Tagliatelle mit Kürbisbolognese

Der Kürbis vergreift sich an einem Klassiker

Der Butternuss – Kürbis geht auf Reisen. In den nördlichen Teil Italiens, nach Bologna.

Kuerbisbolognese (15)

Was will der Kürbis in Italien?

Vielleicht eine Bekanntschaft eingehen mit Hühnerbrühe, Sahne und dem Pürierstab. Da würde der Butternuss als schmackhafte Suppe in die Schweiz zurück kehren.

Was, wenn er nur eine kurze Liaison wünscht mit einem heissen Gerät? Solch ein „tête-à-tête“ mit einem Backofen würde ihm eine gewünschte Bräune verpassen. Noch eine Lotion mit etwas Olivenöl und Kräutern, schon wäre er bereit zum vernaschen.

Den Italiener sagt man ja auch eine gewisse Leidenschaft nach. Also vermute ich, dass der Butternusskürbis sich verführen lässt. Mit süssen Zucker, raffiniertem Mehl, einer exotischen Vanille wird er sicherlich köstlich duftend als Kuchen zurück reisen.

Auch wenn alle drei Versuchungen eine Verführung wären, gibt es andere Gründe für diese Reise nach Norditalien. Der Kürbis geht nach Bologna um sich einem Klassiker anzunehmen. Er möchte sich kulinarisch verändern. Sein Dasein als (nur) Kürbis hängt ihm zum Halse heraus. Er möchte was ändern in seinem Kürbis-Leben.

Aus der Sicht eines Butternuss-Kürbis ist diese Veränderung auch gar kein Problem. Was werden die Italiener darüber denken? Nichts positives! Auf der Piazza Maggiore in Bologna werden sie Protestieren. Mit Geschrei und Plakaten gegen diese kulturelle Herabsetzung.

Mögen mir alle Italiener verzeihen.

Es muss sein. Ich verstehe den Butternuss-Kürbis nur zu gut. Was, wenn das Leben einem eintönig vorkommt. Oder man jeden Tag das selbe Gesicht zu Gesicht bekommt. Da braucht es dringend eine Veränderung. Der Kürbis möchte einfach nur was grossartiges aus sich machen. Neue Erscheinung, etwas Lifting. Ein scharfes Make-up und dann könnte sogar einer Vermählung nichts mehr im Wege stehen.

Wie bei allem braucht es dazu ein Rezept und genau das haben wir (Kürbis und ich) gefunden…

Butternuss – Kürbis – Ragù alla bolognese

Zutaten für 4 Personen

300 g Kürbis
40 g Zwiebeln
5 g Knoblauch
15 g Olivenöl
1 Tl. Waldhonig
5 g Mehl
50 g Weisswein
200 g Gemüsebrühe
Salz zum Abschmecken

200 g Kürbispürée

Gewürze:
Rosmarin, Chili, Muskat und Pfeffer
Saft einer halben Zitrone

Zubereitung

Für das Pürée zuerst 200 g Kürbis in grobe Würfel schneiden. Im Salzwasser weich kochen. Abschütten und mit dem Pürierstab fein pürieren. Kalt stellen. Danach die Zwiebeln und der Knoblauch fein hacken.

Kuerbisbolognese (18)Den Rest, also die 300 g Kürbis in brunoise schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen.

Kuerbisbolognese (20)Zwiebeln und Knoblauch darin gut anschwitzen.

Kuerbisbolognese (24)Die Kürbiswürfeli dazu geben und leicht braun anrösten. Mit Mehl bestäuben, gut vermengen und mit Weisswein ablöschen. Gemüsefond dazu und gute 5 Minuten durch kochen. Abschmecken mit Salz, Zitronensaft, Honig und den Gewürzen.

Kuerbisbolognese (12)Zum Schluss das Kürbispürée darunter heben.

 

Die Vermählung

Kuerbisbolognese (11)Kuerbisbolognese (13)Für 4 Personen ca. 480 g frischen Tagliatelle_ abkochen und mit der Kürbis-Bolognese vermengen.

Zum Schluss noch 40 g frisch geriebener Parmesan darüber.

 

È finito

che saluta
Roger