf der zweiten Bahn zuerst 3 cm abmessen und ab da versetzt wieder alle 6 cm eine Markierung setzten.

Erklaerung_3

Ein Maßstab oben nach 6 cm ansetzten und bei der unteren Bahn (3 cm) eine Diagonale durchschneiden.

Erklaerung_4

Das gleiche in der anderen Richtung.

Erklaerung_5

So haben wir mal die Dreiecke die wir brauchen um die Gipfel zu drehen.

Nun komme ich zum drehen der Kipferl.

Kipferln_rollen (1)Kipferln_rollen (2)Kipferln_rollen (3)Kipferln_rollen (4)

So, wenn ich alle gerollt habe und auf ein mit Backfolie belegtes Blech gesetzt habe, dann geht es ab in den Ofen.

Siehe da, ich habe es geschafft. Zwar nicht original, aber meine Art von Vanillekipferln. Die sehen nicht nur Fantastisch aus, wie Gipfeli halt. 🙂 Sie schmecken auch wie echte Kipferl.

Ich hoffe ich bin niemandem auf den Fuss getreten, wenn ich diese Köstlichkeit mal als echtes Gipfeli daherkommen lasse.

Wenn Ihr bis jetzt durchgehalten habt mit lesen und Ihr hier angelangt seit, dann wünsche ich Euch weiterhin viel Spass beim backen. Vergesst nicht, hört nicht auf mit Weihnachtsgebäck backen, denn Weihnachten ist erst in einem Jahr wieder.

Danke Euch

Euer Roger