Is There a Santa Claus – Gibt es den Weihnachtsmann

Und es gibt ihn doch!

Lese selber und auch Du siehst die Frage mit Kinderaugen als beantwortet!

18164_articleTim Allen als Weihnachtsmann © Walt Disney Pictures

 

Ein kleines Mädchen mit dem Namen Virginia stellte sich diese Frage auch und das im Jahr 1897 und schrieb an die „New York Sun.

Virginia wollte in ihrem zarten Alter von 8 Jahren nun endlich wissen, ob es ein Weihnachtsmann gibt oder nicht.

Das Mädchen aus New York schrieb darum an die Tageszeitung New York Sun.

Der Inhalt des Briefes

Ich bin 8 Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der Sun steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?
Virginia O’Hanlon

Die Antwort

Der Chefredakteur der Sun beantwortete ihren Brief gleich persönlich und das auf der Titelseite der Zeitung.

Virginia, deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur was sie sehen. Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit Ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann! Es gibt ihn so sicher wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe!
Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie – gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein kleiner Rest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben.

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Auszug aus der Titelseite von „The New York Sun“  (Foto: newseum.org)

Gewiss, Du könntest deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht – was würde das beweisen?
Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts.

Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu begreifen – geschweige denn sie zu sehen – das kann der Klügste auf der Welt nicht . Was Du auch siehst, Du siehst nie alles.
Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönsten Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden. Weiter nichts.
Warum?
Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter zu erkennen sein.

„Ist das denn auch wahr?“ kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger. Der Weihnachtsmann lebt, und er wird ewig leben!
Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

Frohe Weihnacht, Virginia!
Dein Francis Church

Was bemerkenswert ist, dass der Brief und die Antwort aus dem Jahre 1897 stammt. Der Briefwechsel zwischen Virginia und Francis P. Church wurde über 50 Jahre lang immer zur Weihnachtszeit auf der Titelseite abgedruckt.

The_new_york_sunLeider wurde die Zeitung 1950 eingestellt.

Die Zeilen “ Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann“ von Francis P. Church waren vor über hundert Jahren eine Sensation. Ich finde, auch heute noch hat der Text nichts an Zauber verloren.

Nach 36 Jahren

Jahre vergingen und nach 36 Jahre erzählt Virginia O`Hanlon wie es dazu kam, dass sie dieser Brief an die New York Sun schrieb.

Natürlich glaubte ich an den Weihnachtsmann, er hatte mich ja noch nie enttäuscht. Als aber weniger glückliche kleine Jungen und Mädchen sagten, es gäbe keinen Weihnachtsmann, wuchsen Zweifel in mir. Ich fragte meinen Vater, und er war bei diesem Thema etwas ausweichend.
Es war in unserer Familie üblich, bei Unsicherheiten bezüglich der Aussprache eines Wortes oder bei Zweifeln an historischen Fakten an die „Frage und Antwort“-Kolumne der Sun zu schreiben. Vater sagte immer: „Wenn es in der Sun steht, stimmt es auch“, und das beendete jeden Disput.
Nun, ich werde einfach an die Sun schreiben und die echte Wahrheit herausfinden“, sagte ich zu Vater.
Er antwortete „Leg los, Virginia. Ich bin sicher, die Sun wird Dir die richtige Antwort geben, wie sie es immer tut.“

So setzte sich das junge Mädchen hin und schrieb an die Zeitung, die ihr Vater für kompetent hielt.

Der Sohn eines Pastors bekam den Brief in die Hände. Sein Name war wie gesagt Francis P. Church und er war Chefredakteur bei der New York Sun.

Während des Bürgerkrieges berichtete Francis für die New York Times. Zuletzt arbeitete er über zwanzig Jahre bei der Sun als anonymer Kommentator.

Francis P. Church hatte ein Motto, für das ich nur den Hut ziehen kann:

„Strebe danach, Deinen Geist frei von Scheinheiligkeit und Heuchelei zu halten.“

Somit war auch klar, wenn kontroverse Themen zu bearbeiten waren in theologischer Art, dann wurde Francis damit beauftragt.

Nun hielt er den Brief eines kleinen Mädchens zu einem sehr kontroversen Thema in der Hand und hatte die Pflicht und Verantwortung, darauf zu antworten.
„Gibt es einen Weihnachtsmann?“ fragte dieses Kind in seinem Brief. Church wusste sofort, dass es keinen Weg gab, die Frage zu umgehen. Er musste antworten, und er musste wahrheitsgemäß antworten!
Also machte er sich an die Arbeit und begann seine Antwort zu formulieren. Einen der bemerkenswertesten Kommentare der Zeitungsgeschichte überhaupt.

Literatur

  • Virginia O’Hanlon, Francis P. Church, Günter Henrich: Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann!. Verlag Michaela Naumann, Nidderau 2000, ISBN 3-933575-23-0

Francis P. Church hatte geheiratet und er lebte glücklich und zufrieden. Im April 1906 starb er leider kinderlos.

Die kleine Virginia O’Hanlon graduierte in jungen Jahren als Bachelor of Arts am Hunter College.

Einige Jahre später erhielt sie Ihren Masterstitel von der Columbia Universität. Danach unterrichtete sie als Lehrerin an einer städtischen New Yorker Schule.
Lange 47 Jahre als Rektorin trat sie in den Ruhestand. Ihr ganzes Leben lang erhielt sie immer wieder Post wegen ihres Weihnachtsmann-Briefes.

Angeblich beantwortete sie alle Briefe und legte jedem Brief einen Abdruck des damaligen Kommentars von Church bei.
Virginia O’Hanlon Douglas starb am 13. Mai 1971 im Alter von 81 Jahren in einem Altenpflegeheim in Valatie, New York.

In dem Sinne “ Und doch gibt es den Weihnachtsmann“

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Euer Roger


Tomatenessenz – klarer Geschmack

Tomatenessenz (14)Die Tomate in seiner vollen Klarheit und Geschmack

Ich bin noch am ausprobieren, was für eine Suppe ich an Weihnachten Kredenzen werde. So viele herrliche Ideen warten darauf ausprobiert zu werden. Heute jedoch werde ich eine alte bekannte zubereiten. Auf meiner Speisekarte steht sie kalt im Sommer, als Tomatenessenz und im Winter als Abwechslung wird sie heiss serviert.

Power in der Essenz

Für die Kraft der Suppe braucht es erntefrische Tomaten aus dem Garten. Es versteht sich von selbst, dass um diese Jahreszeit der Garten keine Tomaten mehr hergibt. Da muss die verachtete Dose herhalten. Persönlich verachte ich die „Pelati“, also Dosentomaten gar nicht. Natürlich kommt es auf das Gericht an. In meinem heutigen tun, passt es.

Pelati (von ital.: pelare=schälen

Dosentomaten sind für mich ganz klar „Der konservierte Sommer“. Sie machen nicht nur glücklich, sondern haben auch einen sehr hohen Glutamingehalt.
Glutamin ist eine Aminosäure, die im Körper wichtige Funktionen übernimmt. Glutamin kommt in hoher Konzentration in der Muskulatur vor und stellt damit unter anderem einen Baustein für den Aufbau von Körpergewebe dar. Das scheint auch der Grund zu sein, warum viele Sportler es als Nahrungsergänzung vor und nach intensiven Belastungen zu sich nehmen.

Einfach nur geniessen

Ich geniesse die Tomate aus dem einfachen Grund. Ich liebe das fruchtige mit der Säure und trotzdem hat sie was süsses. Einfach eine perfekte Frucht um den Süden in die Schweiz zu holen.

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Die Mise en place

Für meine Tomatenessenz brauche ich eine Dose Pelati, eine kleine Zwiebel oder noch besser Schalotte, da diese nicht so nach Zwiebel schmeckt. Die Essenz wird ja nicht gekocht und da kann die Zwiebelsäure auch nicht weg gekocht werden. 🙂
Weiter brauche ich noch eine Knoblauchzehe. Etwa 30 g weisser Balsamico und mein selbstgemachtes Basilikumsalz. Im Kühlschrank habe ich noch 2 Tomaten mit Stil gefunden, was hervorragend ist. Tomatenstile geben sehr viel Geschmack ab. Also ebenfalls rein Schnipseln. Pfeffer aus der Mühle darf auch nicht fehlen, nebst der Prise Zucker.

Zub_Tom_ess (3)So nun alles in ein hohes Gefäß, ich verwende ein Litermaß, damit nichts daneben geht, wenn ich gleich mit dem Pürierstab alles zerkleinere. Gut gemixt gebe ich die Suppe in eine kleine Stoffwindel.

Zub_Tom_ess (4)Dafür habe ich immer zwei ungebrauchte 🙂 für die Küche bereit. Das ganze schnüre ich zu einem Päckli und hänge es kreativ über Nacht auf, damit die Essenz aus dem gebundenen entweichen kann.

Zub_Tom_ess (5)Aufgefangen wird das ganze in einer Glasschüssel, dann kann ich mich auch gleich an der Klarheit erfreuen. 🙂

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Wie ich schon Vorwegs erwähnt habe, kann die Tomatenessenz, kalt oder heiss serviert werden. Falls ich die Suppe heiss serviere, dann gibt es noch ein Ricotta-Basilikum – Nockerln dazu. Die mache ich mit frischem Basilikum, Ricotta natürlich und als Bindemittel ein wenig frisch geriebenes Toastbrot. Salz, Pfeffer und fertig ist. Die Nockerln gebe ich kalt in die heisse Essenz. Das Nockerl schmilzt sich zart in die Suppe hinein, ein Genuss!

Tolle Vorspeise, einfaches Rezept, begeisterte Gäste.

Viel Spass beim Essenzen

Euer Roger


Zimtparfait – nicht einfach halbgefroren

Heute wird kurz „gebloggt“, aber nicht minder schlecht.

Auf habe ich ein Frage von Karin gelesen.

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Und würde sie gerne beantworten.

Möchte hier an dieser Stelle es auch nicht versäumen auf FOOD FOR ANGELS AN DEVILS hinweisen.

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Da ich 15 Jahre Patissier in guten Backstuben sein durfte und da hin und wieder ein gutes Rezept entwickeln konnte, möchte ich diese Rezepte auch teilen.

Das Rezept ist eine Grundlage und so vielseitig, dass ich zu Hause damit auch Sahneeis am Stil herstelle. Ich besitze keine Eismaschine. Doch meine Kinder wollen natürlich auch Glace. Die Ingredienzen die ich im Parfait haben möchte sind egal, es kann mit allen Geschmacksrichtungen kombiniert werden.

Gehen wir mal gleich zum Rezept, denn das steht hier im Vordergrund.

Parfaitmasse (Grundrezept)

Parfait_im_schokoladenmantel

Zutaten für 4 Personen

80 g Eigelb
140 g Zucker
1/2 dl Wasser (1/2 Teelöffel Zimt dazu)
360 g geschlagener Rahm (Sahne)

Zubereitung

Das Eigelb in einer Schüssel mit einem Handrührgerät weiss und fest schlagen oder mit einer Küchenmaschine.
Dabei sich ein wenig Zeit lassen, die Eigelb sollten weisslich und fest sein wie für ein Biskuit.
Zucker mit Wasser kochen bis der Zucker völlig aufgelöst ist, Zimt dazu und nochmals leicht aufkochen.
Zu den schlagenden Eigelb giessen, langsam sonst sieht die Küche aus wie…
Das ganze kalt schlagen.
Die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben und über Nacht gefrieren.
Nach Wunsch weiterverarbeiten. Wie zum Beispiel in schöne Gläser portionieren oder klassisch in eine Terrinenform und nach dem gefrieren mit einem heissen Messer schneiden und Anrichten.

Ich bevorzuge gemahlener Zimt, da der Geschmack intensiver ist. Bei Zimtstangen müsste man das Zuckerwasser sehr lange kochen.

Was ich persönlich noch zum Zimthalbgefrorenem dazu gebe ist ein kleiner Schuss „Amaretto“ jedoch nicht allzu viel. Es sollte ein Zimtparfait bleiben und wer kein Alkohol mag, sowieso weglassen.

Kleine Liste mit den Mengen an Ingredienzen bei meinem Grundrezept

Parfait…

1/2 Vanille das Mark

80 g Himbeeren, gefroren mit kochen

2 Essl. Kakao bei Schokoladenparfait. Keine Schokolade, da das Halbgefrorene schon süss genug ist.

4 Essl. Baileys

Je nach Geschmacksidee muss man etwa experimentieren. Das Rezept ist jedoch so stabil, dass fast alles geht.

Parfait_Galerie

So liebe Karin und alle Parfait LiebhaberInnen, ich wünsche gutes gelingen und falls doch noch Fragen aufkommen, dann einfach melden und versuche sie zu beantworten.

Zimt(ige) Grüsse
Euer Roger


Vanillekipferl – meine Art von Gipfeli

Ich backe und backe was das Zeug hält. Ich geniesse die Weihnachtsbäckerei, denn nachher muss ich wieder ein Jahr warten.

Meine heutige Herausforderung. „Vanillekipferl

Vanillekipferl (17)

Nichts besonderes? Denkt Ihr? Wartet ab, vielleicht gefällt es Euch auch wie mir.

Hat jemand eine Ahnung wie viele Rezepte von „Vanillekipferln“ es im Netz gibt? Eine gute Frage die ich nicht beantworten kann. Vielleicht weiss einer von Euch die Antwort. Vielleicht interessiert es auch kein Mensch. 🙂 Was ich aber mit Sicherheit weiss, es ist ein tolles Weihnachtsgebäck. Wer liebt Vanille nicht?

Die Guetzlischachtel muss voll sein

Meine Tochter hat ein Kindergarten – Anlass und da braucht Guetzli, jede Menge Guetzli. Also müsst ihr wohl oder übel ein wenig herhalten mit lesen, denn ich veröffentliche alle Rezepte hier auf meinem Blog. Nein Spass, nur meine Lieblingsdinger. Es gibt ja noch andere Köstlichkeiten an Weihnachten.

Meine Aufgabe vor dem schreiben

Ich stelle mir immer die Frage: Was für ein Gewinn können meine Leser aus meinen Artikeln ziehen. Ich schreibe gerne Dinge mit Mehrwert, zum Beispiel eine Idee die man brauchen kann. Trick`s die man zur Umsetzung bringt, oder einfach, weil es interessant ist, wie ich es mache.

Es wäre sehr dilettantisch, wenn ich einfach ein Rezept „Vanillekipferln“ niederschreiben würde. Die Reaktion wäre sehr gut zu verstehen. „Schon wieder ein Vanillekipferl“ Das Gebäck besteht meist aus den Zutaten: Mehl, etwas Mandeln, evtl. Haselnüsse, Zucker, Butter und Vanille. Jetzt könnte ich auftrumpfen und schreiben. In meinem Rezept hat es noch etwas Kardamom und Zitronenabrieb drin! Genial, oder?

Genial? Genial daneben eben

Nein, ich habe mir Gedanken gemacht, warum heisst das Kipferl, denn Kipferl? Es ist zwar gebogen wie ein Hörnchen, aber es sieht nicht aus wie eins. 🙁

Ich durfte eine Zeit lang in der JOWA Bäckerei arbeiten. Die JOWA ist die Bäckerei die ein Grossist mit Backwaren beliefert in der Schweiz. Also spreche ich hier von X1000 Brotbackwaren. Ich, mit 23 Jahren war ein junger Patissier und wollte grundlegende Techniken erlernen in dem ich sie 100mal mache. Ich wurde drei Wochen in der Gipfel (Hörnchen) Produktion eingeteillt.

Ich liebe Gipfeli, denn ich weiss wie sie gemacht werden. 🙂

Zurück zum Vanillekipferl.
Kurz um, die Kipferl sehen immer nocht nicht wie ein Croissant – Gipfeli – Hörnchen – Kipferl aus?

Es gibt sicher Gründe. Ich wollte jedoch, dass meine Vanillekipferln so aussehen wie ein Croissant – Gipfeli – Hörnchen – Kipferl.

Das also war meine Idee.

Das Rezept meiner Oma so zu verändern, dass der Geschmack identisch ist, aber das Aussehen eben wie einem Gipfeli entspricht. Heute folge ich meiner Idee und experimentiere, bis sich mein Bild eines Gipfel manifestiert in diesem herrlichen Weihnachtsgebäck.

Ich entschuldige mich schon vorab, wenn ich Traditionen ein wenig über den Haufen werfe, aber das tue ich nur für mich ganz alleine im Stillen und es bekommt ja keiner mit. 🙂

Wie gesagt versuchen tue ich es mal mit dem klassischen Rezept meiner Oma. Ich habe ja schon einige Rezepte verwendet aus dem Koch- und Backbuch meiner Oma und die haben immer bestens funktioniert.

Also zum Rezept…

Vanillekipferl

Vanillekipferl (12)

Zutaten

125 g Weizenmehl
1/2 Msp Backpulver
1 Essl. Vanillezucker (Hausgemacht)
45 g Vollei
65 g Butter (Wachsweich)
50 g geriebene Mandeln

Zubereitung

Alle Zutaten miteinander zu einem Teig vermengen. Der Teig eine viertel Stunde ruhen lassen.

Zubereitung

Eine kleine Hilfe beim zuschneiden von Gipfeli (Hörnchen)

Viele von Euch haben mit Sicherheit schon oft Hörnchen gemacht, dann ist die Beschreibung nicht mehr so interessant.

Der Teig mit genügend Mehl dünn ausrollen auf eine Grösse von 24×30 cm.

Horizontale Bahnen schneiden von 10 cm in der Breite.

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Oberer Rand einteilen in 6 cm Abständen, nur leicht einzeichnen mit einem kleinen Messer das genügt schon.

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Auf der zweiten Bahn zuerst 3 cm abmessen und ab da versetzt wieder alle 6 cm eine Markierung setzten.

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Ein Maßstab oben nach 6 cm ansetzten und bei der unteren Bahn (3 cm) eine Diagonale durchschneiden.

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Das gleiche in der anderen Richtung.

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So haben wir mal die Dreiecke die wir brauchen um die Gipfel zu drehen.

Nun komme ich zum drehen der Kipferl.

Kipferln_rollen (1)Kipferln_rollen (2)Kipferln_rollen (3)Kipferln_rollen (4)

So, wenn ich alle gerollt habe und auf ein mit Backfolie belegtes Blech gesetzt habe, dann geht es ab in den Ofen.

Siehe da, ich habe es geschafft. Zwar nicht original, aber meine Art von Vanillekipferln. Die sehen nicht nur Fantastisch aus, wie Gipfeli halt. 🙂 Sie schmecken auch wie echte Kipferl.

Ich hoffe ich bin niemandem auf den Fuss getreten, wenn ich diese Köstlichkeit mal als echtes Gipfeli daherkommen lasse.

Wenn Ihr bis jetzt durchgehalten habt mit lesen und Ihr hier angelangt seit, dann wünsche ich Euch weiterhin viel Spass beim backen. Vergesst nicht, hört nicht auf mit Weihnachtsgebäck backen, denn Weihnachten ist erst in einem Jahr wieder.

Danke Euch

Euer Roger

 


Low Budget „Wellington“ auf die schnelle

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Die Coverversion

Heute präsentiere ich mal eine Abwandlung des „Filet Wellington“. Das Gericht ist für zwischendurch gedacht, schnell gemacht und schont den Geldbeutel.

Der Herzog von Wellington wird nichts gegen meine Cover-Version haben, wenn er seine Tantiemen bekommen. 🙂

Traditionen pflegen

Bei uns herrscht noch die alte Tradition. Am Wochenende gibt es Fleisch. Der Grund habe ich in meinem Blog schon mal erwähnt. Meine Frau und ich sind mit der Zeit zur Ansicht gekommen, dass zu viele edle Fleischstücke in zu grossen Mengen verfressen werden. Auf keinem Fall möchte hier den Fleischliebhaber an den Karren fahren oder eine vegetarische Kampagne starten. Ich versuche einfach etwas Vernunft zu vermitteln. Man sollte mit Maas geniessen können.

Kochen als Verführung

Als wir uns kennenlernten, meine Frau und ich. Vor einigen Jahren also und wir noch ohne Kinder das Leben bestritten, war ich der Überzeugung meiner Angebeteten, jeden Tag ein Gourmet Menü kochen zu müssen. (dürfen) Anmerkung in eigener Sache: Der Koch verführt seine Traumfrau mit Köstlichkeiten. 🙂
Ich bekochte sie mit Filet aller Art, Entrecote und seiner Gleichen. Meine Frau kannte diese Art von Essen gar nicht. Sie kommt aus einer Familie, wo es Türkische Spezialitäten gibt und da sind solche Fleischstücke nicht so bekannt. Sie verstehen es halt aus einfacheren Zutaten etwas traumhaftes zu zaubern. 1001 Nacht eben.

Zurück zur Tradition

Man wird klüger und vernünftiger. So viel Wissen und hervorragende Ansichten konnten wir in den Jahren sammeln. Als die Kinder auf die Welt kamen, wandelte sich auch mein Kochstil zu Hause. Gesund sollte es sein. Frisch sowieso, keine Frage. Wichtig für mich ist es auch, den Kinder das Maas an vernünftiger Ernährung durch das Essen mit auf den Weg zu geben. Ich bin auch der Meinung, je weniger Fleisch der einzelne verzehrt, desto weniger muss produziert werden. Also, wenn alle sich der Philosophie annehmen würden, dann müssten die Tiere auch nicht auf Tempo komm raus gemästet werden. Ideal wäre doch, nur das Züchten, was wir brauchen. So wie vor 100ten von Jahren halt.

Das ist ein spezielles Thema und man könnte hunderte Artikel darüber verfassen und es fände noch kein Ende. Trotzdem würde mich es interessieren, was ihr dazu meint.

Wieviel Fleisch braucht der Mensch wirklich!

Schreibt mir

Was steckt drin

Mein low budget „Wellington“ ist völlig auf das Huhn gekommen. Das Rinderfilet ersetze ich mit Hühnchenfilet. Nicht die Brust, sondern das Innenfilet. Die Duxelles bleibt Duxelles und der Rohschinken wird weichen müssen für den günstigeren Hinterschinken. Blätterteig darf Blätterteig bleiben.

Die Zubereitung

Zuerst wird der Warenkorb in meiner Küche aufgetürmt. Für die Pilzfarce nehme ich in etwa 100 g Champignons, 1/2 Schalotte und 1/4 Bund Peterli. (Petersilie) Das ganze hacke ich sehr fein zusammen. Grössere Mengen können auch sehr gut in der Küchenmaschine zerkleinert werden. Auch ein Wiegemesser eignet sich sehr gut.

Duxelles_1

Vor dem zerhacken habe ich eine kleine Pfanne auf den Herd gestellt. Die Pfanne ist nun heiss und ich gebe ein paar Spritzer einheimisches Rapsöl hinein und etwas Butter, denn ich möchte noch ein wenig Geschmack von Nussbutter hinzufügen. Rein mit den gehackten Pilzen und gleich mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ein kleiner Schuss Zitronensaft als Säure darf auch nicht fehlen. Bei mittlerer Hitze dünste ich die Farce so lange, bis kein Wasser mehr aus den Pilzen austritt. Ab in eine kleine Schüssel und in den Kühlschrank zum auskühlen.

Duxelle_2

Bei der richtigen Zubereitung kommt jetzt noch Gänseleber „Foie gras“ im Französischen genannt dazu. Die „fette Leber“ ersetze ich mit einem einfachen Leber-Aufstrich, den es in jedem guten Lebensmittelladen gibt. Schmeckt nicht minderwertig und ich kann das zu Hause sehr gut vertreten. Die ausgekühlten Pilze und der Leber-Aufstrich verrühre ich gut miteinander.

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In der Zwischenzeit nehme ich die zwei Pouletinnenfilet, lege sie aufeinander, damit das gesamte Filet gleich dick daherkommt. Würze das Filet mit einer hausgemachten Würzmischung für Poulet. In der Bratpfanne wird das Innenfilet ringsum goldbraun angebraten. Aus der Pfanne nehmen und auskühlen lassen.

Pouletinnenfilet

Der Blätterteig rolle ich in etwa der Grösse eines A5 Blattes aus.

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Belege nun den Blätterteig mit 2 Scheiben Schinken. Darauf verteile ich die Duxelle gleichmässig. Das ausgekühlte Hühnchenfilet lege ich in die Mitte, schön zentriert.

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Schlage eine Seite des Blätterteiges über das Filet, bestreiche es mit Eistreiche und klappe das andere Teil ebenfalls über das Filet.

Wellington_2

Drehe das Ganze um. Mit der Gabel drücke ich beide Enden an. Lege es auf ein mit Backfolie belegtes Blech und bestreiche es nochmals mit Eistreiche.

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Das garnieren darf nicht fehlen

Am Schluss sollte eine Blätterteigrose mit drei Blättern entstehen.

Rose

Dafür verwende ich restlichen Blätterteig der noch übrig geblieben ist. Steche sieben gleich grosse runde Kreise aus.

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Die erste Blüte der Rose rolle ich locker zusammen.

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Das zweite Rosenblatt ziehe ich etwas in die länge und drücke es mit dem rechten Daumen in den linken Handballen. Danach setze ich das Blatt an den Blütenansatz. Nur unten andrücken und oben etwas anformen und zurecht zupfen.

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Danach wird das zweite Blatt gleich geformt und leicht überlappend, versetzt angedrückt. Das wiederhole ich bis die Rose fertig ist.

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Braucht etwas Übung, aber es ist keine Hexerei.

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Für die Blätter der Rose, steche ich ein etwas grösseren Halbmond aus und der Halbmond steche ich nochmals in der Gegenrichtung aus. Mit dem Messerrücken zeichne ich die Blätteradern ein  und das mit einem leichten Druck.

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Setze die Rose auf das Filet im Teig und bestreiche es ebenfalls mit Eistreiche. Fertig ist das kleine Kunstwerk.

Vor dem backen

Wellington

Nach dem Backen

Wellington_gebacken

So ein „Wellington“ serviere ich sehr gerne, wenn ich Gäste habe. Ich wechsle jedoch das inner öfters verschiedenen Fleischstücke aus. Also kommt schon mal ein Lammfilet in die Mitte, oder es darf auch ein wenig schweinisch sein. 🙂 Das Original mit Rinderfilet darf an Festtagen nicht fehlen. Jeder hat da sein Geschmack, da kennt die Kreative keine Grenzen.

Die vegetarische Version

Im übrigen kann man das auch vegetarisch halten. Der Schinken ersetze ich mit dünnen Auberginen die längs aufgeschnitten wurden und gut gesalzen, damit das Wasser austritt. das Filet kann mit einer vorgekochten Karotte, Zucchetti oder Pastinake ersetzt werden. das Gemüse sollte gleich im Durchmesser sein und gar gekocht. Die Pilzfarce binde ich mit etwas trockenem Quark und einem Eigelb. Zur Bindung gebe ich Panierbrot bei. Der Rest bleibt gleich. Schmeckt wunderbar und begeistert die Gäste die sich vegetarisch ernähren.

Präsentiert sieht meine Coverversion echt toll aus

Huehnchen Wellington

Ich empfehle es nach zu kochen. Es geht schnell, es ist einfach und begeistert jeden Feinschmecker. Dafür braucht man wirklich kein Chefkoch zu sein.

Bon appétit

Euer Roger


Zigarren Nudeln, mit Crevetten und Ricotta

Eine Vorspeise. Ein Highlight, wenn es darum geht Gäste zu verführen.

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Wenn Gäste bei uns geladen sind, dann muss ich mich warm anziehen. Nicht weil wir keine lieben Gäste einladen. Man kennt mein Beruf und weiss, dass ich mich jedesmal selber übertrumpfen möchte. Einfach das Beste zu geben.

Die Schuld liegt alleine bei mir. Ich fordere mich ohne, dass meine Gäste es fordern. Mit der Zeit jedoch habe ich mir ein Repertoire an gelungenen Gerichten zugelegt. Wenn neue Gäste uns besuchen, dann ziehe ich einer meiner Schublade und zaubere ein solches Gericht hervor.

Eine Vorspeise die nicht nur bei meiner Frau ankommt. Wie der Titel schon zeigt, mache ich heute Zigarren-Nudeln. Dazu ein Gemüse-Julienne-Timbale. Als Krönung obenauf ein paar Butterfly – Krevetten. Der cremige Abschluss auf den Teller wird eine Ricotta – Safransauce sein.

Der Vorteil dieser Vorspeise ist, dass sie auch als Hauptgang herhalten kann. Der Kochprozess hat einen genialen Ablauf. Bis zu Schluss wird alles im Ofen gegart und man kann ganz gemütlich anrichten.

Die Zigarren – Nudeln nehme ich auch bei Grossanlässe her. Einmal vorbereitet können sie bis zu 2 Stunden im Sud verweilen, ohne dabei schaden zu nehmen. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, beginne ich gleich mal mit der Bilddokumentation.

Zigarren – Nudeln

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Dafür nehme ich ein Nudelteig her, der aus 200 g Mehl und 100 g Eier besteht. Habe ihn durch die Pastamaschine gedreht, bis er eine länge von ca. 60 cm erreicht hatte. Er sollte so dünn wie möglich ausgerollt werden. Der Teig wird nun in ca. 15 cm lange Stücke geschnitten. Die Breite hängt von der Nudelmaschine ab.
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Die Teigblätter bestreiche ich mit Wasser.

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Rolle die Blätter wie eine Servietten ein, oder eben wie eine Zigarre.

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So sehen die Zigarren – Nudeln aus, wenn sie fertig gedreht sind.

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Jetzt wird schnell eine Gemüsebouillon zubereitet aus Sellerie, Champignon, Karotten, Zwiebeln ein wenig Petersilenstengel und Kerbel. Im Grunde ist es jedem selber überlassen, was er für ein Fond nimmt. Selbstverständlich geht auf Rinderbouillon oder Geflügelfond.

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Ich bevorzuge eine kräftige Gemüsebouillon mit einem leichten Hauch von Asien. Dafür gebe ich noch ein Spritzer salziger Sojasauce dazu.

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Die Nudeln lege ich in eine Gratinform. Die habe ich vorher mit etwas Oliven öl ausgerieben.

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Mit der Bouillon übergiesse ich die Zigarren und schiebe sie für 30 Minuten bei 160 Grad in den Ofen. Die Gratinform decke ich mit Alufolie ab, damit sie nicht austrocknen.

Jetzt seht ihr auch, warum ich diese kreative Art von Nudeln so liebe für Gross – Bankette. Die Vorbereitung kann man in der ruhigen Zeit machen. Die Nudeln halten sich übrigens bis zu 2 Stunden im Fond.

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Die Krevetten schneide ich der Länge nach ein, aber nur bis in die Hälfte. Den Schnitt nennt man „Butterfly“. Aber das kennt ihr bestimmt schon.

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So hübsch können Krevetten aussehen.

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Ich mariniere die Krevetten mit Zitronensaft, Ingwer, Zitronenabrieb, Salz und weissen Pfeffer. Die Marinade kann durchaus den Geschmäcker angepasst werden. Da ist fast alles erlaubt.

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Im Olivenöl angebraten, öffnet sich der Schnitt und die Krevetten sehen aus wie Schmetterlinge. Ich persönlich finde diese Art der Präsentation sehr schön und verwende diese auch sehr oft.

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Für mein Gemüse-Julienne-Timbale verwende ich ein Julienne – Schäler. Das hat nur ein einziger Grund. Geschwindigkeit? Oder Faulheit? Ich bin ehrlich, oft beides. 🙂

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Auch meine blanchier Methode hat was mit Geschwindigkeit zu tun. Bei der schnellen Variante, geht es nicht um Faulheit. 🙂

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Nach dem abschrecken der Julienne, gebe ich noch etwas Mehl dazu und Eigelb zur leichten Bindung. Abschmecken tue ich es mit etwas Meersalz und Pfeffer.

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Ich setze das Gemüse in eine Gratinform, die ich vorher mit Butter bestrichen habe. Dafür nehme ich klassisch eine runde Form, ein Ausstecher zum Beispiel.

Ab in den Ofen damit für 15 Minuten bei 160 Grad und fertig.

Für die Ricottasauce nehme ich nur etwas Safran, Zitronensaft, Salz und Pfeffer und natürlich Ricotta. Dafür habe ich kein Rezept, da ich diese Sauce aus dem Handgelenk zubereite. Die Sauce setze ich auch kalt auf die heisse Teller. Sie muss nicht gekocht oder erhitzt werden. Die Tellerwärme reicht völlig aus.

Was dabei heraus kommt sieht etwa so aus.

En guetä wüncht

Euer Roger

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Gefüllte Hippen mit Nougatcrème

Es isch Guetzli Zyt

Hueppen (4)

Zwischen all den leckeren Keksen und dem vielen Weihnachtsgebäck, versinkt mein Guetzli mit Sicherheit in der Menge.

Was für mich aber nicht so schlimm ist. Wie gesagt, es ist mein Lieblingsguetzli.

Die Voraussetzungen sind jedoch nicht ideal um zu backen. Meine Kinder sind heute etwas schief drauf. Bei uns liegt vermutlich ein Virus in der Luft.

Die Tochter klagt über Übelkeit und der kleine Sohnemann scheint mit den Zähnen zu kämpfen und ist dem entsprechend sehr anhänglich und etwas motzend unterwegs.

Das heisst eigentlich, dass ich keine Dinge tun sollte, die meine Aufmerksamkeit so brauchen wie das backen.

Die Hippen brauchen volle Aufmerksamkeit, ab dem Zeitpunkt, wenn sie gerollt werden sollten. Heute hatte ich noch echt stress beim rollen. Sind sie zu kalt, dann brechen sie. Sind sie zu heiss, verbrennt man die Finger. 🙂

Bei den knusprigen Röllchen bekomme ich jedoch gerne heisse Finger.

Auf jedem Fall habe ich doch noch eine Lösung gefunden. Meinem Sohn muss ich nur genügend Küchengeschirr geben zum spielen. Natürlich nur Plastikschüsseln und Holzlöffel. Er kocht dann heftig mit.

Aber jetzt zurück zu meinen Lieblings Guetzli, die Hippen mit Nougatfüllung. Der erste Schritt, eine Plastikschablone zuschneiden. Dafür nehme ich, wenn vorhanden, den Deckel einer grossen Eisbox. Es kann natürlich auch Karton verwendet werden. Der Karton kann halt nur einmal gebraucht werden, da er mit der Zeit durchweicht. Die Plastikschablone kann abgespült und wieder verwendet werden. Bei mir sehr wichtig, da ich diese göttlichen Hippen oft backe.

Die Hippenmasse

Zutaten

55 g Butter

65 g Puderzucker

62 g Eiweiss

65 g Weissmehl

Zubereitung

Die Butter flüssig werden lassen.

Eiweiss leicht aufschlagen.

Mehl und Puderzucker sieben und zum Eiweiss rühren.

Am Schluss die Butter kräftig unter rühren.

Ca. 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

Nuss – Nougatcrème

Zutaten

40 g Haselnüsse, geröstet und gemahlen

35 g Puderzucker

1 Vanille

10 g Kakaopulver

40 g Kuvertüre

100 g Vollrahm (35%)

Zubereitung

Die Sahne (Vollrahm) mit der Kuvertüre schmelzen.

Die gerösteten Haselnüsse, Puderzucker, Kakao und Vanillemark unter die Schokolade rühren.

Die Hippen werden gebacken und geformt.

Die Hippenmasse mit einer Schablone auf eine Backfolie auftragen.

Die Hippenmasse mit einer Schablone auf eine Backfolie auftragen.

Gleichmässig dick ausstreichen.

Gleichmässig dick ausstreichen.

Im Backofen ohne Umluft bei 180 Grad backen.

Im Backofen ohne Umluft bei 180 Grad backen.

Solange die Hippe noch heiss ist um ein Holzlöffel drehen.

Solange die Hippe noch heiss ist um ein Holzlöffel drehen.

Die Hippenmasse darf nicht zu kalt werden sonst bricht sie beim rollen.

Die Hippenmasse darf nicht zu kalt werden sonst bricht sie beim rollen.

Die Hippen werden nun auf beiden Seiten leicht in warme Schokolade getaucht und auf einer Backfolie ausgekühlt.

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Von beiden seiten mit der Nougatcrème füllen und in Knusperstreussel eintauchen und auskühlen lassen.

Die Haltbarkeit der Hippen konnte ich noch nicht heraus finden, da sie an einem Abend schon gleich verknuspert werden.

Falls ihr die Hippen nachbacken werdet, dann bitte doppeltes Rezept zubereiten und die Hälfte an meine Postadresse senden. 🙂 Gebe ich gerne bekannt.

In dem Sinne Happy Guetzli Zyt

Euer Roger


Oma`s Apfel – Vollkornstrudel

Die Wiener mögen es mir verzeihen. 🙂

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Ich suchte nach einem Weihnachtsgebäck, oder Dessert. Wurde in der Rezept-Notizschachtel fündig. Über die Jahre hinweg meines Backens und kochen habe ich viel Rezepte gesammelt, die einfach auf ein „Fresszettel“ geschrieben wurden. Es sind zum Teil für mich sehr wertvolle Rezepte, wie zum Beispiel die Randnotizen meiner Oma. Alle Rezepte habe ich eine Holzkiste gepackt und nach und nach stöbere ich darin und finde kleine Goldschätze.

Was ich dieses mal gefunden habe? Ein Apfelstrudel aus der Zeit meiner Oma. Sie hat ihn von Hand aufgeschrieben. Ich habe ihn mit Spannung durchgelesen, was nicht einfach war. Die Handschrift meine Oma ist noch richtig Alt-Hochdeutsch. 🙂

Das Rezept das ich heute hier zum besten gebe, stammt also von meiner Oma und ich habe es Wort für Wort abgeschrieben. Hört sich ein wenig komisch an in der heutigen Zeit. Die Deutsche Sprache wurde, glaube ich, einige male überholt.

Die Zutaten und die Zubereitung war für mich auch etwas spezielles. Normaler Weise mache ich einen Apfelstrudel so wie ich es im „Demmel“ Wien gelernt habe. Ich hatte das Vernügen ende der 8chtziger für 3 Wochen ein Praktikum zu machen als Ausstausch-Patissier.

Natürlich beherrsche ich die hohe Kunst des „Strudel`s“ nicht so wie ein Österreichischer Patissier, aber für Schweizer Verhältnisse kann ich es ganz gut.

Schaut selbst und backt nach…

Viel Spass

Euer Roger

Oma`s Vollkornstrudel

Omas Apfelstrudel

Zutaten für 4 Personen

100 g Mehl
1 Ei
1-2 Essl. flüssige Sahne
6 Mittelgrosse Äpfel
50 g Sultaninen
50 g Mandeln
5 Essl. Zucker
1/2 Teelöffel Zimt
50 g zerlassene Butter

Zubereitung

(Originaltext meiner Oma)
Von Mehl, Ei und Sahne einen weichen Teig machen.
Diese sehr gut kneten, und dann auf ein Tuch, so dünn wie möglich zu einem Rechteck auswalzen, zum Schluss mit den Händen den Teig ausziehen.
Den Teig mit zerlassener Butter bestreichen, Zucker und Zimt, die gemahlenen Mandeln und die geschälten, in dünne Scheibchen geschnittenen, eingezuckerten Äpfel darauf streuen, noch einmal etwas Zucker darüber streuen, dann mit dem Tuch sorgfältig den Strudel zusammenrollen, auf ein gebuttertes Blech bringen, oben mit Butter bestreichen und bei mittlerer Hitze backen, während des Backens ab und zu mit Fett bestreichen und nach dem Backen mit Zucker bestreuen.

Zubereitung in Bild und Schrift

Vollkornmehl, Eier und die Sahne zu einem Teig verkneten.

Vollkornmehl, Eier und die Sahne zu einem Teig kneten.

Der Teig etwa 20 Minuten ruhen lassen.

Der Teig etwa 20 Minuten ruhen lassen.

Bioäpfel waschen.

Bioäpfel waschen.

Das Kerngehäuse entfernen.

Das Kerngehäuse entfernen.

Die Äpfel schälen.

Die Äpfel schälen.

Apfel halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Apfel halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Teig auf einem Tuch so dünn wie möglich ausrollen.

Teig auf einem Tuch so dünn wie möglich ausrollen.

Mit den Händen noch zu einem Rechteck ziehen.

Mit den Händen noch zu einem Rechteck ziehen.

Mir flüssiger Butter bestreichen.

Mir flüssiger Butter bestreichen.

Gezuckerte Äpfel mit Zimt darauflegen.

Gezuckerte Äpfel mit Zimt darauflegen.

Teig satt um die Äpfel einrollen.

Teig satt um die Äpfel einrollen.

Nochmals mit Butter bestreichen und bei mittlerer Hitze backen.

Nochmals mit Butter bestreichen und bei mittlerer Hitze backen.


Kartoffelknödel gefüllt mit Tomatenkraut

Gefunden, abkupfern und vegetarisieren.

Sauerkrautknoedel (43)Als ich den Beitrag unter Turbohausfrau gelesen habe, schoss mir die Idee in den Kopf einmal Kartoffelknödel gefüllt mit Tomatensauerkraut zu versuchen. Zuerst ein herzliches Dankeschön an http://turbohausfrau.blogspot.co.at und http://www.tobiaskocht.com der im Blogartikel erwähnt wird. Ohne die zwei wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen das Paradeiskraut und die Knödel zu einer Liaison zu vereinen. Den Versuch dieser Vereinigung mache ich nicht aus dem Grund weil ich mich nur vegetarisch ernähre, sondern weil ich finde, dass weniger oft mehr ist, in Bezug auf Fleisch essen. Als Küchenchef muss ich oft erleben, dass in der heutigen Zeit einfach zu viel Fleisch in sich hineingestopft wird. In Restaurants werden oft nur die edlen Stücke der Tiere verwendet, Wie Filet, Entrecote und Huft. Natürlich dies auch nur, weil die Gäste das verlangen. Wenn ich auswärts in einem Restaurant essen gehe, dann suche ich mir immer Gerichte aus die ein Schlachtnebenprodukt sind. Das heisst ich freue mich, wenn ich Haxen, oder Voressen auf der Karte finde. Das wird dann auch bestellt.

Zwei Gründe für meine Wahl von eher vergessen „Nicht-Filet-Stücken“

Ich finde es toll, wenn sich Köche trauen solche Schlachtnebenprodukte auf die Karte zu nehmen und die dann auch noch perfekt zubereiten können. Neuzeitlich angerichtet sieht so ein Gericht auch super aus. Der zweite Grund ist ganz einfach. Um eine Küche zu testen, ob die Köche gut kochen können muss man nur solche Gerichte kosten. Haxen, Braten, Gulasch oder Wädli etc. Wieso? Weil Filet jeder zubereiten kann. Oder ist es schwierig mit einem Ferrari schnell zu fahren? Nein wirklich, ein zartes Rinderfilet einigermassen zart auf den Teller zu kriegen ist Kinder leicht. Jedoch ein traditionelles Voressen mit schwieriger Zubereitung ist nicht einfach und wenn es noch viel Geschmack mit sich bringen soll!

Paradiskraut – Knödel

Zutaten für 4 Personen

Füllung

250 g Paradiskraut ( Zubereitung unter http://turbohausfrau.blogspot.co.at/2013/12/paradeiskraut.html )

60 g frisch geriebenes Panierbrot

1 El Honig Salz, Pfeffer und etwas Senfkörner

Knödelmasse:

1/2 kg mehlige Kartoffeln

200 g griffiges Mehl

2 Eier

50 g Grieß

Salz

Zubereitung

Wie die Knödel in unserer Familie geformt werden, zeige ich Euch in einem kurzen Film am Ende der Zubereitung. Viel spass bei „was guckst Du?“

Die Kartoffel schälen.

Die Kartoffel schälen.

Die Kartoffeln in die die Grösse von Salzkartoffeln schneiden.

Die Kartoffeln in die die Grösse von Salzkartoffeln schneiden.

Die Kartoffeln im Salzwasser kochen.

Die Kartoffeln im Salzwasser kochen.

Die Kartoffeln abschütten.

Die Kartoffeln abschütten.

Auf einem Backblech im Ofen bei 60 Grad ausdampfen lassen.

Auf einem Backblech im Ofen bei 60 Grad ausdampfen lassen.

Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse oder pasvite treiben.

Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse oder passvite treiben.

Die restlichen Zutaten mit dem Kartoffelpüree zu einem Teig vermengen.

Die restlichen Zutaten mit dem Kartoffelpüree zu einem Teig vermengen.

Das Tomatenkraut in Walnussgrösse portionieren.

Das Tomatenkraut in Walnussgrösse portionieren.

Knödelteig in 80 g Portionen aufteilen.

Knödelteig in 80 g Portionen aufteilen.

Die geformten Knödel etwas ruhen lassen.

Die geformten Knödel etwas ruhen lassen.

 

Los geht`s mit dem Formen der Knödel.

Die Knödel im Salzwasser kochen bis sie aufsteigen.

Die Knödel im Salzwasser kochen bis sie aufsteigen.

In Butter und Brösel wenden.

In Butter und Brösel wenden.

Fertig sind die herrlichen Knödel. Wir haben sie gleich verdrückt.

Meine Tochter fragte mich. „Papi, was ist da drin?“ und ich musste etwas schwindeln, denn ich konnte auf keinem Fall „Sauerkraut“ sagen, dann hätte sie die Knödel nicht probiert. Sie mag Sauerkraut noch nicht. So sagte ich, dass Tomaten drin sind. Was ja auch nicht gelogen ist. 🙂

Ich schaffte übrigens nur 2 Stück. Ich muss aber keine Angst haben, nicht alle Knödel wurden gekocht. Die anderen kommen Morgen dran.

Mahlzeit

Euer Roger


Stehlunch, viel Akrobatik und wenig zu beissen

Stehlunch (37)Bald ist Weihnachten und die Apéro`s stehen schon in Reih und Glied um besucht zu werden.

Der Terminkalender ist schon beinahe voll.

Fast jede Firma, Verein oder auch Privatpersonen haben ein Weihnachtsapéro oder Essen geplant. Bei uns in der Schweiz ist es ein anhaltender Trend solch ein Anlass als Stehlunch zu planen. Oft denken die Gastgeber, dass ein Stehapéro günstiger kommt und schneller über die Bühne geht. Zum Glück haben nicht alle Sparmassnahmen eigeläutet und wir dürfen auch noch traditionelle Weihnachtsessen geniessen.

Zurück zum Apéro im Stehenund wie man ein Stehlunch heil übersteht?

Was, wenn man an einem Apéro eingeladen ist und der Anlass entpuppt sich als Stehlunch? Da beginnen oft die kleinen Schwierigkeiten. Ich muss essen, trinken und ein Schwätzchen halten.

Welche kleinen Regeln können beachtet werden, damit man ein solcher Stehlunch ohne Peinlichkeiten übersteht?

Ich habe ein paar Tipps bereit, die es einem leichter machen, ein Lunch im Stehen auch geniessen zu können.

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Alles gleichzeitig und das bitte mit einer Hand?

Wichtig ist das halten der Speisen, Glas und die Serviette. 

Es ist im Grunde ganz einfach, wenn man weiss wie es geht. Meine drei Bilder zeigen wie ich Glas, Teller und Serviette halte.

Weitere Kleinigkeiten die ein bisschen helfen.

  • Ist jedem klar, aber nehmt den Mund nicht zu voll. 🙂 Seit immer bereit den Happen schnell zu zerkauen. Falls das Gegenüber eine Frage stellt, wartet der nicht gerne lange bis ihr fertig gekaut habt.
  • Das Weinglas sowie auch das Sektglas immer am Stiel halten. Versucht mal anzustossen, wenn ihr das Glas am Bauch haltet. Nicht nur das, der wechsel von der Bauchhaltung zur Stielhaltung ist sehr unangenehm und sehr oft schwierig.
  • Ein Trick von meiner Seite, geht auf keinem Fall mit Hunger an einen Stehlunch.:-( Da gibt es nur kleine Häppchen und die machen oft nicht sehr satt. Ihr müsstet schon das ganze Buffet leer fegen.
  • Die Entsorgung? Wohin mit dem Abfall? Die kleinen Köstlichkeiten sind oft mit Spiesse, Zahnstocher oder kleine Löffelchen versehen. Wohin also mit dem nicht Essbaren? Lasst die Holzstücke und Plastikteile auf eurem Teller. Fragt gelegentlich einen Kellner oder Kellnerin um die Entsorgung.
  • Früchtekörbe meiden. Zu grosse und saftige Früchte verursachen nur Ärger. Das Hemd oder Bluse voller Nektarinensaft? Nein Danke.
  • Ein kleiner Tipp zum Schluss. Stellt die leeren Gläser und Teller nicht einfach auf das Buffet zurück. Sonst sieht das Buffet bald aus wie eine Abräumstation aus und macht für den nächsten Gast keinen guten Eindruck.

Viel Spass beim Apérölen

Euer Roger

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